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Zwei Rathenower in Fernost

Ronald Seeger und Norbert Heise besuchen Tangshan Zwei Rathenower in Fernost

Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger und Norbert Heise, Chef des Technologie- und Gründerzentrums, haben eine Dienstreise in die chinesische Millionenstadt Tangshan angetreten. Dort werden sie als Ehrengäste an der Eröffnung einer Gartenbauausstellung teilnehmen und für den Wirtschaftsstandort Rathenow werben.

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Norbert Heise pflegt seit Jahren Kontakte zu Unternehmern aus China.

Quelle: privat

Rathenow. Norbert Heise, der ehemalige Leiter des Rathenower Wirtschaftsamtes und derzeitige Geschäftsführer des Technologie- und Gründerzentrums (TGZ), kennt sich in und mit China gut aus. Mehrfach schon war er im Reich der Mitte. Diese Erfahrung kommt ihm und vor allem Ronald Seeger momentan zugute: Norbert Heise begleitet den Rathenower Bürgermeister auf einer Dienstreise in die 7-Millionen-Metropole Tangshan. Am Mittwochabend sind sie in Tegel losgeflogen, am kommenden Mittwoch werden sie ebendort wieder landen. Die Chinesen, bekannt für ihre Gastfreundschaft, werden übrigens die Flugkosten sowie alle Transport- und Unterbringungskosten übernehmen.

Dass die beiden pünktlich in Berlin weggekommen sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Wegen der Verdi-Streiks fielen am Mittwoch etliche Flüge ins Wasser – vor allem Passagiere von Lufthansa, Eurowings und Air Berlin waren betroffen. Aber der Direktflug nach Peking mit Hainan Airlines, der größte privaten chinesischen Fluggesellschaft, war von dem Ausstand nicht betroffen.

Von der Hauptstadt geht es nach zehnstündigem Flug am Donnerstag (11 Uhr Ortszeit) per Auto weiter ins rund 200 Kilometer entfernte Tangshan, wo die Rathenower am Abend von den Gastgebern offiziell in Empfang genommen werden. Der Höhepunkt dürfte die Teilnahme an der Zeremonie zur Eröffnung der Internationalen Gartenbauausstellung am Tag darauf sein. Heise und Seeger mögen ja Laga- und Bugaerfahrungen vorweisen. Aber was die Dimensionen angeht, spielt die Schau in China in einer anderen Liga: Die Planer der „International Horticultural Exposition“ rechnen mit zehn Millionen Besuchern. In das 30 Quadratkilometer große Ausstellungsgelände wurden umgerechnet knapp 200 Millionen Euro investiert.

Nach diesem offiziellen Höhepunkt der Reise schlägt am Samstag Norbert Heises große Stunde: Vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft wird er einen Vortrag über die Stadt Rathenow und die Region Westbrandenburg halten. „Es geht darum, bei den Gästen die Neugier auf Rathenow als Investitionsstandort zu wecken“, sagt Heise. Dass Rathenow bereits gute Kontakte zu chinesischen Unternehmern hat – allein im TGZ haben sechs Firmen aus Fernost ein Büro – will der ehemalige Wirtschaftsamtsleiter als Pfund in die Waagschale werfen.

Am Samstagabend bricht das Rathenower Duo in die Stadt Chengde auf, die rund zwei Stunden entfernt liegt. Die seit 2011 bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu Vertretern der 3,5 Millionen Einwohner zählenden Stadt sollen verstärkt werden. Am Montag dann geht es zurück nach Peking, von wo am Dienstagabend die Heimreise angetreten wird.

Das Programm ist straff, und Überraschungen sind nicht auszuschließen. „Die Chinesen sind sehr gute Gastgeber und lassen sich immer jede Menge einfallen, um ihren Gästen etwas zu bieten“, sagte Norbert Heise am Mittwochmittag kurz vor dem Abflug. „Aber wir sind für alles gerüstet“.

Von Markus Kniebeler

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