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Schlechte Noten von Radfahrern

Falkensee Schlechte Noten von Radfahrern

In Falkensee wird viel Rad gefahren. Trotzdem belegte die Stadt den letzten Platz der brandenburgischen Städte, wenn es um Fahrradfreundlichkeit geht. Der ADFC hatte Kommunen deutschlandweit bewerten lassen und sieht in Falkensee vor allem Kritikwürdiges.

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Radfahrer erobern in Falkensee den Straßenraum.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Die Stadt Falkensee ist Schlusslicht, wenn es um Fahrradfreundlichkeit geht. Sie belegte in Brandenburg den letzten Platz in einer Umfrage des ADFC, deutschlandweit belegte sie Platz 348 von 364 Städten in der Größenordnung bis 50000 Einwohner. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub hatte gefragt.

„Das überrascht mich überhaupt nicht“, kommentiert Ursula Nonnemacher das schlechte Abschneiden von Falkensee beim ADFC-Klimatest. Die Vorsitzende der Fraktion der Grünen in Falkensees Stadtverordnetenversammlung kritisiert: „In der SPD-geführten Verwaltung wird nur in Autokategorien gedacht.“ Allerdings sehe sie in den letzten Jahren einen vorsichtigen Mentalitätswandel. Das Thema Radverkehr wird immerhin öfter besprochen. Mehr als Ansätze kann sie aber in der Stadt nicht ausmachen.

122 Falkenseer hatten sich an der Umfrage des ADFC beteiligt. Einige Stärken wurden immerhin ausgemacht: Alle Altersgruppen fahren Fahrrad, das Stadtzentrum ist gut mit dem Rad erreichbar und Ziele sind zügig per Rad zu erreichen. Fast alle anderen Bereichen schnitten aber eher negativ ab. Schlechte Noten gab es vor allem bei den Themen: Führung an Baustellen, Werbung für das Radfahren und Angebot öffentlicher Leihfahrräder.

Insgesamt kam Falkensee auf einen Notendurchschnitt von 4,4, der bundesweite Durchschnitt lag bei 3,7.

Das Abschneiden ist kein Ruhmesblatt, das sieht man auch im Rathaus so. Hier wird das Ergebnis der Umfrage sehr gründlich ausgewertet. „Aber wir sind enttäuscht, dass wir im Ranking so schlecht abgeschnitten haben“, sagt Baudezernent Thomas Zylla (CDU). „Wir haben ein nagelneues Wegeleitsystem aufgestellt, wir haben Karten und Wegweiser geschaffen, zum Teil interaktiv“, erklärt er, all das habe sich Zum Beispiel überhaupt nicht in der Umfrage niedergeschlagen. Nach wie vor sieht die Verwaltung im Ausbau der ruhigen Anliegerstraßen auch Verbesserungen für Radfahrer, die die dortigen Fahrbahnen aktiv nutzen.

Zu den am meisten kritisierten Stellen in Falkensee gehört das Radfahren in der Falkenhagener Straße. Dort ist es nicht nur unbequem, sondern auch gefährlich für Radler. „Es ist eng, die Oberfläche ist schlecht“, weiß auch Thomas Zylla, „aber es ist eine Landesstraße und solange sich das Land nicht durchringt, da etwas zu machen, passiert nicht.“ Immerhin will die Stadt ein anderes Problemkind, die Potsdamer Straße, anpacken. „Wir beschäftigen uns demnächst mit der Planung für diese Straße“, sagt Zylla, vielleicht bringt das auch die festgefahrenen Dallgower Pläne um einen Radweg bis an die Falkenseer Stadtgrenze wieder in Schwung.

Für Schwung in der Fahrradfrage wollen auch die Grünen weiter sorgen, verspricht Ursula Nonnemacher. Die Vorschläge für ein Fahrradparkhaus am Bahnhof und für eine Fahrrad-Beauftragten in der Stadt wollen sie nicht ad acta legen. „Zukünftig werden noch mehr Falkenseer Rad fahren“, ist sich die Grünen-Politikerin sicher, schon allein durch erschwingliche E-Bikes.

Von Marlies Schnaibel

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