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„Schlechteste Sängerin“ der Welt begeistert

Rathenow „Schlechteste Sängerin“ der Welt begeistert

Im Sommer wurde das Rathenower Haveltorkino mit dem Kinoprogrammpreis ausgezeichnet. Rund 100 Filmfreunde kamen nun zur Premiere mit Regisseur Ralf Pleger, der seinen neuen Film „Die Florence Foster Jenkins Story“ persönlich vorstellte.

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Ralf Pleger mit Christl Schneewind im Haveltorkino.

Quelle: Foto: Ch. Schmidt

Rathenow. Im Sommer wurde das Rathenower Haveltorkino mit dem Kinoprogrammpreis ausgezeichnet – zu Recht. Das hat die Geschäftsführerin des Lichtspielhauses, Christel Schneewind, am Mittwochabend einmal mehr bewiesen. Der gebürtige Havelländer und inzwischen erfolgreiche Regisseur Ralf Pleger stellte seinen neuen Film „Die Florence Foster Jenkins Story“ persönlich in Rathenow vor - das letzte Mal war er als Kind im Rathenower.

Wieder einmal bot Schneewind mehr als nur eine Filmvorführung und wieder einmal strömten zahlreiche Menschen ins Kino, die von den üblichen Blockbustern kaum angezogen werden. Gut einhundert Menschen wollten den Dokumentarfilm sehen, der das Leben einer Frau zusammenfasst, die vor allem für ihren schiefen Gesang Berühmtheit erlangte.

„Ich muss sie vorwarnen. Es ist keine reguläre Dokumentation. Sie enthält unter anderem Fantasy-Elemente und vor allem ist es ein Musikfilm – in dem auch schlecht gesungen wird“, gestand Pleger seinem Publikum. Mit Basecap, Vollbart, schwarzem Jackett, Hornbrille und sympathischem Lächeln hatte er sich seinen Gästen vorgestellt, die den preisgekrönten Regisseur vermutlich alle längst kannten. Was folgte, waren 90 Minuten, in denen sich die Gäste köstlich amüsierten. Es wurde gelacht, gestaunt und am Ende begeistert applaudiert.

Vor allem die schrägen Töne der untalentierten Sängerin sorgten für Gelächter, während Spiel und Gesang der wahrhaftig begabten Joyce DiDonato in der Rolle der Foster Jenkins die Gäste berührte.
„Normalerweise rennen wir den Verleihen hinterher, um einen Film zu bekommen. Dieses Mal kam der Verleih zu uns“, erklärte Christel Schneewind nach der Vorführung ein bisschen stolz. An ihrer Seite stand Ralf Pleger, der sich sichtlich wohlfühlte und bereitwillig die Fragen der Gäste beantwortete. Dabei gab es auch viel Lob für seine Arbeit. „Ihr Film hat mich begeistert. Es war auf keinen Fall langweilig und man wirklich etwas dazu gelernt“, lobte ein Kinobesucher.

Von Christin Schmidt

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