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Havelland Schneller surfen auf dem Land
Lokales Havelland Schneller surfen auf dem Land
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08:16 22.04.2018
Bürgermeister Felix Menzel mit der stellvertretenden Ortsvorsteherin Elke Giese, Jerchels Ortsvorsteherin Christin Puhlmann und Karsten Eschner, DNS-Net Vertriebsmanager (v.l.) vor dem Kabelverzweiger in Jerchel. Quelle: Ch. Schmidt
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Milower Land

Auch wenn sich die Einwohner in Jerchel noch ein wenig gedulden müssen, die Vorfreude auf schnelles Internet ist bereits groß. Das machte Ortsvorsteherin Christin Puhlmann am Montag bei einem Treffen mit Bürgermeister Felix Menzel und dem Vertriebsmanager von DNS:Net, Karsten Eschner deutlich. Das Unternehmen hatte den Zuschlag für die Ausschreibung des Projekts Glasfaser 2020 bekommen, mit dem das Land Brandenburg den flächendeckenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur vorantreiben will.

„Immer wieder fragen uns Bürger, wann es endlich losgeht, denn die meisten müssen sich mit einer 1000er Leitung zufrieden geben. Nur in der Ortsmitte kommen einige auf 2000 Kilobit“, erklärte die Ortsvorsteherin. Auch Bürgermeister Felix Menzel berichtete von Bürgeranfragen in der Gemeindeverwaltung.

Bis 31. März soll alles fertig sein

Nun können sie Hoffnung verbreiten, denn die nötigen Glasfaserkabel hat DNS:Net bereits in die Erde gebracht. Jetzt geht es noch um die technische Umsetzung, „also darum, Licht auf die Glasfaser zu bringen“, so Eschner. „Bis 31. März wollen wir fertig sein“, lautete seine Botschaft, die Puhlmann und ihrer Stellvertreterin Elke Giese ein zufriedenes Lächeln entlockte. Konkret bedeutet das: Alle Haushalte, die nicht in einem Vertrag stecken, können aller Voraussicht nach Anfang des zweiten Quartals angeschlossen werden.

Die Glasfaserkabel werden dann aber nicht bis in die Haushalte reichen, sondern nur zu den Verzweigern der Telekom. Von dort werden zunächst noch die vorhandenen Kupferkabel der Telekom genutzt, so dass man in Jerchel künftig je nach Zustand und Länge der Kupferleitung mit bis zu 100 Megabit surfen kann. „Zehn bis 25 Megabit sind garantiert“, so Eschner. Immerhin zehn Mal so schnell wie bisher. Die aktuellen 1000er Leitungen bieten Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu einem Megabit.

In Zukunft Glasfaser bis ins Haus

Und einen Irrtum klärte Eschner noch auf: Wie Christin Puhlmann erzählte, hätten viele Bürger gedacht, sie könnten bei ihrem magentafarbenen Anbieter bleiben, da der sich in das neue Glasfasernetzwerk einmietet. Dem ist nicht so. „Natürlich bauen wir offene Netze und andere können sich einmieten. In der Realität ist das aber noch nicht passiert.“ Das heißt, wer sich für die Telekom entscheidet, muss sich mit geringeren Geschwindigkeiten zufrieden geben, als der neue Anbieter liefert. Allen Kunden, deren Vertrag im Februar endet und die einen Monat ohne Internet überbrücken müssen, soll eine Übergangslösung angeboten werden. Sie können sich so lange mit einem LTE-Stick ins Netz einwählen.

Puhlmann möchte den Vorschlag Eschners annehmen und eine Bürgerversammlung einberufen, in der Mitarbeiter von DNS-Net Fragen beantworten. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben. Neben Jerchel wurden auch in Bahnitz, Möhtlitz und Knoblauch sowie in den Ämtern Rhinow und Nennhausen Glasfaserkabel verlegt. In Milow und Bützer hat sich ein Telekommunikationsunternehmen zum Ausbau verpflichtet, der müsste noch in diesem Jahr erfolgen.

Auf lange Sicht, da ist sich Karsten Eschner sicher, werden die Glasfaserkabel sogar bis in die Häuser reichen, so dass dann noch ganz andere Geschwindigkeiten erreicht werden. Im Milower Land brauchen sich die Bürger also nicht darum sorgen, vom World Wide Web abgehängt zu werden.

Von Christin Schmidt

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