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Schönwalde-Glien Bänke als Geschenk
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Bänke als Geschenk
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11:49 16.09.2018
Oliver Beuchel und Heinrich Johannsen gehen den Kindern helfend zur Hand: Die erste Bank ist fast fertig. Quelle: Carsten Scheibe
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Schönwalde/Grünefeld

Samstag morgen in Schönwalde-Glien, Ortsteil Grünefeld. Auf dem Hof des Zimmermeisters Heinrich Johannsen (57) trudeln nach und nach die freiwilligen Helfer ein. Die Aufgabe ist einmal im Jahr stets die gleiche. Es gilt, aus unbehandelten Eichenstämmen rustikale Holzbänke zu bauen, die dann der Gemeinde geschenkt werden.  

Jugend ans Handwerk führen

Heinrich Johannsen, der aus Flensburg stammt und den es schon vor vielen Jahren nach Grünefeld verschlagen hat, sagt: „Mir ist es vor allem wichtig, die Jugend wieder an das Handwerk heranzuführen. Wenn wir zusammen neue Bänke bauen, dann sägen, bohren und hämmern wir. Die Kinder und Jugendlichen haben immer viel Spaß dabei – und sind am Ende total stolz auf ihr Werk.“

Junge Leute aus Falkensee und Schönwalde

 Das Bänkebauen fand in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt. Waren es im vergangenen Jahr nur vier Helfer, die zusammen nach dem Holzhammer griffen, so konnte sich Heinrich Johannsen dieses Mal nicht über freiwillige Arbeitskräfte beschweren. Ein ganzer Schwung Kinder kam aus Falkensee vom ASB-Jugendclub XXL, weitere Helfer brachte die Junge Union Schönwalde mit, und auch aus der Nachbarschaft fanden sich mehrere Familien ein. So war es ein Leichtes, die anstehenden Aufgaben auf verschiedene Teams zu verteilen.

Sitzen auf Eichenstämmen

 So mussten die Eichenstämme zunächst mit dem Schäleisen entrindet werden. Anschließend galt es, die Bretter zuzusägen. Dabei half Tischlermeister Volker Haiden (75), der lange als Ortsvorsteher in Grünefeld gearbeitet hat und nun in Rente ist. Heinrich Johannsen: „Die Eichenstämme stammen von der Gemeinde. Das Holz hat vier Jahre lang gelegen. Wir behandeln die fertigen Bänke übrigens nicht nach. Eiche ist als Holz sehr hart und haltbar. Ich denke auch, der rustikale Charme zeichnet unsere Bänke aus. Die Ergebnisse der letzten Jahre kann man ja noch immer an vielen Orten in der Gemeinde sehen."

 Das Bänkezimmern ist keine Aufgabe für zwischendurch. Mehrere Stunden lang schufteten die Helfer auf dem Hof, um am Ende drei neue Bänke fertigzustellen. Zur Stärkung gab es zwischendurch heiße Würstchen vom Grill, denn körperliche Arbeit macht Hunger. Oliver Beuchel war mit seiner Frau auch mit dabei: „Das war eine tolle Aktion für die Kinder und Jugendlichen. Wir Erwachsenen waren da am Ende nur die Helfer – und die Aufsichtspersonen, die aufpassen, dass sich niemand verletzt. Die Bänke, die dabei entstanden sind, haben wirklich die jungen Leute gebaut. Ich bin fest der Meinung, dass die Jugendlichen angesichts der Erkenntnis, wie viel Arbeit die Bänke gemacht haben, im Alltag auch respektvoller mit ihnen umgehen.“

 Heinrich Johannsen, dessen Firma ansonsten die „Bausteine“ für Fertighäuser aus Holz erstellt: „So eine fertige Bank wiegt gut und gern 200 Kilo. Da brauchen wir schon schweres Gerät, um sie an ihren zukünftigen Standort zu bewegen. Die drei Bänke werden nun im gesamten Gemeindegebiet verteilt.“

Von Carsten Scheibe

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