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Schönwalde-Glien Bücherausleihen mit Spaß und Niveau
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Bücherausleihen mit Spaß und Niveau
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20:08 06.12.2018
Reinhold Ehl gab der Festveranstaltung der Buchfreunde mit einem Sketch eine humorvolle Note. Quelle: Tanja M. Marotzke
Schönwalde-Glien

 „Klar ist es Liebe“ – das Buch der New Yorkerin Sandy Hall ist eines von vielen im Regal der Neuzugänge für die Schönwalder Bibliothek. Ob romantische Komödie oder politisches Sachbuch, ob Märchen oder Kochbuch, ob Historiendrama oder Thriller – die Schönwalder können in ihrer Bibliothek in viele Welten eintauchen.

Mitglieder, Freunde, Autoren, Sponsoren und Lokalpolitiker feierten das 15-jährige Bestehen des Bibliotheks-Rettungsvereins.

Am Mittwochabend standen die Bücher jedoch nicht im Mittelpunkt des Geschehens. Da waren sie nur Hintergrund für eine Feierstunde des Vereins „Buch & Co.“, der vor 15 Jahren gegründet worden war und nun Vereinsmitglieder, Freunde, Autoren und Vertreter aus de Politik eingeladen hatte. Landrat Roger Lewandowski (CDU) war gekommen, um freundliche Worte für die Vereinsmitglieder zu finden, die die Bibliothek führen, und um einen kleinen Scheck für die weitere Arbeit zu überreichen: „Hier ist ein großes Team, das das Lesen interessant macht und ermuntert, vorbeizukommen.“

Erinnern an Fahrbibliothek

Auf die Gründe für die Gründung des Vereins vor 15 Jahren ging er nicht ein, das holte dann aber Bürgermeister Bodo Oehme nach: „Als die Fahrbibliothek des Kreises im November 2003 eingestellt wurde, fanden sich hier Menschen zusammen, die sagten: Es muss weitergehen.“

Am 4. Dezember 2003 war das der Fall: Zwölf Schönwalder gründeten den Förderverein „Buch & Co.“ Nicole Neugebauer war die erste vorsitzende: „Wir haben den Lesebus beweint, als er weggefallen ist“, blickte sie zurück, „und haben uns nie erträumt, was nun daraus geworden ist.“

Räume in der alten Post

Denn eigentlich haben sich die Schönwalder verbessert. Mit Hilfe der Gemeinde wurden Räume gefunden und später erweitert, die gesamte untere Etage der ehemaligen Post steht den Buchfreunden jetzt zur Verfügung. Mietfrei. Auch für die Personalkosten gibt die Kommune einen Zuschuss. Trotzdem ist ganz viel Ehrenamt nötig, um die Bibliothek zu dem zu machen, was sie ist. Zu einem Treffpunkt für Bücherfreunde und auch die Schreibgruppe.

Made in Schönwalde

Deren Mitglieder haben vor Kurzem das Buch „Made in Schönwalde“ herausgebracht. Elisabeth Rosche las daraus am Mittwoch ihr Kapitel „Eine neue Leserin“ vor. Aber nicht nur durch solche Aktionen machen die Buch-und-Co-Freunde auf sich aufmerksam. Sie gehen auch an andere Orte, um Lesefreuden zu verbreiten – seien es die Lesepaten in der Schule oder die Mitmacher beim „Mörderischen Sonnabend“ auf dem Fort Hahneberg.

Chronik einer Bibliothek

November 2003: Die Fahrbibliothek des Landkreises wird eingestellt.

4.12.2003: Gründung des Förderverein „Buch und Co.“ mit dem Ziel, eine Bibliothek in Schönwalde zu eröffnen.

11. September 2004: Eröffnung der Bibliothek, bis dahin Notausleihe.

Juli 2005: Eine behinderten-gerechte Rampe wird am Eingang errichtet.

April 2006: Die Schulbibliothek wird als Außenstelle neu eröffnet.

2008: Erweiterung und Umbau der Bibliotheksräume auf 115 Quadratmeter.

2015: Einführung der Havelland-Onleihe.

2016: Zweiter Preis bei der Auszeichnung des „Freundeskreis des Jahres“ vom Deutschen Bibliotheksverband. Im Jahr drauf: Erster Preis bei der Auszeichnung des „Freundeskreis des Jahres 2017“ vom Deutschen Bibliotheksverband.

2017: Die Schreibwerkstatt trifft sich alle 14 Tage in der Bibliothek, fachliche Anleitung durch die Autoren Astrid Ann Jabusch und Thomas R. P. Mielke

„Bibliotheken werden nicht sterben“, ist sich die jetzige Vereinsvorsitzende Nicola Menzel sicher, „aber sie werden sich verändern zu Plätzen, an denen sich Menschen treffen.“ Die Schönwalder Bibliothek ist auf dem besten Wege dazu. Für den 14. Dezember wird bereits zur nächsten Lesung eingeladen. Michael Weiß liest aus seinem Jakobsweg-Buch „Allein zu zweit“.

Von Marlies Schnaibel

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