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Havelland Ronald Seeger kündigt baldige Rückkehr an
Lokales Havelland Ronald Seeger kündigt baldige Rückkehr an
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11:26 28.02.2018
Er war gesundheitlich angeschlagen. Quelle: Anika Teubner
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Rathenow

„Ich werde am kommenden Wochenende meine Arbeit wieder aufnehmen und die Gelegenheit nutzen, vor der Stichwahl mit möglichst vielen Rathenowern ins Gespräch zu kommen“ – dieses Statement von Ronald Seeger war in der Gaststätte Schwedendamm, wo sich die Rathenower CDU versammelt hatte, am Sonntagabend die zweitwichtigste Botschaft.

Die wichtigste: Der Amtsinhaber hatte trotz der Tatsache, dass er wegen einer langwierigen Erkrankung nicht aktiv hatte in den Wahlkampf eingreifen können, die mit Anstand meisten Stimmen auf sich vereint.

>> NACHLESE: DER WAHLTICKER IN DER NACHLESE

Die Wahl am Sonntag war in Rathenow mit Spannung erwartet worden. Würde sich das lange Fehlen Seegers auf die Stimmenvergabe auswirken? Am Ende lag er fast 1000 Stimmen vor seinem engsten Verfolger Daniel Golze, mit dem er am 11. März in die Stichwahl geht.

Blumen für den Herausforderer: Karin Dietze von den Linken war eine der ersten, die Daniel Golze zu dessen Wahlergebnis gratulierten. Quelle: Markus Kniebeler

Seeger will mit den Bürgern in Kontakt kommen

„Für ein Phantom hat sich Ronald Seeger doch ausgesprochen gut geschlagen“, sagte CDU-Mann Corrado Gursch, der in Seegers Abwesenheit mit einem kleinen Team den Wahlkampf für den Amtsinhaber geführt hatte. „Schön, dass Ronald Seeger rechtzeitig wieder da ist“, so Gursch weiter. So könne er in der Endphase endlich wieder mit den Bürgern in Kontakt kommen.

Seeger selbst hatte seinen Parteifreunden am Sonntagabend mitgeteilt, dass er möglichst viele Rathenower davon überzeugen wolle, dass die Stadt bei ihm in guten Händen bleibe. Er werde dafür kämpfen, dass Rathenow weiter an Attraktivität gewinne. Und er sei froh, diese Botschaften den Bürgern wieder selber verkünden zu können.

Golze ist nach dem Ergebnis von Sonntagabend zuversichtlich

Er wird in diesem Bemühen auf einen selbstbewussten Herausforderer treffen. Zwar verschwieg Daniel Golze nicht, dass er in seinen kühnsten Träumen als Erster durchs Wahlziel gegangen war. Aber er und seine Partei seien über die jetzige Konstellation sehr froh, sagte Golze, der mit seinen Unterstützern und Anhängern im Büro der Linken mit Würstchen, Kartoffelsalat und Bier feierte.

„Unser Ziel war es, in die Stichwahl zu kommen. Das haben wir geschafft. Und nun werden wird dafür kämpfen, die Wahl am 11. März zu gewinnen.“

Herausforderer sieht seine Chance – und will sie nutzen

Die Chancen dafür stehen nach Golzes Einschätzung alles andere als schlecht. „Ich stehe für eine andere Politik als der Amtsinhaber“, so Golze. „Ich will den Wechsel. Und alle, die den Wechsel wollen, rufe ich auf, mich zu wählen.“ Zwar habe Ronald Seeger die meisten Stimmen auf sich vereint. Aber von der absoluten Mehrheit sei er eben weit entfernt.

Er, Golze, hoffe auf die Unterstützung jener Wähler, die im ersten Wahlgang Thomas Baumgardt und Ulf Michaelis gewählt haben.

Kaiser ist außen vor, Golze will angreifen

Linken-Chef Hendrik Öchsle kündigte an, in den nächsten Tagen das Gespräch mit Baumgardt und Michaelis zu suchen. Christian Kaiser, der mit 813 Stimmen auf dem vorletzten Platz gelandet war, schloss er von diesen Sondierungen ausdrücklich aus. „Kaiser hatten wir in der Vergangenheit zur Genüge“, scherzte Öchsle. „Diese Zeiten sind vorbei.“

Daniel Golze kündigte an, in den Tagen bis zur Stichwahl noch einmal richtig anzugreifen. Und er wählte für seine Strategie einen aktuellen sportlichen Vergleich. „Wie die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen bin ich ins Endspiel gekommen.“ Im Gegensatz zu den Puckjägern, die knapp am Olympiasieg vorbeischrammten wolle er den Sack zu machen und am 11. März als Sieger vom Spielfeld gehen.

Am 11. März werden die Rathenower erneut an die Urne gebeten

Was den Wahlgang angeht, wird am 11. März alles genauso ablaufen wie am Sonntag. Die Wahlbenachrichtigungen behalten ihre Gültigkeit. „Wer seine Karte verlegt hat, nimmt seinen Personalausweis mit in jenes Wahlbüro, in dem er am Sonntag seine Stimme abgegeben hat“, sagt Wahlleiter Jörg Zietemann. „Dann kann nichts mehr schief gehen.“

Von Markus Kniebeler

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