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Schätze aus Nachbars Vorgarten

Falkensee Schätze aus Nachbars Vorgarten

Buntes Treiben herrschte am Sonnabend in den Straßen und Vorgärten des Falkenseer Stadtteils Finkenkrug. Mehr als 50 ansässige Familien hatten ihre Dachböden, Garagen und Keller entrümpelt und boten ihren Trödel beim ersten Stadtteilflohmarkt in den eigenen Vorgärten an.

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Familie Kramer hatte sichtlich Spaß an dem kunterbunten Flohmarkttag im eigenen Vorgarten.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. Buntes Treiben herrschte am Sonnabend in den Straßen und Vorgärten des Falkenseer Stadtteils Finkenkrug. In kleinen Grüppchen zogen Freunde, Familien und echte Trödelprofis durch die Straßen – immer auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen. Egal, ob nun altes Geschirr, Rollerskates oder längst ausgelesene Bücher – mehr als 50 Finkenkruger Familien hatten ihre Dachböden, Garagen und Keller entrümpelt und boten ihren Trödel beim ersten Stadtteilflohmarkt in den eigenen Vorgärten an. Selbstgemalte Plakate an Zäunen und Toren wiesen die kleinen Verkaufsstände aus, die im Laufe des Nachmittags immer leerer wurden.

Sichtlich Spaß an der ganzen Aktion hatte Emilian Kramer, der gemeinsam mit Bruder Finn und Mutter Alexandra alte Spiele, Figürchen und Selbstgebasteltes anbot. Seine Kunden hatte der Nachwuchströdler im roten Trikot voll im Griff. „Ich habe heute schon richtig gut verkauft“, berichtete Emilian freudestrahlend. Und auch Mama Alexandra zeigte sich begeistert. „Ich habe einfach keine Zeit mit meinen Sachen auf den Flohmarkt zu gehen. Aus dem eigenen Garten zu verkaufen, ganz ohne Stress, ist natürlich eine Top-Gelegenheit“, sagte die Finkenkrugerin. Einige Häuser weiter in der Karl-Marx-Straße hatten auch Julia und Robin Handke gut zu tun. „Auf dem Flohmarkt verkaufen wir sonst nie – das ist mit Kindern eben schwierig. Hier im eigenen Garten können sie spielen und wir haben sie immer im Blick“, so Julia Handke und wendet sich wieder ihrem Kunden zu.

Im Blick hatte am Sonnabend auch Gabriele Neumann drei Fotos auf Leinwand in der Meisenstraße 38. „Ich war einkaufen und habe durch Zufall das Schild gesehen. Ich gehe leidenschaftlich gerne auf Flohmärkte in Berlin oder am Havelpark – und leider finde ich immer etwas“, lacht die Falkenseerin. „Dass es einen Flohmarkt quasi direkt vor meiner Hautür gibt, ist schon toll. Außerdem muss ich gestehen, dass mich der Gartenteich im Vorbeigehen schon immer interessiert hat – von Nahem ist er sogar noch schöner“, sagte Neumann und verließ den Garten mitsamt der Fotografien. Auf einem Klappstuhl im Schatten hatte es sich Andrea Segelcke gemütlich gemacht. „Ich komme eigentlich aus Elstal, da ich aber Freunde hier in der Meisenstraße und jede Menge Trödel habe, ist das die Gelegenheit für mich“, so Segelcke. „Ich habe schon auf richtigen Flohmärkten verkauft, was allerdings mit viel Stress und teuren Standgebühren verbunden ist. Hier geht es mir gar nicht so sehr ums Verkaufen, sondern eher darum Spaß zu haben und einen schönen Tag mit Freunden zu verbringen“, so die Elstalerin.

Mit vollen Fahrradkörben, der neuen Obstschale unterm Arm und großen Taschen über der Schulter spazierten die erfolgreichen Trödler am späten Nachmittag gemütlich nach Hause. „Wir kommen aus Falkenhain und kennen den Stadtteilflohmarkt schon aus Waldheim. Wir haben heute viel Spaß gehabt, vor allem die Kinder“, so Jana Petracek und lässt ihren Blick noch einmal schnell über den Hof von Familie Kiefer in der Ringstraße schweifen. „Wir sind viele Vorgärten abgelaufen und haben das Trödeln heute mit unserem Spaziergang verbunden“, so die 33-Jährige, deren Kinder bereits in Richtung Spielplatz drängen. Der „Feuri“ an der Ringstraße ist für viele Familien Schlussetappe des Stöbernachmittags, bevor es gilt, die neuen, alten Sachen nach Hause zu bringen.

Von Laura Sander

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