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Schöne Schnauzer

Zuchtschau im Havelland Schöne Schnauzer

Hundezüchter aus ganz Deutschland trafen sich am Wochenende im MAFZ-Erlebnispark von Paaren im Glien. 80 Schnauzer und Pinscher traten vor die Wertungsrichter.

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Der siebenjähriger Patrick aus Berlin mit seiner Mittelschnauzer-Hündin Amour-Alica.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Paaren im Glien. Die Hunde werden gestriegelt und gepflegt. Mit Haarspray wird das Fell fixiert, damit das Haarkleid anliegt und keine unliebsamen Locken bildet. Schließlich soll alles perfekt sein, wenn die Tiere vor die Wertungsrichter treten.

Am Wochenende fand im Erlebnispark von Paaren im Glien die Klubsiegerzuchtschau des Pinscher-Schnauzer Klub 1895 Mühlenbecker Land statt. Deutschlandweit ist der Verein mehr als 120 Jahre aktiv, die Ortsgruppe Mühlenbecker Land besteht zehn Jahre. Bei der Jubiläumszuchtschau am Wochenende nahmen 80 Hunde teil. Darunter Schnauzer in allen drei Größen und wenige Pinscher.

Schnauzer und Pinscher gehören dem gleichen Rassentyp an und unterscheiden sich optisch hauptsächlich in der Fellstruktur. Ursprünglich waren sie Stall- und Hofhunde. „Vom Wesen her sind Schnauzer familienfreundlich, wachsam, robust und agil“, erklärte die Hundezüchterin Dorit Rothmann (47), die aus Magdeburg gekommen war.

„Pinscher sind Familienhunde, teilweise können sie auch als Sport- und Fährtenhunde eingesetzt werden. Für Hunde sind sie sehr selbstständig, belastbar und aktiv, sie brauchen sehr viel Bewegung. Allerdings braucht man bei ihrer Haltung auf jeden Fall Grundkenntnisse in der Abrichtung, da die Tiere nicht besonders leichtführig sind“, sagte Burkhard Voss, der seit 42 Jahren selbst Pinscher züchtet. Ihn reizt der Raritätswert der Pinscher. „1948 waren sie in der BRD ausgestorben und 1946 in der DDR. Erst Werner Jung konstruierte die Pinscher 1958 in der BRD neu. 1972 kamen sie durch einen Reimport aus Braunschweig wieder in die DDR zurück“, erklärte der fachkundige Hundezüchter aus Jarmen.

Die Hundezüchter waren am Wochenende in Paaren im Glien bunt gemischt, Frauen und Männer aller Altersklassen waren auf der Hundeschau vertreten. Aus ganz Deutschland waren sie angereist, um sich an zwei Tagen zu vergleichen und auszutauschen. „Besonders schön finde ich, dass mehr und mehr junge Frauen in der Gebrauchshundeklasse der Riesenschnauzer züchten“, freute sich die Richterin Monika Felscher (74) aus Gommern.

Monika Felscher, die selbst seit 1967 schwarze Riesen und schwarze Zwergschnauzer züchtet, schwärmte am Sonnabend von ihrer Arbeit: „Es ist schön, dazu beizutragen, auserlesene Tiere mit tollem Wesen und sehr guter Anatomie zu bewerten, damit es zur Zucht kommt.“ Sie verrät, worauf sie bei der Hundeschau achtet: „Als erstes wird die Standmusterung durchgeführt. Dabei werden das Gebiss, die Augenfarbe, der Kopftyp und der Hals kontrolliert. Die Ober- und Unterlinie wird gemustert und die Rückenlage. Weiter werden die Winkelung der Gelenke, die Haarqualität in Bezug auf Härte und Farbe und das Gangwerk begutachtet.“ Die Zucht dient dem Erhalt und der Verbesserung des Genpools. Die Gesundheit der Tiere soll dafür optimal sein.

Wer sich für die Zucht von Pinschern und Schnauzern interessiert, erfährt mehr zum Thema auf der Website des Traditionsvereins unter www.psk-pinscher-schnauzer.de

Von Josefine Kühnel

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