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Schloss Ribbeck geht den Endspurt an

Kultur Schloss Ribbeck geht den Endspurt an

Wild und märchenhaft und auch ein bisschen offiziell – das Schloss Ribbeck hat viele Gesichter. Aber genau diese Mischung ist es, die das Haus zu einem kulturellen Zentrum des Havellandes macht. Wild zugehen wird es am und im Schloss in diesem Jahr noch bis Ende November - bis Weihnachten wird sich das Schloss daran anschließend als verwunschener Ort präsentieren.

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Quelle: Dpa

Ribbeck.  Wild und märchenhaft und auch ein bisschen offiziell – das Schloss Ribbeck hat viele Gesichter. Aber genau diese Mischung ist es, die das Haus zu einem Zentrum des Havellandes macht. Am kommenden Montag wird es ziemlich offiziell zugehen, wenn im Saal das Großunternehmen „500 Jahre Reformation im Havelland“ eröffnet wird. Wild geht es zumindest noch bis Ende November auf der Speisekarte zu, weil sich das Schloss an den Havelländischen Wildwochen beteiligt. Danach wird das Schloss sich als verwunschener Ort bei „Märchenhaftes Ribbeck“ präsentieren.

Nina Omilian gibt am 13

Nina Omilian gibt am 13. November auf Schloss Ribbeck ein Konzert mit Deutsch-Folk und internationalen Liedern.

Quelle: Nina Bubach

So unterschiedlich die drei Dinge sein mögen, so verbindet sie doch eines: Hier werden Ideen und Kräfte von Havelländer Akteuren gebündelt. Netzwerke schaffen, das liegt auch Frank Wasser, dem Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH. „Ich bin in diesem Jahr viel gereist und habe mit sehr vielen gesprochen“, sagt Wasser, der die kreiseigene Gesellschaft seit einem knappen Jahr führt. Die vielen Kontakte schlagen sich in gemeinsamen Aktionen nieder. So ist das Schlossrestaurant einer derjenigen, die sich an den Havelländer Wildwochen beteiligen. „Das Wild beziehen wir von Havelländer Jägern“, sagt Frank Wasser und schwärmt vom Garlitzer Wildkalbrücken auf Wirsing. Bei einem exklusiven Wilddinner am 19. November will die Küche ihre Gäste besonders verwöhnen.

„Ich habe versucht, den kulturellen und kulinarischen Jahreskreis zu verbinden“, erklärt Frank Wasser sein Konzept. Nach den Wildwochen wird es auf der Speisekarte etwas weihnachtlich werden. Mit „Märchenhaftes Ribbeck“ wird das Dorf im Dezember zu einem besonderen Ort. „Ich bin ja da Quereinsteiger“, beschreibt Frank Wasser seinen Anteil an der kulturellen Adventsoffensive im Ort. Hier ist mit vielen Partnern eine Idee zum Strahlen gebracht worden, ein illuminiertes Schloss soll dazu gehören. Alte Schule, Alte Brennerei, Altes Waschhaus, der Ribbäcker, das Café Monet, das Café Theodor, die Kirche, der Marienhof und das Theater der Frische machen dann den etwas anderen Weihnachtsmarkt – mit Filmvorführung, Kindertheater, Malwettbewerb, Auktion, Lesung, Märchengottesdienst und vielem mehr. Ein Glühweinstand am Schloss sorgt für gute Laune und Wärme.

 Im Schloss selbst wird am 11. Dezember erstmals ein Prinzessinnenball für Kinder gefeiert. „Das trifft offenbar den Nerv der Besucher, wir haben schon viele Karten verkauft“, freut sich Frank Wasser. Auch die Konzerte im Schloss sind gefragt, der Auftritt des Brandenburgischen Streichquartetts ist ausverkauft, für das Konzert „Macht hoch die Tür“ am 17. Dezember gibt es noch einige Karten, am 18. Dezember wird „Die Feuerzangenbowle“ schauspielerisch gereicht.

Heiligabend selbst bleibt das Haus geschlossen, aber am ersten Weihnachtsfeiertag ist es schon wieder offen. „Das Schloss als Haus der vielen Möglichkeiten funktioniert“, sagt der Geschäftsführer. Zwar hatte der Brand im Frühjahr das Haus, vor allem das Restaurant, zurückgeworden, aber vieles an Verlusten konnte wieder wett gemacht werden. Das Restaurant hat neuerdings sonnabends länger geöffnet, schließt erst um 22 Uhr. Anfang des neuen Jahres gönnen sich die Mitarbeiter des Schlosses eine kleine Verschnaufpause, zwei Wochen Schließzeit. Dann geht es wieder los. Mit einem Konzert und mit einer Ausstellung von Künstlern zum Reformationsthema.

Von Marlies Schnaibel

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