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Schnelles Internet bald flächendeckend

Havelland Schnelles Internet bald flächendeckend

Fotos und Filme herunterladen? Für zahlreiche Havelländer ist das heutzutage noch ein Geduldsspiel. In vielen Gegenden sind die Leitungen zu langsam, doch das soll sich bald ändern. Der Landkreis will jetzt Fördermittel beim Bund beantragen und in bisher abgehängte Gebiete investieren. Dann sollen dort auch mindestens 50 Mbit pro Sekunde möglich sein.

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Im gesamten Landkreis soll bald schnelles Surfen möglich sein.

Quelle: Dpa

Havelland. Noch gibt es bei der Breitband-Versorgung im Landkreis viele weiße Flecken. Dort liegt die Internet-Geschwindigkeit teils deutlich unter 30 Mbit pro Sekunde. Doch nun gibt es für Gewerbetreibende und Privatleute Hoffnung, dass sie bald mit mindestens 50 Mbit surfen können: Der Landkreis will den Ausbau im Auftrag der Kommunen koordinieren und Fördermittel beim Bund beantragen, um das schnelle Internet flächendeckend zu etablieren.

Eine entsprechende Vorlage zum Breitbandausbau hat jetzt der Wirtschaftsausschuss des Landkreises befürwortet. Am 6. März soll darüber der Kreistag befinden. Für Landrat Roger Lewandowski (CDU) ist das schnelle Internet ein wichtiges Anliegen: „Die Bedeutung des Breitbandausbaus steht außer Frage. Der zukünftige Ausbau mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde muss dabei der Mindeststandard sein. Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist ein wesentlicher Faktor für Unternehmen bei Standort- und Investitionsentscheidungen. Es ist aber auch wichtig für Familien bei der Wohnortwahl.“ Vor allem auch der ländliche Raum dürfe digital nicht abgehängt werden.

Für den Landkreis besteht die Möglichkeit einer 90-prozentigen Förderung durch Bund (50 Prozent) und Land. Er selber übernimmt zehn Prozent, etwa 5,2 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt über die Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“.
Um die Chance auf Bewilligung zu erhöhen, hat der Landkreis vier Anträge mit jeweils unterschiedlichen Projektgebieten vorbereitet. „Mit unserer Aufteilung erhoffen wir uns die bestmögliche Bewertung für das gesamte Havelland“, so Lewandowski, der davon ausgeht, dass über die Bewilligung der Anträge zu Beginn des dritten Quartals dieses Jahres entschieden wird.

Eines der Gebiete ist der Bereich Brieselang, Nauen, Ketzin/Havel und Wustermark. Laut Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn, in dessen Kommune es noch viele weiße Flecken gibt, müssten in den vier Kommunen 250 Kilometer Glasfaserkabel nachgerüstet werden. Der Ausbau solle bis Ende 2018 erfolgen.

Von Andreas Kaatz

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