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Sanierung der Weinbergschule verschoben

Rathenow Sanierung der Weinbergschule verschoben

Kurz bevor es losgehen sollte, ist die Sanierung der Weinbergschule noch einmal verschoben worden. Dabei hatten die Lehrer und Erzieherinnen den Umzug, wie von der Stadtverwaltung empfohlen, schon weitestgehend vorbereitet. Nun ist an der Schule der Frust über die Hängepartie groß.

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Die Aula der Weinbergschule sollte als Zwischenlager für die Umzugskartons dienen. Nun wird sie frei geräumt. Die Kartons kommen in einen leer stehenden Klassenraum.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Es geht momentan drunter und drüber in der Stadt Rathenow. Vor allem bei den geplanten Investitionen in die Bildungsinfrastruktur verschiebt sich einiges: Bauprojekte werden teurer, Termine werden zurückgenommen, Zusagen nicht eingehalten. Leidtragender des Tohuwabohus ist vor allem die Weinberg-Grundschule. Weil der Kita-Neubau in der Saarstraße erheblich teurer wird als angenommen, wird kurzfristig Geld für die Schulsanierung umgelenkt, um die Finanzierungslücke bei der Kita zu schließen. Das hat zur Folge, dass Start der Sanierung von Haus 2 der Weinberg-Grundschule sich von jetzt auf den kommenden Februar verschiebt.

Der Frust bei den Mitarbeitern der Weinberg-Schule über diese Entscheidung ist groß. Seit Monaten arbeiten sie auf den Sanierungsstart hin. Und haben nach den Vorgaben der Stadt längst mit den Umzugsvorbereitungen begonnen. Haus 2, so der ursprüngliche Plan, sollte bis zum Baustart im Sommer leergezogen sein, um dort freie Bahn für die Bauleute zu schaffen. Jetzt heißt es plötzlich Kommando zurück, was in der Belegschaft der Schule für beträchtlichen Ärger sorgt.

Karen Seeger, die stellvertretende Schulleiterin der Weinbergschule, machte ihrem Ärger und dem der Kollegen in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend Luft. „Die Stadt hält sich nicht an Termine und wir müssen es ausbaden“, klagte sie. Seit Wochen arbeiteten die Mitarbeiter auf den Tag X hin, und nun heiße es, der werde erst einmal verschoben. Hunderte Kisten seien gepackt worden, die Pläne für die Bauzeit stünden, und nun werde man wieder hingehalten.

Ärger über mangelhafte Kommunikation

Zu der Enttäuschung über den verschobenen Baubeginn gesellt sich Zorn über die Informationspolitik der Stadt. Erst zwei Wochen nach der Entscheidung, den Baustart zu verschieben, sei die Schulleitung darüber informiert worden. In diesen zwei Wochen seien Kisten gepackt und Möbel geschleppt. „Das wenigstens hätte man uns ersparen können, wenn man rechtzeitig mit uns geredet hätte“, so Seeger.

Jörg Zietemann entschuldigte sich für diese verzögerte Information. Die Kommunikation zwischen Verwaltung und Schule hätte besser laufen müssen, gab er zu. Doch er erklärte auch, dass es zu der jetzt gefundenen Lösung, so unangenehm sie für die Weinbergschule sei, keine Alternative gebe. Um die Kita und das dafür bewilligten Fördergeld zu retten, habe man den Weinberg-Umbau zurückstellen müssen. Die Kostensteigerung beim Kitabau sei für die Stadt nicht vorhersehbar gewesen.

Nun soll die Sanierung der Weinbergschule im kommenden Februar beginnen. Theoretisch könnten die leergeräumten Klassen- und Horträume in Haus 2 nun wieder hergerichtet werden. Dann müssten für die Dauer von ein paar Monaten hunderte Kartons wieder ausgepackt werden. Das aber soll nicht geschehen. „Wir haben uns entschlossen, den Umzug der Klassen wie geplant zum neuen Schuljahr durchzuziehen“, so Karen Seeger. Alle Schüler würden in Haus 1 untergebracht, nur der Hort bleibe in Haus 2. „Wir machen das jetzt, denn einen Umzug im während des laufenden Schulbetriebs wollen wir Kindern und Lehrern nicht zumuten“, sagt sie. Schön sei es nicht, dass der Betrieb nun einige Monate länger in beengten Verhältnissen erfolgen müsse. „Aber es ist leider nicht zu ändern.“

Sanierung in Etappen

Die Sanierung des Schulstandorts Weinberg soll bei laufendem Betrieb erfolgen. Das macht es erforderlich, die Arbeiten etappenweise anzugehen. Zuerst soll Haus 2 in Angriff genommen werden. Die Schüler werden vorher in Haus 1 umgesiedelt. Der Platz dort reicht so gerade, allerdings müssen fast alle Fachräume für diese Übergangsphase in Klassenräume umgewandelt werden. Außerdem werden viele Räume doppelt genutzt werden – als Klassen- und Horträume.

Nach Abschluss der Sanierung in Haus 2 zieht die gesamte Schule samt Hort in die neuen hergerichteten, damit die Arbeiten in Haus 1 beginnen können.

Die Sanierung der Schulgebäude sollte ursprünglich im Sommer 2018 abgeschlossen werden. Der Termin wird wegen der Verschiebung des Sanierungsbeginns nicht zu halten sein.

Von Markus Kniebeler

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