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SPD Premnitz nominiert Ralf Tebling

Bürgermeisterrennen in Premnitz SPD Premnitz nominiert Ralf Tebling

Die SPD in Premnitz will endlich die ganze Macht. Seit 25 Jahren bestimmt die Partei in der Stadtverordnetenversammlung mit, hat viele Initiativen auf den Weg gebracht. Nun soll es endlich auch einmal für das Bürgermeisteramt reichen. Das war bisher immer in den Händen der CDU.

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Quelle: J. Wilisch

Premnitz. Erst hielt Joachim Aurich den Bürgermeistersessel in Premnitz für die CDU ganz fest, dann Roy Wallenta. Jetzt, 25 Jahre nach der Wiedervereinigung macht sich die SPD in Premnitz auf, das Rathaus doch noch zu erobern. Ralf Tebling, Ortsvorsteher in Mögelin, soll es richten. Tebling ist kein klassischer SPD-Parteisoldat, liebäugelte erst lange mit den Sozialdemokraten, bevor er später Mitglied wurde. Nun ist er der erste, der in Premnitz offiziell seine Kandidatur angemeldet hat. Die Nominierung erfolgte einstimmig.

Wer verstehen will, warum die CDU einerseits stets den Bürgermeistersessel verteidigte, die SPD bei den Stadtverordnetenwahlen hingegen immer gut abschnitt, der muss zurückschauen. Im Jahr 1998 gab es eine Bürgermeisterwahl, weil der Amtsinhaber von der CDU, Joachim Aurich, die Altersgrenze erreicht hatte. Damals hätte er die verbliebenen zwei Jahre seiner Amtszeit weiterregieren können, wenn es ihm die Premnitzer Stadtverordneten erlaubt hätten. Doch die SPD war dagegen und so kam die Verlängerung für Joachim Aurich nicht zustande.

Wallenta holt 23 Stimmen

Bei der anschließenden Wahl gewann dann Roy Wallenta für die CDU mit 23 Stimmen vor Christian Maaß, der für die SPD angetreten war. „Die Menschen in der Stadt wollten Joachim Aurich nicht so aus dem Bürgermeisteramt gehen sehen, wie es passierte“, sagte ein SPD-Mitglied am Rande der Nominierungsversammlung. Die Wiederwahl von Roy Wallenta war eher Formsache. Die SPD schickte im Jahr 2008 keinen eigenen Parteikandidaten ins Rennen. Doch das alles ist Geschichte, die Zukunft heißt Ralf Tebling – hoffen die Premnitzer Sozialdemokraten.

Ein Greenhorn ist Tebling nicht. Er ist seit 25 Jahren Bürovorsteher beim Landrat und managt die Kreistagsarbeit. Erst für Dieter Dombrowski, seit 2004 bei Burkhard Schröder. Als Manager der Kreistagssitzungen, des sogenannten „Parlamentarischen Dienstes“ kenne er sich bestens aus mit Kreistagsmitgliedern, die mal besser, mal schlechter gelaunt sind. Das sagte Hans-Joachim Maaß, Urgestein der Premnitzer SPD. Zur Kandidatur bewogen habe ihn der Reiz, die Stadt Premnitz auch nach der Bundesgartenschau weiter zu gestalten, erklärte Tebling.

Augenmerk auf die Arbeit

„Ich würde mich, wenn ich gewählt werde, wieder mehr auf die Stadtränder von Premnitz und die Ortsteile konzentrieren.“ Ein zweites Thema, das Tebling im Wahlkampf anstoßen möchte, ist ein großes Rad. „Wir stehen für Beitragsfreiheit der Eltern in den Kindertagesstätten“, sagte Tebling. Wohl wissend, dass sich die Stadt Premnitz so etwas finanziell in den nächsten Jahren nicht erlauben kann. Auch der Landkreis wird den finanziellen Spielraum nicht haben.

Schließlich gab sich Tebling traditionsbewusst. „Ich erinnere daran, dass dies einmal die SDAP war, bevor es SPD hieß.“ Das A steht für Arbeiter. Auf die wolle er, Tebling, sein Augenmerk richten. Es seien Sozialdemokraten wie Manfred Stolpe und Regine Hildebrand gewesen, die an der Seite der streikenden Chemiearbeiter standen. Und nun seien diese sozialdemokratische Kerngruppen – die Arbeiter – wieder an der Reihe.

Von Joachim Wilisch

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