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Havelland Der Mann von Milow ist zurück
Lokales Havelland Der Mann von Milow ist zurück
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17:50 30.03.2014
Holger Schiebold (links) und Winfried Ganzer mit der Schädelreplik. Quelle: N. Stein
Milow

Sicher aufbewahrt ist die Nachbildung in einer Vitrine, deren Enthüllung der Höhepunkt eines Festes „Uhr auf Natur“ war. Im Besucherzentrum wurde die Saison eröffnet. Rund 80 Besucher waren aus diesem Anlass in das Besucherzentrum gekommen. Begrüßt wurden sie von René Riep, der Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes Westhavelland und Leiter der Naturparkausstellung ist. „Nachdem die Ausstellung in den letzten zwei Jahren erweitert und neu gestaltet wurde, ist der Mann von Milow nun eine weitere Bereicherung zur Regionalgeschichte im Besucherzentrum“, sagte Riep. Sein Dank galt insbesondere dem Kulturverein Milower Land. Dessen Vorsitzender Winfried Ganzer blickte zurück auf die letzten Monate, in denen mit Hilfe zahlreicher Sponsoren die Nachbildung des Schädels erfolgreich realisiert wurde.
Begonnen hat alles vor 18 Monaten, als Holger und Sigrid Schiebold das Archäologische Landesmuseum im Paulikloster in Brandenburg besichtigten. „Meine Frau hat beim Rundgang den Mann von Milow entdeckt“, sagte Holger Schiebold, der als Gemeindevertreter den Tourismusausschuss Milower Land leitet. „Mir war sofort klar gewesen, dass der Mann von Milow in irgendeiner Form wieder nach Milow gehört.“
Schiebold und Ganzer drückten gemeinsam mit Landrat Burkhard Schröder auf einen Knopf, mit dem sie einen Film über den Mann von Milow starteten. Zuvor hatten Schröder und Felix Menzel, Bürgermeister in Milower Land, die touristische Bedeutung des Steinzeitmannes für die Region hervorgehoben.
Entdeckt wurde der „Mann von Milow“ aber von Wolfgang Bünnig 1967 bei Schachtarbeiten für eine Wasserleitung. Bünnig war damals 16 Jahre alt. Er ist Archäologe geworden und arbeitet heute bei der Unteren Denkmalschutzbehörde der Kreisverwaltung Havelland. Bei den Bauarbeiten vor 47 Jahren wurde auf dem Grundstück Ernst-Thälmann-Straße 5 (heute Stremmestraße) eine Grabstelle entdeckt. Nachdem der Fund dem Museum für Uhr- und Frühgeschichte gemeldet worden war, erfolgte eine Notgrabung. Dabei kamen die Reste eines in linker Hocklage befindlichen Skeletts zutage. Die unteren Knochen lagen tiefer. Der Schädel und das Beigefäß waren schon nicht mehr in ihrer ursprünglichen Lage. Anhand einer beigegebenen Tasse gelang es, den Fund dem Frühsteinzeitalter zuzuordnen. Seit 2008 befinden sich die Originalfunde im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg an der Havel. Das Gesicht des Mannes wurde im Jahr 2006 in Zusammenarbeit zwischen der Charité Berlin und dem Landeskriminalamt Brandenburgs erfolgreich rekonstruiert.
Mit Hilfe neuster wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden wurde schließlich festgestellt, dass der „Mann von Milow“ etwa 1,65 Meter groß gewesen ist und einen ziemlich müden Eindruck machte.

Von Norbert Stein

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