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Havelland Eltern in Sorge: Schimmelalarm in der Kita
Lokales Havelland Eltern in Sorge: Schimmelalarm in der Kita
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00:38 30.04.2018
Eröffnet wurde das Kita-Gebäude in Ständerbauweise am 4. Januar 2010. Platz ist dort für 129 Kinder. Quelle: Andreas Kaatz
Brieselang

Hinter den Türen ist das Brummen der Filtergeräte zu hören. Hinweiszettel an den Türen weisen die Eltern darauf hin, dass die Räume gesperrt sind. Und das schon seit Anfang September vorigen Jahres.

Die jüngsten zehn Kinder der Brieselanger Kita „Birkenwichtel“ mussten damals umziehen. Denn in ihren Räumen wurde hinter der Scheuerleiste Schimmel entdeckt. Ein Problem, das die Gemeinde, Erzieherinnen und Eltern wohl noch eine Weile beschäftigen wird.

Sanierungskonzept wird entwickelt

„Wir sind derzeit dabei, ein Sanierungskonzept zu entwickeln“, sagt Thomas Lessing, zuständiger Fachbereichsleiter der Gemeinde. Dabei geht es allerdings nicht nur um die Räume der Jüngsten und drei weitere Zimmer, die zumindest noch eingeschränkt nutzbar sind. Vielmehr muss das ganze Kita-Gebäude betrachtet werden.

Dabei ist das Haus noch gar nicht so alt, Anfang 2010 wurde es erst eröffnet. Doch es weist gravierende Mängel auf. „Zwischen Bodenplatte und Bodenaufbau ist die Isolierung mangelhaft, so dass von außen Wasser eintritt“, sagt Lessing. Das fand ein Bauingenieur heraus, den die Gemeinde schon im August beauftragt hatte. Anlass waren verdächtige schwarze Punkte an der Wand, die die Erzieherinnen bei der alljährlichen Grundreinigung im Sommer an einer Stelle kurz über dem Boden entdeckt haben.

Die Jüngsten wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt

„Da hatten wir noch nicht vermutet, dass es solche Ausmaße annimmt. Wir mussten dann zusammenrücken“, sagt Kerstin Remp. So wurden die Jüngsten auf die zwei Gruppen mit älteren Krippenkindern aufgeteilt. Man kennt sich ohnehin vom Früh- und Spätdienst.

Und wenn mal ein Kindergeburtstag ansteht, oder beim Spielen, dann sind die Kleinen auch mal unter sich. „Der Gemeinschaftssinn bleibt erhalten“, meint Kerstin Remp. Trotz der besonderen Situation halte man am halboffenen Betreuungskonzept fest.

Noch ist völlig offen, wie lange die Kita mit den Kompromissen leben muss. Denn die Sanierung lässt sich nicht von heut’ auf morgen umsetzen. Wie sich herausgestellt hat, ist im gesamten Haus zwischen Bodenplatte und Bodenaufbau Feuchtigkeit eingezogen, die auch schon die Innenwände in Mitleidenschaft gezogen hat.

Ein Teil davon muss voraussichtlich bis in eine Höhe von 50 Zentimeter ab Bodenplatte ausgetauscht werden. Erst einmal soll aber die bereits begonnene Außenabdichtung rund ums Haus beendet werden. Sofern das Wetter es zulässt, geht es weiter.

Sanierung soll bei laufendem Betrieb erfolgen

„Wir werden bei der Sanierung, die während des Betriebs erfolgen soll, abschnittsweise vorgehen“, kündigt Thomas Lessing an. Dazu ist geplant, dass eine mobile Übergangslösung – Container oder ähnliches – neben der Kita entsteht, um die entsprechenden Bereiche zwischenzeitlich freiziehen zu können.

Wann diese verfügbar ist, steht aber noch nicht fest, zumal eine Baugenehmigung erforderlich sei, so Lessing. Offen ist auch noch die Kostenfrage. „Wir haben als Gemeinde Schadenersatzansprüche gestellt“, sagt der Fachbereichsleiter.

Im ständigen Kontakt mit den Behörden

Laut Lessing sei man in ständigem Kontakt mit den Behörden. So hatte man auch gleich zu Beginn das Gesundheitsamt und das Bildungsministerium über den Schimmelfund informiert. Ebenso wurden die Eltern umgehend in Kenntnis gesetzt, heißt es. „Sie haben sehr gefasst reagiert“, sagt Kerstin Remp. Zudem fand eine Elternversammlung statt, und es gibt regelmäßig Informationen zum Stand der Dinge.

Das soll auch künftig so sein. Derweil werden weiterhin in regelmäßigen Abständen Messungen der Luft erfolgen, um die Schimmelpilzbelastung zu kontrollieren.

Von Andreas Kaatz

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