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Saisonstart für Spandauer Football-Damen

Frauenpower am Samstag Saisonstart für Spandauer Football-Damen

Beim finalen Training vor dem ersten großen Spiel der Spandau Bulldogs-Frauen ist die Anspannung auf dem Feld des Helmut-Schleusener-Stadions greifbar. Der Ton ist rau und fördert nur noch die Entschlossenheit der Spielerinnen, die durch die Gitter ihrer Helme blitzt. Am Samstag ist es endlich soweit und die Frauen starten in die neue Saison.

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Letzte Anweisungen vor dem großen Spiel am Samstag – die Anspannung steigt.

Quelle: Laura Sander

Spandau. Die Hände schnellen nach oben – für Leonie das Zeichen, dass es losgehen kann. Sie nimmt Anlauf und schießt den ovalen Ball gekonnt in die Luft. Jetzt kommt Bewegung ins Spiel. Angriff und Verteidigung stürzen sich auf das lederne Ei, prallen krachend zusammen, einige der Frauen gehen zu Boden. Dann kommt der Abpfiff.

Beim finalen Training vor dem ersten großen Spiel der Spandau Bulldogs-Frauen am Samstag ist die Anspannung auf dem Feld des Helmut-Schleusener-Stadions greifbar. Der Ton ist rau und fördert nur noch die Entschlossenheit der Spielerinnen, die durch die Gitter der Helme blitzt. Hat Coach Jens „Mudi“ Mudrich Verbesserungswünsche, hören die Footballerinnen mit roten Wangen und schnaufendem Atem zu. Insgesamt 41 Spielzüge hat der Trainer für Angriff und Verteidigung ausgearbeitet – und die müssen sitzen. „Jeder Spielzug hat eine Nummer und einen speziellen Namen. Erklärungen gibt es während eines Spiels nicht mehr.“ Nächtelang hat Coach „Mudi“ die Spielzüge ihrer Gegner, am Samstag sind es die Braunschweig Lions Ladies, studiert und eine Strategie entwickelt. „Jeder Gegner ist anders, da muss man variieren. Unser Playbook, in dem die Spielzüge stehen, wird immer weiterentwickelt und auf das Können der Frauen angepasst“, so Mudrich, der das Team seit 2014 trainiert. „Ich habe 1994 selber als Spieler bei den Bulldogs angefangen und trainiere seit 2005, zunächst die B-Jugend und jetzt ausschließlich die Damen.“

Leonie zieht auf dem Football-Feld voll durch

Leonie zieht auf dem Football-Feld voll durch.

Quelle: Sander

Und ja – es sei etwas anderes eine reine Frauenmannschaft zu coachen. „Sie wollen alles ganz genau wissen. Die Akzeptanz mir und den anderen Coaches gegenüber ist dafür allerdings umso größer“, so Mudrich. „Wir sind ein sehr schnelles Team, obwohl man Geschwindigkeit und Kraft nicht mit den Männern vergleichen kann. Die Einschläge sind nicht so hart.“ Trotzdem habe sich eigentlich jede der 33 Spielerinnen schon einmal verletzt. „Blaue Flecken zählen wir gar nicht mit, die hat man immer. Einige Bänderrisse, Knochenbrüche und Gehirnerschütterungen hat es während des Trainings aber schon gegeben“, so Spielerin Jessica Laroche. Und das obwohl jede Football-Dame mit Knie- und Oberschenkelpads, Schulterschutz, Hüftpads und Mundschutz ausgestattet ist. „Das Training ist am Anfang sehr anspruchsvoll. Aber wenn man sich durchbeißt, macht es einfach nur noch Spaß“, so die 21-jährige Laroche, deren Teamkolleginnen zwischen 15 und 48 Jahre alt sind. „Mit 15 darf man zwar noch nicht an Ligaspielen teilnehmen, aber natürlich schon trainieren, bis es mit 16 Jahren dann endlich losgehen kann.“

Erstes Bundesligaspiel der Bulldogs-Damen

Die Heimspielsaison der Spandau Bulldogs Damen beginnt am 30. April um 15 Uhr im Helmut-Schleusener-Stadion (Falkenseer Chaussee 280 in Spandau) mit dem Bundesligaspiel der Bulldogs Damen gegen die Braunschweig Lions Ladies.

Seit 2011 ist es das erste Spiel der Damenmannschaft überhaupt.

Die Eintrittskarten kosten 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Einlass ist ab 13.45 Uhr. Vor Ort kommen nicht nur Footballfans auf ihre Kosten, denn am Spielfeldrand wird es leckere Burger geben.

Wer Interesse hat ebenfalls für die Bulldogs-Damen zu spielen, kann vier Wochen lang zum Probetraining kommen.

Mehr Informationen unter www.spandau-bulldogs.de

Voraussetzungen braucht man für den Football-Sport übrigens nicht. „Das ist das Schöne daran, jeder ist willkommen und kann auch eingesetzt werden. Egal, ob nun etwas dicker oder klein und zierlich“, so Trainer Mudrich. „Der Wille zur Bewegung muss da sein, das andere kommt von ganz alleine. Wurde vorher eine andere Ballsportart ausgeübt, merkt man das natürlich schon – die Frauen sind einfach schon weiter und können ganz anders eingesetzt werden als komplette Anfänger.“

Kein Sport für schwache Nerven

Kein Sport für schwache Nerven.

Quelle: Sander

Das Spiel am Sonnabend wird mit Spannung erwartet – die Bulldogs-Ladies sind heiß darauf, ihr Können endlich unter Beweis zu stellen. „Wir haben schließlich Jahre lang dafür trainiert und freuen uns sehr auf das erste Ligaspiel“, so Diana Walther (31). „Ich komme fürs Training extra aus Steglitz, aber was tut man nicht alles für den Sport.“ Neben den Bulldogs-Damen gibt es in Berlin nur eine weitere Frauenmannschaft.

Von Laura Sander

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