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Scheunenkultur feiert Premiere

Garlitz Scheunenkultur feiert Premiere

Garlitz im Luch ist im gesamten Havelland bekannt für seine kulturelle Vielfalt. Am nun bevorstehenden Wochenende kommt mit der Scheunenkultur auf dem hiesigen Biohof eine weitere beachtenswerte Veranstaltung zum ohnehin schon vollen Terminkalender hinzu. Für Besucher wird es Musikalisches und

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Michael Rettig und Miran Zrimsek gestalten bei der Scheunenkultur auf dem Garlitzer Biohof den Samstagabend mit Klavier und Cello musikalisch.
 

Quelle: Norbert Stein

Garlitz.  Garlitz im Luch ist im gesamten Havelland bekannt für seine kulturelle Vielfalt. Am nun bevorstehenden Wochenende kommt mit der Scheunenkultur auf dem Biohof Garlitz, Neues Ende 14, eine weitere beachtenswerte Veranstaltung zum ohnehin schon vollen Terminkalender hinzu.

Im vergangenen Jahr bereits haben der Schauspieler Raimund Groß und der Pianist Michael Rettig das Projekt „Scheunenkultur“ aus der Taufe gehoben. Groß lebt seit einigen Jahren in Garlitz, tourt mit seinem Literaturprogramm durch die halbe Republik, ist in Ribbeck künstlerischer Stammgast und findet dennoch Zeit, mit den Dorfbewohnern das Theaterstück „Die Schlacht um Garlitz“ zu inszenieren. Der Pianist Michael Rettig ist in den Ferien oft in Garlitz und bringt in diesem Jahr seinen Cellopartner Miran Zrimsek mit. Zusammen sorgen sie nun auf dem Biohof für Scheunenkultur.

An zwei Abenden – jeweils um 20 Uhr – wird die Scheune nun also zur Kulturstätte. Den Auftakt macht am Freitag, 26. August, Raimund Groß mit seinem Stück „Spinners Traum“. Der Schauspieler (ver-)führt die Besucher hier nach Berlin: Es ist Montagmorgen in Kreuzberg am hippen Bergmannkiez. Genauer gesagt am Marheinekeplatz, einer für den Helden des Stückes langsam unbezahlbaren, aber für ihn bequemen Wohngegend. Er möchte hier nicht weg.

Der Held in „Spinners Traum“ begibt sich also auf einen Ritt quer durch die Hauptstadt. Er ist auf der Suche. Diese führt ihn – auf seiner mit allerlei Absurditäten gespickten Reise – bis in den Bundestag. Denn hier wird er gebraucht – glaubt er zumindest. Er wird gebraucht als Experte für visionäres Denken. Denn die Zeiten Helmut Schmidts, in den der Ausspruch „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“ salonfähig waren, sind nun wirklich lange vorbei. So nimmt Raimund Groß am Freitagabend die Besucher in der Scheue also mit auf ein spannendes, kabarettistisches Roadmovie durch die Bundeshauptstadt.

Am darauf folgenden Samstagabend laden Michael Rettig am Klavier und Miran Zrimsek am Cello zu einer musikalischen Reise ein. „Nachthimmel“ heißt ihr Stück, in dem sich die beiden Künstler auf Spurensuche einer zeitgenössischen Romantik begeben. Das tun sie auf eine ganz besondere Weise – melodiös, lyrisch und neoklassisch.

Ihre Musik ist inspiriert von Komponisten wie Arvo Pärt, Philipp Glass oder Eleni Karaindrau. Sie sucht die Berührungspunkte zwischen Minimalismus und Avantgarde, zwischen klassischer Kammermusik und ambitioniertem, heutigem Pop.

Michael Rettig beschäftigt sich mit spätromantischer und zeitgenössischer Klaviermusik. Er schreibt Theaterstücke und Bühnenmusiken. Miran Zrimsek, geboren in Mostar in Bosnien-Herzegowina hat in Sarajevo und Bremen Cello studiert. Er ist Preisträger des internationalen Val-Tidone-Musikwettbewerb.

Der Eintritt bei der Scheunenkultur an diesem Wochenende ist für Besucher an beiden Abenden kostenfrei, Spenden für die Veranstalter und die Organisation sind aber gern gesehen.

Von Norbert Stein

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