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Schauspiel für Kinder im Kulturhaus Rathenow

Theaterstück „Draußen bleiben“ Schauspiel für Kinder im Kulturhaus Rathenow

Das Kulturzentrum Rathenow hat am Dienstag die Bühne des Theatersaals umgebaut, um dort das Schauspiel „Draußen bleiben“ für Kinder zu zeigen. Links saß das 60-köpfige junge Publikum, rechts agierten die Schauspieler. Es ging um einen zehnjährigen Jungen in schwierigen Familienverhältnissen, der eine Lebensentscheidung zu treffen hat.

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Der Junge Roman fasst schnell Vertrauen zur Zugbegleiterin Sarah.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Leichte Kost war es nicht, die das Theater der Altmark aus Stendal am Dienstag seinem jungen Publikum im Kulturzentrum Rathenow geboten hat. „Draußen bleiben“ heißt das Schauspiel für Kinder von neun Jahren an, geschrieben von Michael Müller und inszeniert von Jürg Schlachter. Es geht um den zehnjährigen Jungen Roman, der mit seiner Familie in schwierigen Verhältnissen lebt. Auf einem Bahnsteig trifft er die Zugbegleiterin Sarah, fasst Vertrauen zu ihr und nimmt aus der Begegnung eine wichtige Erkenntnis mit, die sein ganzes Leben beeinflussen wird.

Die zuhörenden Mädchen und Jungen fanden sich in einer besonderen Atmosphäre wieder, weil ihre Sitzreihen ausnahmsweise auf der Bühne des Theatersaals platziert worden waren. Das war angebracht, weil dieses „Klassenzimmerstück“ nur für kleinere Gruppen vorgesehen ist und sorgte für große Nähe: Links das 60-köpfige Publikum, rechts direkt davor die Schauspieler.

Der zehnjährige Roman lebt in einer schwierigen Hartz-IV-Familie

Der Junge Roman lebt in einer Hartz-IV-Familie. Sein Vater ist lange fort, seine Mutter hat immer Rückenschmerzen und sitzt nur vor dem Fernseher, ihr jetziger Mann schreit herum, oft muss sich Roman um seine kleine Schwester Sina kümmern. Dann bekommt er, der für sein Leben gern singt, die Chance, seinen Traum zu verwirklichen und in den Thomanerchor aufgenommen zu werden. Seine Mutter sagt: „Das schaffst du sowieso nicht.“ Soll er von zu Hause fortgehen oder nicht? Zugbegleiterin Sarah, die ihm aufmerksam zuhört und auch etwas aus ihrem Leben erzählt, verhilft dem hin- und hergerissenen Jungen am Ende zur richtigen Erkenntnis.

„Wir finden es wichtig, den Kindern auch im Theater nicht immer nur die heile Welt zu zeigen“, sagt Sylvia Wetzel vom Kulturzentrum. Es wäre gut, wenn noch mehr Lehrer mit ihren Schülern die angebotenen Stücke annehmen würden. Man komme aber sicher nicht darum herum, vor und nach dem Stück mit den Mädchen und Jungen darüber zu sprechen.

Von Bernd Geske

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