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SPD im Havelland prüft alle Optionen

Landratswahl im Havelland SPD im Havelland prüft alle Optionen

Wählt die SPD Havelland bei der Landratswahl im Kreistag den CDU-Bewerber Roger Lewandowski oder schickt die Partei einen eigenen Bewerber in das Rennen. Nachdem die Direktwahl am 24. April gescheitert ist, können sich nun wieder alle Interessenten bewerben.

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Hält sich alle Optionen offen: Martin Gorholt (SPD).

Quelle: dpa-Zentralbild

Ratnenow. Für die SPD Havelland ist mit der Landratswahl im Kreistag nicht automatisch Roger Lewandowski die erste Wahl. Der hatte zwar für die CDU die beiden Direktwahlgänge im April gewonnen. Doch Martin Gorholt, der unterlegene Stichwahlbewerber und Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, sieht mit der Entscheidung im Kreistag einen neuen Wettbewerb eröffnet.

Daher gab es am Dienstag keine Entscheidung für Roger Lewandowski. Die CDU Havelland hatte den Kreistagskollegen von der SPD dringend empfohlen, dem Votum bei der gescheiterten Bürgerwahl zu folgen. Doch so einfach will die SPD es sich nicht machen.

Am Mittwoch sagte Martin Gorholt, er selbst und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Rocco Buchta, seien vom Unterbezirksvorstand beauftragt worden, mit den anderen Fraktionen im Kreistag zu sprechen. „Das bezieht ausdrücklich die Grünen und Linken mit ein“, sagte Gorholt. Daneben gebe es natürlich auch Gespräche mit CDU, Bauern und Freien Wählern.

Es scheint derzeit keine klare Tendenz zu geben. Direkt nach der Wahl gab es in der SPD Stimmen, die für eine Fortsetzung der Zählgemeinschaft mit der CDU plädierten – mit einem CDU-Landrat Roger Lewandowski. Aber andere, die empfahlen, erst einmal das Ausschreigungsergebnis abzuwarten, haben ebenfalls Gehör im Unterbezirksvorstand gefunden.

Am 10. Mai wird sich der Vorstand erneut treffen. „Dann werden wir wissen, was die Gespräche mit den anderen Fraktionen gebracht haben“, sagte Gorholt. Und dann werde man entscheiden, ob sich auf die Ausschreibung ein SPD-Kandidat bewerben soll.

Derweil meldete sich auch die CDU zu Wort. Einerseits hatte die Partei darauf gedrungen, Roger Lewandowski zum Landrat zu wählen, weil das dem Bürgerwillen entspreche. Andererseits ist in Rathenow in einem Wahllokal noch einmal nachgezählt worden. Und nachdem die Stimmzettel überprüft waren, hatte Roger Lewandowski plötzlich insgesamt 20 000 Stimmen. Zum Quorum fehlen nun nur noch 175 Stimmen.

Wie sich die anderen Parteien der SPD gegenüber verhalten bleibt abzuwarten. Erste Gespräche hatte es bereits im Januar gegeben, noch vor den Nominierungen. Die SPD wollte wissen, ob es Schnittmengen mit Linken und Grünen gibt. So richtig fanden die Protagonisten nicht zueinander.

Hintergrund dürfte auch gewesen sein, dass sich der ehemalige Landrat Burkhard Schröder schon bei der Nominierung von Gorholt vehement für die Fortsetzung der Zählgemeinschaft ausgesprochen hatte. Das aber wird nur gehen, wenn die Sozialdemokraten Roger Lewandowski zum Landrat wählen.

Von Joachim Wilisch

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