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Saunaschließung bewegt den Ausschuss

Premnitz Saunaschließung bewegt den Ausschuss

Im Ausschuss für Soziales und Finanzen der Stadt Premnitz war am Dienstagabend die drohende Schließung des Indoor-Bereiches am Freiband mit Sauna und Fitness erstmals ein Thema. Das Unternehmen Family Fitness hat seinen Betreibervertrag zum Jahresende gekündigt. Über 40 Saunagänger kamen, um die Sitzung zu verfolgen.

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Gut 40 Besucher, sehr wahrscheinlich alles Saunagänger, kamen zur Sitzung des Premnitzer Sozialausschusses.
 

Quelle: Bernd Geske

Premnitz.  Die Anzeichen deuten darauf hin, dass ab Januar der Indoor-Bereich am Premnitzer Freibad mit Fitness und Sauna geschlossen sein wird. Das Unternehmen Family Fitness hat seinen Betreibervertrag zum Jahresende gekündigt. Die Stadt hat einen neuen Betreiber gesucht, aber nicht gefunden. Am Dienstagabend ist das Thema im Ausschuss für Soziales und Finanzen erstmals besprochen worden, gut 40 Besucher kamen – dem Bekunden nach Saunagänger.

Saunagänger finden die Kündigung nicht nachvollziehbar

Zwei Vertreter der Kundengruppe sprachen zu Beginn. Sie könnten die Kündigung nicht nachvollziehen, teilten sie mit. Zeitweise sei die Sauna „recht gut gefüllt“. Sollte die Stadt den Erhalt nicht in den Griff bekommen, würde das „eine Schande“ sein. Den in Rede stehenden jährlichen Fehlbetrag von 36 000 Euro bezeichnete ein Sprecher als „Pillepalle“, diese verhältnismäßig geringe Summe könne nicht als Grund dafür herhalten, die Sauna zu schließen.

André Niezijewski, Geschäftsführer von Familiy Fitness, sagte, der Indoor-Bereich habe rund 2000 Euro Defizit im Monat eingebracht. Für Premnitz seien gegenwärtig 82 Mitglieder eingetragen. Die Zahl der Saunabesucher sei rückläufig. Eine positive Entwicklung sei nicht gegeben, die finanzielle Lage für das Unternehmen lang- und mittelfristig nicht tragbar. Mathias Hohmann, Chef der Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz, sagte, die Stadt habe ihn gebeten, eine Lösung für die Sauna zu finden. Bei einem Defizitausgleich von 30 000 Euro pro Jahr könne er sich vorstellen, den Indoor-Bereich mit deutlich geringeren Öffnungszeiten zu betreiben. Eine Voraussetzung dafür sei aber, dass sich ein Verein gründet, der sich um das Betreiben des Objektes kümmert.

Keine Entscheidung bis zur Stadtverordnetenversammlung

Der Ausschussvorsitzende Christian Peter (CDU) resümierte, die Verwaltung solle prüfen, welcher Zuschuss für den Indoor-Bereich möglich sei, und „die Saunisten“ müssten klären, wie sie sich einbringen können. Sicher sei aber, befand Peter, dass die Frage „nicht heute, nicht im Hauptausschuss und nicht in der Stadtverordnetenversammlung“ entschieden werde. Da die SVV erst am 15. Dezember tagt, ist ein nahtloses Offenhalten der Sauna kaum zu erreichen.

Von Bernd Geske

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