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Havelland Roland Mende geht gern mit dem Hund vor die Tür
Lokales Havelland Roland Mende geht gern mit dem Hund vor die Tür
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13:11 11.03.2018
Roland Mende mit seiner Frau Roswita und Hündin „Sally“. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

Während seine Frau Roswita fast jeden Morgen fünf Kilometer joggt, geht Roland Mende lieber mit dem Hund. „Da lerne ich Leute kennen, mit denen ich sonst vielleicht nie ein Wort gewechselt hätte“, sagt der Wustermarker Ortsvorsteher. Gerade 66 Jahre jung geworden, zieht es den Rentner oft an die frische Luft.

Wenn nicht zu Fuß, dann setzt er sich aufs Rad. Allein oder gemeinsam mit seiner Roswita tourt er nicht nur durch „seinen“ Ortsteil, sondern oft bis Wernitz und Dyrotz, „um zu schauen, was in den Ortsbereichen, die zu Wustermark gehören, so los ist“, sagt Mende.

Lange schlafen, frühstücken, Zeitung lesen – so läuft das Wochenende

Mit dem Eintritt ins Rentnerdasein im Jahr 2015 hat sich sein Lebensrhythmus und der Tagesablauf in der Familie geändert. Etwas länger schlafen, in Ruhe frühstücken, ein Blick in die Zeitung – dafür ist jetzt Zeit. „Aber Mittagsschlaf gibt es für mich nicht“, stellt Roland Mende klar.

Lieber kümmert er sich ums Einkaufen oder geht seinem Hobby nach. „Ich war früher ein großer Trödelfan und habe viele Sachen auf Flohmärkten gekauft und verkauft. Heute interessiere mich auch noch für alte Dinge“, erzählt Roland Mende. Was seine Frau mehr oder weniger freut.

Seit 45 Jahren ist er verheiratet

Vor 45 Jahren gaben sich die beiden das Ja-Wort. Gefunden haben sie sich in der Disco in Salzgitter, dem Ort, aus dem die Familie von Roland Mende stammt. „Ja, es war der Klassiker. Ich habe sie gesehen, zum Tanzen aufgefordert. Und was daraus geworden ist, sieht man heute“, beschreibt Mende.

Aus der glücklichen Ehe sind zwei inzwischen längst erwachsene Kinder Sandra (42) und Michael (45) hervorgegangen. Roland und Roswita Mende können sich über drei Enkel freuen.

Überhaupt sind regelmäßige Familientreffen und Besuche fester Bestandteil im Leben der Mendes. „Geburtstage, Weihnachten oder auch mal zwischendurch – dann sind wir hier so zehn Personen“, erzählt Roswita (65). Sie kümmert sich ums Essen, denn: „Kochen ist nix für meinen Mann. Früher hat öfter mal gebacken. Heute übernimmt das unsere Tochter und Roland isst lieber den Kuchen.“

Die Frau schmeißt den Haushalt

Der räumt ein, dass seine Frau den Haushalt im wesentlichen schmeißt: „Aber ich habe meiner Frau oft das Frühstück ans Bett gebracht, wenn ich morgens aus dem Schichtdienst bei der BVG kam.“

Die beiden unternehmen sehr viel gemeinsam. Natürlich auch Reisen und Kurzurlaube. „Mal ein paar Tage mit dem Auto nach Thüringen oder an Nord- oder Ostsee, das machen wir öfter“, sagt der 66-Jährige. Hin und Wieder fahren auch ihre Kinder und Enkel mit. Dann seien Strand, Sonne und Wasser Pflicht. „Und der Hund muss mit“, ergänzt Roswita.

Die Ehefrau unterstützt die Kandidatur

Im Moment steht das Ehepaar vor einer schweren Entscheidung, die sich aber nicht auf die Kandidatur von Roland Mende als Wustermarker Bürgermeister bezieht. Das trägt Roswita mit und unterstützt ihren Mann im Wahlkampf so gut sie kann.

„Es geht vielmehr um die Frage, ob wir Hündin ’Sally’ behalten sollen oder nicht“, sagt Roland Mende und beschreibt die Lage: „Wir hatten elf Jahre einen Hund, der inzwischen gestorben ist. Meine Tochter hatte sich ’Sally’ als zweiten Hund angeschafft und dann feststellen müssen, dass der sich mit ihrem anderen Hund nicht versteht. Also haben wir Sally erstmal in Pflege genommen.“

Dem Spandauer Garten trauert er nach

Wer das liebevoll dekorierte Körbchen für Sally im Wohnzimmer der Mendes sieht und das Ehepaar im Umgang mit dem kleinen Vierbeiner beobachtet, ahnt, dass der Hund zum dauerhaften Bewohner im Reihenhaus werden soll.

Roland Mende bedauert, dass er mit dem Umzug aus Spandau nach Wustermark 1996 seinen großen Garten in Berlin aufgeben musste. Dafür bleibt ihm nun unter anderem mehr Zeit, um mit seiner Roswita vor dem Fernseher zu sitzen und Skispringen oder Fußball zu gucken. „Ich bin kein ausgesprochener Hertha-Fan. Aber ich freue mich, wenn die Berliner gewinnen“, sagt Roland Mende.

Info: Für das MAZ-Wahlforum am 20. Februar ab 18 Uhr in der Aula der Grundschule Wustermark mit den sechs Bürgermeisterkandidaten sind noch Anmeldungen unter www.maz-online.de/wustermark möglich.

Von Jens Wegener

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