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Saisonabschluss der Rathenower Biker

Rathenow Saisonabschluss der Rathenower Biker

Für die Motorradfahrer aus dem Westhavelland ist die Saison am Samstag mit einem Gottesdienst in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und einer letzten Ausfahrt zu Ende gegangen. Fast 150 Motorradfahrer nahmen an dem traditionellen Ereignis teil.

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Die Biker legten ihre Helme in der Kirche zum Kreuz zusammen.

Rathenow. Rathenow. „Herr, wenn ich den Fahrtwind im Gesicht spüre, fühle ich deine erfrischende Gunst“ hieß es im „Psalm des Motoradfahrers“ zum 15. Rathenower Bikergottesdienst. Der fand am Samstag auch in diesem Jahr wieder zum Saisonabschluss in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche statt. „Doch Herr, wenn ich in den Morgen fahre, so weiß ich nicht, ob ich den Abend noch sehen werden.“ Diese Zeile aus dem Motorradfahrer-Psalm macht auch deutlich, dass das Hobby des Erlebens des besonderen Fahrgefühls auf zwei Rädern und der Natur nicht ungefährlich ist. Doch in diesem Jahr hielten die Schutzengel ihre Hände schützend über die Fahrer der Havelländer. Bei den sieben in unserer Region registrierten Unfällen mit Motorradfahrern gab es keinen Toten, aber einen schwer und fünf leicht Verletzte. Im Land Brandenburg waren es insgesamt acht Schwerverletzte und 18 leicht Verletzte. „Seit ich ein Saisonkennzeichen habe, ist der Winter für mich zum Wartesaal geworden“, griff Pfarrer Andreas Buchholz die Losung für den Sonntag „Das Warten der Gerechten wird Freude werden“ (Sprüche 10,28) auf. Seine Urlaubsfahrt führte den Motorradfahrer Andreas Buchholz in diesem Jahr nach Lappland und ans Nordkap.

Den Gottesdienst gestalteten Sängerin Annelie Knobloch und die Musiker Gabriele Knobloch und Matthias Staiger der Freien Schule für Musik und Kunst „TonArt“ Premnitz. Unterstützt wurden sie durch Pfarrer Wolf Schöne und seine Gitarre.

Rund 150 Motorradfahrer nahmen an der letzten gemeinsamen Ausfahrt der Saison teil

Rund 150 Motorradfahrer nahmen an der letzten gemeinsamen Ausfahrt der Saison teil.

Quelle: Uwe Hoffmann

Bereits nach dem Mittag trafen sich knapp 150 Biker auf dem Gelände von Motorrad Rothe in der Kleinen Waldemarstraße. Die Fahrer von Motorrädern, mit Beiwagen, Mopeds und einzelnen Crossmaschinen kamen aus Rathenow, dem Havelland, Brandenburg/Havel, den Kreisen Potsdam-Mittelmark, Prignitz und Stendal. Auch drei historische Militärmaschinen waren darunter. Zum wiederholten Male beteiligten sich die Simson-Freunde vom Rathenower „2-Takt-Ost Havelland“-Club an der gemeinsamen Ausfahrt. Unter den zwölf Clubmitgliedern ist auch der zehnjährige Sohn von Stefan Meyer, Joel. Steffen Immer aus Rathenow fuhr in diesem Jahr mit seiner „Volkspolizei“-Schwalbe „KR 51-2“, einer Eigenschöpfung, mit. Die Ausfahrt fand mit Polizeieskorte wieder im Konvoi statt und führte wegen einer Demonstration am Rolf-Platz nicht durch die Berliner Straße im Stadtzentrum, sondern über die Umgehungsstraße nach Rathenow-West. An den Spielgeln vieler Motorräder hing ein schwarzes Band. „Damit gedenken wir Rüdiger Becker, der erst am 4. Oktober am Herzversagen starb“, erzählt der Rathenower Klaus-Dieter Ollesch. „Der 57-Jährige lebte seit 1992 in Rathenow und war Mitglied unseres Biker-Stammtischs.“ Die zehn Stammtischmitglieder treffen sich jeden letzten Freitag im Monat in den „Märkischen Bierstuben“. Vor der Ausfahrt gedachten die Motorradfahrer gemeinsam mit den sie begleitenden Polizisten dem bei einem Einsatz in Bayern durch einen so genannten Reichsbürger kürzlich erschossenen Motorrad-Kollegen. Die Gedenkminute war eine bundesweite Aktion zum Saisonausklang.

Von Uwe Hoffmann

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