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Havelland Im Optikpark kann die Saison beginnen
Lokales Havelland Im Optikpark kann die Saison beginnen
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14:11 30.03.2018
Detleff Engel ist einer von vielen Helfern, die 20 000 Stiefmütterchen in die Erde der Strahlenbeete bringen. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Man könnte meinen, dass der harte Frost im Februar den Gärtnern im Optikpark bei der Vorbereitung der Anlagen und Beete Probleme bereitet hat. Ist aber nicht so.

„Die größten Sorgen machen uns die Rehe“, sagt Sieglinde Leumann, die gärtnerische Leiterin des Optikparks. Diese hätten es auf das zarte Grün abgesehen, das gerade zaghaft aus dem Boden sprießt. Einige Tulpen werden deshalb ihre Farbenpracht nicht voll zur Geltung bringen können.

Strahlenbeete in Spektralfarben

Doch die Verluste werden zu verschmerzen sein. Die Zahl der Pflanzen in den Strahlenbeeten ist so groß, dass Bissverluste nicht ins Gewicht fallen. Allein 20 000 Stiefmütterchen bringt das Garten-Team dieser Tage in die Erde. Und zwar so, wie es im ursprünglichen Konzept der Anlage vorgesehen ist.

Jeder der Strahlen wird mit Pflanzen in einer Spektralfarbe bestückt. Das physikalische Prinzip der Lichtbrechung wird so auf anschauliche Art erklärt.

Zu den Stiefmütterchen, die bis Ende der kommenden Woche in den Boden kommen, gesellen sich jene Pflanzen, die sich schon in der Erde befinden: Tulpen und Narzissen. Je 20 000 pro Art werden sich in den kommenden Wochen ans Licht kämpfen.

Und im Gegensatz zu manch vorheriger Saison, als die Tulpen wegen früher Wärme am Eröffnungstag die beste Zeit schon hinter sich hatten, werden sie in diesem Jahr ihre volle Pracht termingerecht nach der Eröffnung am 22. April entfalten.

Einsatz an der frischen Luft: Hartmut Kuche (li.) und Detlef Braunschweig verteilen die Stiefmütterchen auf dem Gelände. Quelle: Markus Kniebeler

Während der eine Teil der Optikparkmannschaft also mit Pflanzarbeiten beschäftigt ist, kümmert sich der andere um die Möblierung des Geländes. Sitzbänke, Liegen, Stühle, Schilder und andere Ausstattungsgegenstände werden aus dem Winterlager geholt und – repariert und mit einem neuen Anstrich versehen – an Ort und Stelle gebracht.

Flößer in den Startlöchern

Sobald sich der letzte Frost verzogen hat, schlägt auch die Stunde der Flößer. Die haben ihre schwimmenden Untersätze in den vergangenen Monaten wieder fit gemacht für den Einsatz auf dem Havel-Altarm.

In den Tagen nach Ostern werden sie die Flöße zu Wasser lassen und sich mit ersten Übungen wieder an die bevorstehenden Anstrengungen herantasten. Der Muskelkater, der sich nach den ersten Testfahrten einstellt, ist unvermeidlicher Teil der Saisonvorbereitung.

Aber vielleicht wird es mit dem Muskelschmerz gar nicht so schlimm. Denn viele der Mitarbeiter waren auch im Winter körperlich aktiv. „Wir haben uns in den Monaten Januar und Februar der Baumpflege gewidmet“, sagt Sieglinde Leumann.

Und diese Aufgabe ist bei dem alten Baumbestand auf dem Areal am Schwedendamm nicht zu unterschätzen. Nach den Stürmen im Herbst habe man jede Menge Bruch- und Totholz aus den Kronen geholt, so Leumann.

Joachim Muus: „Alles im Plan“

Joachim Muus, Geschäftsführer des Optikparks, ist mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden. Natürlich gebe es in den letzten Wochen vor dem Saisonstart jede Menge zu tun. Aber dank eines eingespielten Teams könne man gelassen an diese Aufgabe herangehen.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt er. „Zur Eröffnung am 22. April werden wir den Besuchern eine bestens gepflegte Anlage präsentieren.“

Und was könnte den Plan noch durcheinander bringen? „Eine lange Frostperiode wäre nicht schön, weil wir dann nicht in den Boden kommen“, sagt Sieglinde Leumann. Aber damit ist wohl nicht zu rechnen. Dauerregen steht auf der Wunschliste auch nicht ganz oben.

„Ein bisschen wärmer darf es schon werden“, sagt die Gartenchefin. Mit diesem Wunsch steht sie nicht allein.

Von Markus Kniebeler

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