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Havelland Sandmannvielfalt in Falkensee
Lokales Havelland Sandmannvielfalt in Falkensee
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00:39 23.05.2015
Winfried Kujas mit den ersten Besuchern, darunter auch ein kleiner Mr. Sandmann. Quelle: Peter-Paul Weiler
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Falkensee

Welch Gegensatz zur vorherigen Ausstellung, die multimedial für Furore sorgte. Bilder, Videos und Installationen von Monika Funke-Stern waren zu sehen. Die international gefragte Künstlerin, die seit Jahren in Falkensee wohnt, war auch zur Ausstellung gekommen. Den Sandmann kannte die Frau aus dem tiefsten Westen eigentlich nicht, als Filmemacherin interessierte sie sich jedoch sehr für den kleinen Kerl. Auf einem Fernsehgerät laufen in der aktuellen Ausstellung nicht nur bekannte Abendgruß-Sequenzen mit dem Sandmann, sondern da ist auch ein Film zu sehen, der zeigt, wie die Trickfilmer die Figuren bauten und den Film drehten.

Episoden des Sandmann-Experten Winfried Kujas

Wer wollte, konnte zur Ausstellungseröffnung aber auch seine Fragen an Winfried Kujas richten, der seit 1961 beim DDR-Kinderfernsehen für das Sandmännchen zuständig war. Der 75-Jährige weiß so ziemlich alles über die Figur. Er führt ehrenamtlich die Sandmannstudio- und Trickfilm GmbH Berlin, er bestückt mit tausenden Originalobjekten Ausstellungen in Ost und manchmal auch in West. "Vor allem in der Nähe der ehemaligen Grenze ist der Abendgruß populär", hat er festgestellt, tausende pilgerten in die Ausstellungen in Goslar oder Braunschweig.

Nach Falkensee ist er gern gekommen, hat 129 Puppen und Tiere sowie 75 verschiedene Sandmannfahrzeuge oder Fortbewegungsmittel mitgebracht. "Nur mit Fahrzeug ließ sich die Bewegungsvielfalt des Sandmanns ja nicht beschreiben", erklärt er mit Blick auf Surfbrett, Elefant und fliegenden Teppich. Seit 1959 flimmert der Sandmann über die Bildschirme, ein Jahr später fuhr der Gute-Nacht-Sager das erste Mal mit einem Auto vor. Das rote Holzmodell von damals ist in der Falkenseer Ausstellung zu sehen. Und auch hier konnte Kujas eine Episode erzählen, als es nämlich nach der ersten Ausstrahlung aufgeregte Anrufe gab: Die Filmemmacher hatten den Sandmann mitten auf der Kreuzung anhalten und aussteigen lassen. Das durfte natürlich nicht sein.

Ausstellungseröffnung mal anders

Museumsleiterin Gabriele Helbig konstatierte am Freitag eine eher ungewöhnliche Ausstellungseröffnung mit so vielen kleinen, quirligen Kindern. Aber immerhin, so etwas wie Musik gab es auch: Als nämlich Winfried Kujas nach dem Sandmannlied fragte, fielen die kleinen und vor allem die großen Besucher textsicher ein.

Von Marlies Schnaibel

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