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Schlaglochpiste in Nauen soll erneuert werden

Havelland Schlaglochpiste in Nauen soll erneuert werden

Die Stadt Nauen will die Hamburger Straße ab nächstem Jahr umfassend erneuern. Weil die Straße monatelang als Umleitungsstrecke während der B 5-Erneuerung diente, hat sich ihr Zustand rapide verschlechtert. In einigen Abschnitten reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Voraussetzung für den Ausbau ist aber, dass die Kommune Fördermittel bekommt.

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Die Hamburger Straße hat in der Zeit als Umleitungsstrecke stark gelitten – vor allem im westlichen Abschnitt.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Die runderneuerte B 5-Ortsumgehung ist seit ein paar Wochen freigegeben. Doch wenn die Autofahrer auf der Hamburger Straße unterwegs sind, werden sie immer noch an die Baumaßnahme erinnert. Grund sind die zahlreichen Schlaglöcher im Fahrbahnbelag, denn die Strecke diente während der überlangen Bauzeit als Umleitung. Wegen des schlechten Zustandes will die Stadt die Hamburger Straße jetzt grundhaft erneuern.

Eines ist aber schon jetzt klar: Ohne Fördermittel wird dies nicht funktionieren. „Damit steht und fällt die Realisierung“, machte Bauamtsleiter Stefan Lux jetzt deutlich. Erste vorsichtige Kostenschätzungen gehen von einem Gesamtvolumen von 3,1 Millionen Euro aus. Dabei sind laut Lux 1,8 Millionen Euro als Förderung eingeplant. Weil die Straße als Umleitungsstrecke diente, hofft man, gute Chancen auf Fördermittel zu haben. Der entsprechende Antrag ist vorbereitet und mittlerweile auch schon gestellt worden.

Eine erste Planung für die Hamburger Straße liegt schon vor. Insgesamt geht es um 1200 Meter Straße zwischen dem Kreisverkehr am Luch-Center und dem Abzweig Schützenstraße. Der überwiegende Teil – etwa 1100 Meter – soll laut Planer Uwe Lehnert im Tiefeinbau erfolgen. Auf der übrigen Strecke zum Rathaus hin werde hingegen nur die Fahrbahndecke erneuert.

In Auftrag gegeben wurde auch ein Baumgutachten, wobei der Planer von einem weitgehenden Erhalt der Allee ausgeht. Nur wenige Bäume sollen gefällt werden. Die Fahrbahn wird künftig statt zehn nur acht Meter breit sein. Rechts und links soll es Grünstreifen geben und die Regelbreite der Gehwege wird zwei Meter betragen, in einigen Abschnitten aber auch mehr. Für die Radfahrer werden Streifen auf der Hamburger Straße abgetrennt, so wie es jetzt auch schon auf der Berliner Straße der Fall ist, die erst vor Kurzem erneuert worden ist.

Zudem sollen die Fußgänger in Zukunft sicherer leben. So wird beispielsweise der Fußgängerüberweg in Höhe Goetheweg erhalten bleiben. An anderen Stellen sind Querungshilfen geplant. Und wer mit seinem Auto nach links zum Aldi abbiegen will, der kann sich auf einer gepflasterten Fläche in der Fahrbahnmitte aufstellen.

„Außerdem brauchen wir in der Straße auch eine richtige Regenentwässerung, denn die funktioniert bisher nur irgendwie“, sagt Uwe Lehnert. Einen Kanal gibt es auf der gesamten Strecke derzeit nur in einigen Bereichen. Künftig nun soll ein neuer Regenwasserkanal auf der gesamten Strecke zwischen Luch-Center und Scheunenweg eingebaut werden. Neue Kanäle für Schmutz- und Trinkwasser müssen indes nicht verlegt werden, da der Wasser- und Abwasserverband Havelland (WAH) diese bereits in den Jahren 1998/99 erneuert hat.

Ebenfalls nicht angefasst werden muss die Fahrbahnbeleuchtung, denn diese ist erst vor nicht allzu langer auf LED-Licht umgestellt worden. Voraussichtlich sind lediglich vier Masten umzusetzen. Geplant ist außerdem, 43 Pkw-Stellplätze am Fahrbahnrand zu errichten, die zwischen den Bäumen angeordnet werden sollen. Dies betrifft insbesondere den Abschnitt zwischen Fontanestraße bis Scheunenweg.

Die Bauzeit wird laut Planer von der Länge her in etwa vergleichbar sein mit der bei der Erneuerung der Berliner Straße, dem vierten Bauabschnitt der B 273-Ortsdurchfahrt. Klappt es mit den Fördermitteln, könnte bereits im Frühjahr nächsten Jahres begonnen werden. Bis Mitte 2019 soll dann nach Möglichkeit alles fertig sein.

Von Andreas Kaatz

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