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Rüstzeitheim Zeestow wird ausgebaut

Frühjahrssynode tagte Rüstzeitheim Zeestow wird ausgebaut

Die Diskussion war intensiv: Soll das Rüstzeitheim saniert und ausgebaut werden? Um diese Frage ging es am Sonnabend in der Frühjahrssynode des Kirchenkreises Falkensee. Am Ende einigte man sich darauf, dass in das Gebäude rund 480 000 Euro investiert werden sollen.

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Über die Zukunft des Rüstzeitheims in Zeestow wurde heftig diskutiert.

Quelle: Danilo Hafer

Falkensee. Das Rüst- und Freizeitheim Zeestow soll für rund 480 000 Euro saniert und ausgebaut werden. Diesen Beschluss fasste die Kreissynode des evangelischen Kirchenkreises Falkensee am Sonnabend. Im Parlament des Kirchenkreises gab es heftige Debatten über das teure Projekt. Bei der Abstimmung waren 37 Synodale dafür, drei dagegen, es gab zwei Enthaltungen.

„Seit einem Jahr diskutieren wir über ein Nutzungskonzept für das Rüstzeitheim in Zeestow, jetzt können wir endlich Nägel mit Köpfen machen“, sagte Ditmar Lümmen von der Kirchengemeinde Heilig Geist in Falkensee. Er leitete die Versammlung als Präses. Der Kirchenkreis nutzt das einstige Pfarrhaus seit 50 Jahren als Freizeitheim. „Bis Ende April dient es noch als Unterkunft für junge, männliche Flüchtlinge, die anschließend in Elstal eine Bleibe finden sollen“, sagte Pfarrer Olaf Schmidt, Falkensee-Falkenhagen.

Bei der Frühjahrssynode des evangelischen Kirchenkreises Falkensee

Bei der Frühjahrssynode des evangelischen Kirchenkreises Falkensee.

Quelle: Hans-Peter Theurich

Architekt Ronald Mewes aus Dallgow erläuterte sein Sanierungskonzept: „Wesentliche Umbauten sind notwendig, damit die Brandschutzbestimmungen erfüllt werden können“, sagte er. Die alten hölzernen Treppen und Decken genügten solchen Anforderungen nicht. Außerdem solle das Haus barrierefrei für Behinderte gestaltet werden. 45 Betten statt der jetzigen 24 sehen die Entwürfe vor und den Bau einer Terrasse.

Auch Hagen Welke, der dem Kuratorium für das Rüstzeitheim angehört, plädierte für den Ausbau: „Bisher war das Haus ein Verlustgeschäft. Wenn wir moderne Räume schaffen, die christliche Gemeinschaften wie Konfirmanden oder Chöre als Selbstversorger beherbergen, kann sich das ändern.“

Ebenfalls für die Sanierung des Freizeitheims sprach sich Marco Fränkel aus. Er ist Geschäftsführer von Haus Kreisau, einer evangelischen Jugendbildungsstätte in Berlin-Kladow. „Es gibt ein Alleinstellungsmerkmal für das Rüstzeitheim durch die benachbarte Autobahnkirche in Zeestow. Dadurch könnten dort sogar Hochzeiten und andere kirchliche Feste gefeiert werden.“

Pfarrerin Gisela Dittmer von der Kirchengemeinde Falkensee-Seegefeld vermochte mit solcher Zukunftsmusik nichts anzufangen. „Es gibt ja noch gar keine Baugenehmigung. Wir können nur hoffen und beten, dass das Bauamt keine teuren Auflagen wegen der Brandschutz-Maßnahmen verlangt.“ Grundsätzlich forderte sie, die geplanten 480 000 Euro für andere Zwecke zu verwenden: „In unseren Gemeinden gibt es viele arme Menschen. Wir brauchen Räume für Kleiderkammern. Kindergärten fehlen.“ Dieser Meinung schloss sich auch Pfarrerin Lilli Busse, Brieselang/Zeestow, an. Aber die Synode stimmte mit deutlicher Mehrheit für den Ausbau des Rüstzeitheims.

Geradezu symbolisch verlief das vorausgegangene Referat von Maike Majewski aus Berlin über Nachhaltigkeit beim Schutz der Schöpfung. Im Tagungsort, dem Kindergarten „Zum guten Hirten“ an der Bahnhofstraße, gaben plötzlich alle Geräte und Lampen den Geist auf. Stromausfall. Kantor Stephan Hebold setzte sich im Halbdunkel ans Klavier, und die Kreissynode stimmte ein frommes Lied an. Friedlich vereint.

Von Hans-Peter Theurich

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