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Schönwalde-Glien Beim Märkischen Herbst wurden Stämme gezogen
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Beim Märkischen Herbst wurden Stämme gezogen
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17:00 30.09.2018
Desirée Warns aus Eberswalde beim Holzrücken mit ihrem norwegischen Fjordpferd Ansgar. Quelle: Enrico Berg
Paaren im Glien

 In der Zeitung hatten Silvia und Jürgen Vielhauer aus Spandau vom Märkischen Herbstfest im MAFZ-Erlebnispark gelesen und sich für einem Abstecher am Samstag entschieden. „Wir lieben bäuerliche Märkte”, erzählte Silvia Vielhauer. „Mein Mann und ich sind bereits zum dritten Mal in Paaren, weil es uns hier einfach gut gefällt.” Wichtig sei ihnen, dass die Produkte aus der Region kommen, wenn sie Obst und Gemüse kaufen. Und das war der Fall. Ob Kartoffeln, Kürbisse oder Karotten – alles Made im Havelland oder der Umgebung.

Erntekönigin auf dem Pferd

Das sonnige Herbstwetter lockte zahlreiche Besucher an, die sich bei Livemusik vergnügten oder zwischen den Ständen schlenderten. Mit großen Augen schauten einige der kleinen Gäste die Havelländer Erntekönigin Antonia Martini an, die sich auch auf ein Pferd setzte.

Erntekönigin Antonia Martini hoch zu Ross. Quelle: Enrico Berg

Hatten sie doch noch nie eine „echte“ Königin aus der Nähe gesehen. Aber auch sonst hatten die Kinder die große Auswahl zwischen Riesenrutsche, Ponyreiten und einem Puppentheater, das „Hänsel und Gretel“ aufführte Außerdem konnten sie auf dem Spielplatz toben oder den vom Aussterben bedrohten Haustierrassen einen Besuch abstatten.

Acht Frauen starteten beim Ladys Cup

Spannung gab es beim Höhepunkt des Tages – dem Ladys Cup im Holzrücken. Acht Frauen zwischen 16 und 38 Jahren nahmen an diesem Wettbewerb teil. Sie kamen aus dem Havelland, aus der Lausitz, Marienwerder, Barnim, Oberspreewald und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Frauen mussten mit einem Pferd diverse Aufgaben bewältigen, zum Beispiel Stämme ziehen, ohne die vorgegebene Begrenzung zu berühren oder aber auch einen Stamm halbschwebend hochziehen. Geschick und Kommunikation zwischen Mensch und Tier sind dabei unabdingbar.

Holzrücken ist für die meisten ein Hobby

Für die meisten der Teilnehmerinnen ist Holzrücken ein Hobby, eine jedoch verdient damit Geld. Desirée Warns aus Eberswalde ist Studentin für ökologische Landwirtschaft und betreibt seit einem Jahr das Holzrücken nebengewerblich. Mit ihrem norwegischen Fjordpferd Ansgar zieht sie hauptsächlich Stämme von Traubenkirschen aus Wäldern. „Ich mag die Arbeit mit dem Pferd und der Natur, weil die Teamarbeit von Mensch und Tier dabei vorrangig ist“, sagte die Studentin und ergänzte, dass man sich auf das Pferd einlassen müsse, damit die Kommunikation stimme. Siegerin des Ladys Cups war am Ende Marie Körner aus Barnim.

Nicht nur die Stände mit regionalem Obst und Gemüse boten ein farbenfrohes Bild,

Mitglieder des Fördervereins des MAFZ verkauften Kartoffeln. Quelle: Enrico Berg

ebenso Naturseifen aus Leinöl, Kokosfett und ätherischen Ölen. Die waren zudem etwas für die Nase.

Imker erklärten den Besuchern, wie Honig entsteht. Kinder und Erwachsene gestalteten Kürbisse nach ihren Vorstellungen, andere malten Gipsfiguren an. Das Vroom-Team Havelland, das in Schönwalde-Gien das jährliche Seifenkistenrennen veranstaltet, war mit zwei Seifenkisten zum Ausprobieren vor Ort.

Besonders interessiert schauten Gäste Ralf Martini aus Pausin zu. Zauberte er doch mit einer Kettensäge aus einem Baumstumpf diverse Sklupturen.

Ralf Martini im Einsatz mit seiner Kettensäge. Quelle: Enrico Berg

Überraschend filigrane Details konnte man dabei bestaunen, die man bei einer Figur aus Holz, die mit einer Kettensäge hergestellt wurde, gar nicht erwartet hätte.

Passend zum Ambiente des Herbstmarktes erklangen die Hörner der Jagdhornbläser aus Pausin. Die Männer erklärten auch, was jedes einzelne Jagdsignal bedeutet.

Von Hannelore Berg

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