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Schönwalde-Glien Ausbildungsmesse mit Ausstellerrekord
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15:10 10.01.2019
Der 15 Jahre alte Leon schaut der angehenden Busfahrerin Calista Lichtenberg über die Schulter. Quelle: Laura Sander
Paaren im Glien

Kein Tag ist wie der andere: Aus diesem Grund hat sich Calista Lichtenberg (17) aus Quermathen ganz bewusst für ihre Ausbildung entschieden. Die angehende Busfahrerin ist im ersten Lehrjahr und warb am Donnerstag auf der Ausbildungsbörse im MAFZ Erlebnispark in Paaren im Glien für ihren Beruf.

Neben der Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH waren weitere rund 100 Aussteller vor Ort, um über Möglichkeiten und Berufschancen zu informieren. Weit mehr 1000 Schüler hatten sich angemeldet.

Havelbus sucht Kraftfahrer und Mechatroniker

Für Calista Lichtenberg stand schon früh fest, wo ihre berufliche Zukunft liegt: „Mein Vater ist Kraftfahrer. Der Beruf hat mich immer gereizt, gerade weil er so abwechslungsreich ist“, so die 17-Jährige.

Doch so klare Vorstellungen hat längst nicht jeder. „Genau aus diesem Grund stehen wir heute hier. Derzeit suchen wir sechs Berufskraftfahrer und zwei Mechatroniker für unsere Werkstatt“, so Ausbilder Andreas Plessow. Ein möglicher Kandidat ist der 15 Jahre alte Leon aus Möthlow. „Ich bin in der 9. Klasse, starte also bald mit einer Ausbildung. Ich kann mir gut vorstellen Busfahrer zu werden“, so der Schüler, der sich auf dem Fahrersitz sichtlich wohlfühlt.

100 Aussteller und weit über 1000 Schüler trafen am Donnerstag im MAFZ Erlebnispark in Paaren im Glien aufeinander. Vertreter aus Wirtschaft, Industrie und Verwaltung informierten über Berufschancen. Nachwuchs wird in allen Branchen dringend gesucht.

Kurz vor dem Abitur stehen Lars (17) und Jeffrey (18) aus Rathenow. Lehrer zu werden, könnte für sie in Frage kommen. Sport müsse in jedem Fall Bestandteil ihres zukünftigen Jobs sein. „Ich habe mich bewusst für ein Studium entschieden, weil das Einstiegsgehalt einfach höher ist“, so Jeffrey, der sich am Stand der Bundespolizei über seine Möglichkeiten informierte.

Nachwuchssorgen im Handwerk

Inspiration für sein berufliches Leben holte sich auch der 14-jährige Tobias, der die Ausbildungsbörse gemeinsam mit seiner Großmutter Sabine Mbata-Mbuta besuchte. „Ich wollte einfach mal sehen, was es noch so gibt, aber eigentlich habe ich mich bereits entschieden. Ich möchte einen handwerklichen Beruf erlernen, am liebsten arbeite ich mit Holz“, so der Falkenseer, der mit seinem Berufswunsch heute zu den Ausnahmen gehört.

Nachwuchssorgen und ein gestiegener Fachkräftebedarf im Handwerk sind im Havelland seit Jahren ein Problem. Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt, Betriebe müssen schließen, weil ein Nachfolger fehlt.

Auch Landwirtschaft sucht dringend Nachwuchs

Ganz ähnlich sieht es in den landwirtschaftlichen Betrieben aus. „Die heimische Landwirtschaft hat einen enormen Fachkräftebedarf, da bis 2030 mehr als die Hälfte der derzeitigen Arbeitskräfte aus Altersgründen aussteigen wird. Geeigneter Nachwuchs fehlt in vielen Branchen und ist somit hart umkämpft“, weiß Johannes Funke, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes. Die „grüne Branche“ mit 14 Ausbildungsberufen sei vielfältig, wer sich der Natur verbunden fühlt, solle sich bewerben, so Funke.

Die Arbeit in Natur schätzt auch Janis Brümmerstädt (19). Als frisch ausgelernter Straßenwärter ist er für die Straßenmeisterei im Havelland unterwegs, kümmert sich gemeinsam mit seinen Kollegen um 250 Kilometer Landes- und Bundesstraßen. „Man sollte in dem Job körperlich belastbar und teamfähig sein. Ich schätze die Arbeit an der frischen Luft“, so Brümmerstädt, der am Donnerstag versuchte, junge Menschen für seinen Beruf zu begeistern.

Von Laura Sander

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