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Havelland Roland Mende setzt auf Bürgernähe
Lokales Havelland Roland Mende setzt auf Bürgernähe
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07:17 07.02.2018
Bürgermeisterkandidat Roland Mende tritt als Einzelkämpfer an. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Mit 66 Jahren, da fängt der Stress erst an. Das leicht abgewandelte Udo-Jürgens-Lied könnte besser nicht passen zu dem, was Roland Mende vor hat: Er will Bürgermeister der Gemeinde Wustermark werden. Vor wenigen Tagen erst feierte der Wustermarker, der seit 2015 Rentner ist, im Familienkreis seinen 66. Geburtstag.

Und trotzdem geht er den Versuch an, den Chefstuhl im Rathaus zu besteigen und damit wieder ins Arbeitsleben einzusteigen. „Ich möchte durch die Wahl erfahren, wie viele Menschen in der Gemeinde hinter mir stehen“, sagt Mende. Angst davor, möglicherweise am 25. Februar schlecht abzuschneiden, hat er nicht. Er ist optimistisch, schließlich hätten ihn die Wustermarker ja auch bei der letzten Kommunalwahl zum Ortsvorsteher gemacht.

Für Roland Mende spielt sich Kommunalpolitik zu großen Teilen auf der Straße ab. Den Kontakt mit den Menschen, deren Stimmung einzufangen, hält er für unverzichtbar. Deshalb geht er oft mit dem Hund spazieren oder fährt mit dem Rad durch den Ort. „Manchmal denke ich, er ist verschollen, dabei quatscht er irgendwo und kommt nicht weg“, erzählt seine Frau Roswita. Es seien oft die kleinen Dinge, die die Menschen aufregen, sagt er und zählt auf: Schlaglöcher, beschmierte Wände oder rumliegender Müll. „Die Bürgernähe ist so wichtig. Deshalb würde ich im Falle einer Wahl zum Bürgermeister eine feste Sprechstunde einrichten.“

Zwei Jahre nach seinem Umzug von Spandau nach Wustermark im Jahr 1996, stieg Roland Mende in die Kommunalpolitik ein. Zunächst wirkte der aus Salzgitter stammende gelernte Stahlbauschlosser als berufener Bürger im Bauausschuss mit. 2000 rückte er in die Gemeindevertretung auf, wurde später in den Wustermarker Ortsbeirat gewählt und zog auch in den Kreistag Havelland ein, dem er heute noch angehört.

Das Kapitel CDU – in der Partei war er von 2002 bis 2017 – ist für Roland Mende abgeschlossen, sagt er. Aber der Ausschluss hat ihn schon getroffen. Nachdem Roland Mende freiwillig wegen personeller Unstimmigkeiten aus dem CDU-Ortsverband Wustermark ausgetreten war, folgte kurze Zeit später sein Ausschluss aus der Partei. „Ich habe eine Zeit lang keine Mitgliedsbeiträge mehr bezahlt. Das war’s“, erklärt er. Aber auch als fraktionsloser und parteiloser Einzelbewerber rechnet er sich Chancen aus.

„So wie sich die Gemeinde Wustermark in den letzten Jahren entwickelt hat, wie sie auch künftig weiter wachsen wird, kann ich nur gut finden. Aber ich mache mir Sorgen, ob wir uns alle Vorhaben in den Schulen und Kitas auch finanziell leisten können“, sagt Mende. Jetzt würden die Gewerbesteuern vor allem dank des GVZs Wustermark fließen. Doch wer wisse schon, wie das in drei, vier Jahren aussehen werde. „Eine neue Sporthalle an der Oberschule Elstal, wo ja auch eine Grundschule gebaut werden soll, wäre ja schön und sinnvoll. Ob sie von der Gemeinde zu bezahlen ist, ist für mich fraglich.“

Seine großen Ziele sind der Bau der Umgehungsstraße für Wernitz sowie der Neubau einer Kita in Elstal und der Anbau in Priort. „Nur dürfen wir das Personal nicht vergessen. Was nützen uns die Gebäude, wenn wir keine Erzieherinnen haben. Dazu müssen wir Anreize schaffen.“ Einer Erweiterung des GVZs stehe er grundsätzlich erstmal positiv gegenüber. „Was ich unbedingt verhindern möchte, sind weitere Windkraftanlagen. Von den Dingern haben wir hier genug“, sagt Roland Mende.

Er hofft bei der Bürgermeisterwahl auch auf viele Stimmen der jungen Leute und der Senioren. „Ich habe die Kontakte zu beiden Altersgruppen immer gepflegt, bin regelmäßig im Wustermarker Jugendklub und war im Seniorenbeirat aktiv“, sagt er. Vielleicht zahlt sich das am 25. Februar aus.

Von Jens Wegener

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