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Havelland Schlösser und Burgen aus Kinderaugen
Lokales Havelland Schlösser und Burgen aus Kinderaugen
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00:31 30.07.2015
David (6) aus Milow griff zum Ausstellungsende noch einmal zu den Stiften. Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

„Geister, Prinzessinnen und Feen schlüpfen wieder zurück in ihre Burgen, Schlösser und Herrenhäuser – bis wir sie demnächst wiedererwecken ...“, hieß es in der Ankündigung zur Finissage der Ausstellung „Schlösser, Burgen, Herrenhäuser in Brandenburg – ihre Geschichten, Sagen, Märchen & Geister“. Der Kulturförderverein Mark Brandenburg hatte die gemeinsame Ausstellung mit dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow am 7. Juni im Chorraum der Kirche eröffnet.

Märchenerzählerin war zu Gast

Die Potsdamerin Iljana Planke erzählte zum Abschluss der Ausstellung am Sonntag Geschichten für die Gäste. Wie die von einem Prinzen, der seine richtige Braut suchte oder die Sage von einem Bauer in Milow, der einen Pakt mit einem Kobold schloss. Die Märchenerzählerin ist in Rathenow geboren und Premnitz aufgewachsen. Nach ihrer Lehre zur Baumalerin folgte die Ausbildung zur Heilerzieherin und später zur Heilpraktikerin. „Es gibt viele traditionelle Märchen, wie die der Brüder Grimm“, erzählt die Wahlpotsdamerin. „Aber ich mag vor allem die Geschichten, die Witz haben oder Märchen anderer Länder, wie aus Afrika.“ Vor 20 Jahren machte sie ihre Liebe zu Sagen und Märchen zu ihrem Hobby und erzählt ihre Geschichten frei, auch in Mundart. Und gern auch für Erwachsene. Zwischen ihren Märchen musizierten wieder Gabriele Knobloch und Matthias Steiger von TonArt e.V. Premnitz.

Gabriele Knobloch und Matthias Steiger von TonArt e.V. Premnitz musizieren in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Quelle: Uwe Hoffmann

Im Chorraum wurden 230 Zeichnungen von Brandenburger Schülern ausgestellt. Insgesamt 460 wurden zum Wettbewerb des Landkreises Havelland und des Kulturfördervereins im letzten Jahr eingesandt. Thema des Kreativwettbewerbs, zu dem der Landkreis jedes Jahr Schulen im gesamten Land zur Teilnahme aufruft, waren vor einem Jahr Burgen und Schlösser – gezeichnet aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen. Und so entstanden nicht nur fantasievolle Zeichnungen mit Wasserfarben, Buntstiften oder Collagen.

Einige der Teilnehmer schrieben noch eine Sage zu ihrem Schloss auf. So wie die vom Ritter Kahlbutz oder eine selbst geschriebene kurze Gruselgeschichte über Halloween im Schloss Kleßen. Anregungen konnten sich die Schüler aus dem der Bildband „Die Herrenhäuser des Havellandes“ (Almut Andreae und Udo Geiseler, 2001) holen. Schüler aus Angermünde oder Potsdam malten die Schlösser in ihrer Region, wie Sanssouci.

„Es wäre schön, wenn wir es erreichen könnten, wenn die schönsten Zeichnungen in einer Broschüre veröffentlicht werden könnten“, sagt Ingrid Bargel vom Kulturförderverein Mark Brandenburg. Zumindest gab es schon jetzt zur Ausstellung einige Motive auf vier Postkarten zu kaufen.

Von Uwe Hoffmann

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