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SPD-Kandidaten für Bundestagswahl benannt

Falkensee SPD-Kandidaten für Bundestagswahl benannt

Zwei Bewerber aus Falkensee haben sich auf der Delegiertenkonferenz in Oranienburg als SPD-Listenkandidaten für den Bundestagswahlkampf 2017 durchgesetzt. Als Direktkandidat wurde der 31-jährige Jurist Benjamin Grimm aus Schönfließ gewählt.

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Das innerparteiliche Kräftemessen hat Benjamin Grimm (r.) gegen Harald Potempa gewonnen. Die beiden Falkenseer Harald Potempa und Petra Hey bewarben sich erfolgreich um einen Listenplatz.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg/Falkensee. Benjamin Grimm ist im Wahlkreis 58 der SPD-Direktkandidat zur Bundestagswahl 2017. Der 31-jährige promovierte Jurist aus Schönfließ setzte sich am Freitagabend bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz im Oranienburger Runge-Gymnasium mit deutlicher Mehrheit gegen Harald Potempa aus Falkensee durch. Der 52-jährige promovierte Historiker und Oberstleutnant der Bundeswehr erhielt 20, Grimm 73 Stimmen.

Fünf der 98 Delegierten aus den Ortsvereinen in Oberhavel und dem Havelland enthielten sich der Stimme. Potempa und die 46-jährige Petra Hey aus Falkensee wurden im Anschluss als Listenkandidaten nominiert – er mit 53, sie mit 70 von 94 Stimmen. Über ihren jeweiligen Listenplatz wird dann aber erst am 22. Februar 2017 entschieden.

„Wir brauchen in Oberhavel und im Havelland einen Abgeordneten mit klar sozialdemokratischem Kompass“, hatte die Vize-Landesvorsitzende der SPD und Staatssekretärin Kathrin Lange vor der Abstimmung das Ziel für die Bundestagswahl in 14 Monaten vorgegeben. Mit Blick auf Flüchtlingskrise, Politikverdrossenheit, Rechtspopulisten und AfD rief sie die Genossen auf, die Sorgen der Menschen aufzugreifen: „Wir müssen den Leuten klar machen: Eure Schutzmacht ist die SPD.“ Sonntagsreden würden dafür jedoch nicht ausreichen, deshalb: „Wir müssen es täglich beweisen – in Bund, Land und Kommunen.“

Benjamin Grimm hatte sich in einer lockeren und sehr persönlichen Rede als junger Familienvater mit „ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn“ vorgestellt. Das sei schon in seinem ersten Zeugnis 1992 zu lesen gewesen. Er zeigte sich entschlossen, das bei der jüngsten Bundestagswahl an die CDU verlorenen Mandat im Wahlkreis zurückzuerobern – vor allem mit Gestaltungswillen. Sein zen­trales Thema: „soziale Ungleichheit“. Die Folgen dieser Schieflage seien „dramatisch“. Sie mache Menschen krank, vergeude Wachstumspotenzial und schade am Ende sogar der Demokratie, indem Unzufriedene einer Protestbewegung hinterherlaufen. Es stimme schon, dass jeder seines Glückes Schmied ist, sagte Grimm. „Aber wir als Sozialdemokraten müssen dafür sorgen, dass der Arm stark genug ist, den Hammer zu schwingen.“

Akademischer, personenbezogener und politisch weniger auf den Punkt gebracht war die Ansprache von Harald Potempa. Er begründete, warum ein Bundestagsabgeordneter vier Dinge können muss: lesen, schreiben, sprechen und fragen. In allen Punkten habe er umfangreiche Erfahrungen, auch auf internationalem Parkett, so der Falkenseer, der vor allem militärische Fragen im Blick hat. Petra Hey möchte im Bundestag als Betriebswirtin und Controlling-Mitarbeiterin eines internationalen Konzerns die Gruppe der Arbeitnehmer und versicherungspflichtig Beschäftigten stärken. Ihr Motto: „Arbeitsplätze schaffen und erhalten, Löhne erhöhen.“

Von Helge Treichel

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