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Havelland Sanitätshaus mit Tradition
Lokales Havelland Sanitätshaus mit Tradition
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20:04 06.02.2018
Georg Friedenberger (rechts) mit Prokuristin  Anja Nölte und Technikleiter Michael Spiewack (links). Sein Sanitätshaus besteht seit 40 Jahren. Quelle: Norbert Stein
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Rathenow

Bandagen, Rollstühle, Prothesen, Pflegemittel, Einlagen und andere orthopädische Hilfsmittel gehören zum langen und erfüllten Berufsleben von Georg Friedenberger. Der Orthopädiemechanikermeister hat mit seiner Arbeit und seinem Wissen sehr vielen Menschen geholfen ein erträgliches Leben führen zu können oder ihre Leiden zu mindern.

Start am ersten Februartag

Seit nunmehr 40 Jahren gehört das Sanitätshaus Friedenberger zum Rathenower Geschäftsleben. Es war im Jahr 1978 am 1. Februar – damals hat Georg Friedenberger das Unternehmen übernommen. „Es war nicht immer einfach, aber dennoch bin ich zufrieden“, sagt er zurückblickend.

Neue Chancen

Mit dem Jahr 1989 gab es auch für Friedenbergers Unternehmen neue Entwicklungschancen. Das Sanitätshaus und die Werkstatt in der Berliner Straße 60 wurden ausgebaut und erweitert.

Das Werkzeug des Orthopädiemechanikers. Quelle: Peter Geisler

In Premnitz und Tangermünde wurden Filialen eingerichtet. „Das Sanitätshaus hat 22 Mitarbeiter und wird 2018 auch wieder ausbilden“, sagt Prokuristin Antje Nölte. Sie und Michael Spiewack – er ist der technische Leiter – arbeiten an der Seite von Georg Friedenberger, dem Geschäftsführer eines Sanitätshauses mit Geschichte.

Anfang liegt länger zurück

Gegründet wurde die orthopädische Einrichtung Mitte des 19. Jahrhunderts. 1952 wurde Richard Neumann Inhaber und zog mit dem Geschäft samt Werkstatt aus der Berliner Straße 4 in das Gebäude einer ehemaligen chirurgischen Privatklinik in der Berliner Straße 60, wo sich immer noch der Stammsitz des Sanitätshauses befindet.

Die Ausbildung

Bei Richard Neumann ging Georg Friedenberger von 1953 bis 1956 in die Lehre. Als junger Orthopädiemechaniker machte er seine ersten Schritte ins Berufsleben. Er ging ins Oberlinhaus Potsdam und ließ Wanderjahre folgen, die ihn unter anderem nach Leipzig und Dresden führten. 1960 kehrte Georg Friedenberger nach Potsdam zurück. Er qualifizierte sich zum Meister, arbeitete wieder im Oberlinhaus, wurde Leiter der Orthopädiewerkstatt und machte sich besonders um die Ausbildung von Gesellen verdient. Eine gute berufliche Nachwuchsausbildung war und ist ihm wichtig. Sie gehört zu seiner Berufsphilosophie.

Wanderjahre in Afrika

Im Jahr 1975 ging Georg Friedenberger für drei Jahre nach Guinea. Er arbeitete in dem westafrikanischen Staat, half beim Aufbau einer Orthopädiewerkstatt und lernte ein Leben fernab des europäischen Wohlstands kennen. Seine Afrika-Zeit hat Georg Friedenberger niemals vergessen, sie prägte den Mann mit sozialer Lebenseinstellung.

Rollatoren gehören auch zum Programm im Sanitätshaus Friedenberger. Quelle: ZB

Neubeginn in Rathenow

Im Jahr 1977 bekam Friedenberger in Guinea die Nachricht, er solle bei seinem nächsten Urlaub nach Rathenow kommen. So hat er es gemacht und bekam in seiner Heimatstadt das Angebot, die Orthopädiewerkstatt von seinem Ausbilder Richard Neumann zu übernehmen. Er musste nicht lange überlegen, willigte ein und eröffnete 1978 am ersten Februartag das Sanitätshaus Friedenberger.

Kundengespräche

Seither hat sich vieles verändert. Die medizinische und technische Entwicklung eröffnen auch dem Sanitätshaus immer wieder neue Möglichkeiten. Das Gespräch mit dem Kunden ist für Georg Friedenberger und seinem Team aber das Wichtigste.

Und der Ruhestand?

Ist Ruhestand ein Thema? Noch nicht, Georg Friedenberger bereitet allerdings den Geschäftsübergang auf die Folgegenerationen vor. Von seinem Beruf kann er nicht lassen. Er betreut auch noch einige Patienten, die dem Geschäft schon sehr lange die Treue halten. Und so kennt sich Friedenberger mit Krankheiten aus, die eigentlich nicht mehr auftreten. Polio zum Beispiel. Friedenberger weiß noch, wie man Orthesen anfertigt, mit denen Polio-Gelähmte wieder laufen können.

Die Schatzkammer

Eine Schatzkammer ist der Raum, in dem die alten Geräte, Werkzeuge und Produkte liegen. Fast ein kleines Museum. Das ist sein Hobby. Friedenberger, der nach wie vor gerne Langlaufski unterschnallt hat seine soziale Ader nie verleugnet. Er ist Mitglied im Rotary-Club.

Arbeit statt Feier

Eine ausgiebige Feier soll es zum 40-Jährigen nicht geben. Das Team aus dem Sanitätshaus machte am Jubiläumstag das, was es am besten kann – arbeiten.

Von Norbert Stein

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