Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Saisonauftakt mit einem ungewöhnlichen Debussy
Lokales Havelland Saisonauftakt mit einem ungewöhnlichen Debussy
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:07 07.03.2018
Das Neue Berliner Klaviertrio zwischen Dramatik und Gefühl. Quelle: Marlies Schnaibel
Anzeige
Kleßen

„Der Debussy klang aber nicht so wie im Radio“, kommentierte eine Besucherin aus Potsdam das Eröffnungskonzert der havelländischen Musikfestspiele. Und während sie ein wenig enttäuscht war, nicht den gewohnt leicht hingetupften Debussy gehört zu haben, schwärmte ihre Freundin von der Entdeckung des anderen, modernen, auch kraftvollen Debussys.

Zur Galerie
Die Schneeglöckchen am Schloss trotzen dem Wetter.

Möglich machte diese Entdeckung das Neue Berliner Klaviertrio, dessen Musiker sich schon seit 25 Jahren unter diesem Namen zu Aufführungen zusammenfinden. Der Geiger Bert Greiner, der Pianist Frank Wasser und der Cellist Matias de Oliveira Pinto hatten ein Programm mit Musik des Franzosen Debussy und des Argentiniers Piazzolla zusammengestellt. Ein Kombination, die musikalisch vorzüglich aufging.

Die Vorzüge des Havellandes

Es war überhaupt manches vorzüglich an diesem Samstagnachmittag. Das Schloss Kleßen bot den schönen Rahmen für die Eröffnung der 18.Saison der Havelländischen Musikfestspiele. Brandenburgs Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil sprach ein Grußwort, sie lobte das Festival, das „die Vorzüge des Havellands kunstvoll ins Szene“ zu setzen versteht.

Sie erinnerte an die jahrelange Unterstützung des Landes für diese Musikreihe, in diesem Jahr sind es 20 000 Euro. Schon unter der damaligen Ministerin Johanna Wanka waren die Konzerte gefördert worden.

Die angesprochene Noch-Bundesministerin gehörte auch in diesem Jahr zu den Gästen des Konzertes in Kleßen. Das Konzert war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Spät entdecktes Frühwerk

Mit dem Klaviertrio in G hatten die Musiker ein ganz frühes Werk, das lange als verschollen galt und erst vor 20 Jahren wieder entdeckt wurde, ausgesucht. Debussy hatte es als 18-Jähriger komponiert. „In französischer Klarheit“ wie Musikkritiker anmerken. Mit den beiden folgenden Sonaten für Violine und dann für Violoncello erklangen Werke aus den letzten Lebensjahren des 1918 gestorbenen Komponisten.

Darin verband der Tschaikowski-Verehrer Eleganz und poetischen Zauber, wie er selbst es als typisch französisch empfand. Bert Greiner meisterte die Anforderungen furios, gab seinem Stil einen mitreißenden Oistrach-Sound. In der Cellosonate zeigte sich Matias de Oliveira Pinto flirrend, ironisch, feurig in seinem Wechsel zwischen gezupften und gestrichenen Saiten.

Von Filmmusik bis Tangoklassiker

Das Ganze war modern, erinnerte an Filmmusik, hatte Anklänge von Jazz. Und schuf so den Übergang zu den „Vier Jahreszeiten“von Piazzolla. Der brasilianische Cellist de Oliveira Pinto erzählte amüsant von seiner ersten Begegnung mit der Musik des Tango-Spezialisten, mit dem er selbst einst musiziert hatte.

Die Werke sind längst in der Hochklassik angekommen, wie das stilsicher für Klaviertrio arrangierte Stück zeigte. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Piazzolla spielen werde“, gestand Violinist Bert Greiner. Und dann noch so gerne. Und dann noch so gut. Das Publikum wusste das zu schätzen und danke mit heftigem Applaus.

Von Marlies Schnaibel

In Premnitz ziehen die Stadt und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr an einem Strang. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung deutlich. Dennoch gibt es auch Grund zur Kritik. Wehrführer Holger Willing nutzte die Veranstaltung für klare Worte an die Politik.

04.03.2018

Lange haben die Verantwortlichen der Otto-Seeger-Schule vergeblich für eine Modernisierung der Gebäude gekämpft. Aber jetzt scheint der Durchbruch geschafft. Die Stadt will 1,5 Millionen aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm in die Sanierung der Schule in Rathenow West stecken.

05.03.2018

Beim Ausbau der B 5-Ortsdurchfahrt in Ribbeck gibt es derzeit einen Zeitverzug von rund zweieinhalb Monaten. Nach jetzigem Stand geht der Landesbetrieb Straßenwesen als Hauptbauherr aber davon aus, dass Ende August, wie geplant, die Asphaltdeckschicht aufgebracht werden kann. Für die Verzögerung gibt es gleich mehrere Gründe.

05.03.2018
Anzeige