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Schönwalde-Glien Die Siedlung bekommt einen Kletterparcours
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Die Siedlung bekommt einen Kletterparcours
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15:56 15.03.2019
Der Waldwichtelpfad macht schon mal gute Laune. Quelle: Marlies Schnaibel
Schönwalde-Glien

Der Waldwichtelpfad in Schönwalde-Siedlung bekommt ein neues Highlight. Ein Niedrigseil-Kletterparcours mit mehreren Elementen in 50 Zentimeter Höhe soll das Angebot an dem beliebten Rundkurs ergänzen. Das beschlossen die Schönwalder Gemeindevertreter mehrheitlich in ihrer Sitzung am Donnerstagabend.

Kontroverse Diskussion über Standort

Dem Beschluss ging eine kontroverse Diskussion voraus. Denn eigentlich war der Parcours an einer ganz anderen Stelle geplant. Bereits 2017 hatte der Verein zur Erhaltung und Förderung des Charakters von Schönwalde (EFCS) sein Konzept vorgestellt. „Der Kletterparcours als kostenloses Angebot für die Jugendlichen der Gemeinde sollte auf einem Gelände im Wald am Schwanenweiher entstehen. Die Kletterelemente würden hier in den Baumbestand eingearbeitet“, erläuterte Sabine Kondziella vom Verein ihr Projekt. Entscheidend sei die zentrale Lage sowie das Erlebnis im Wald.

Jetzt soll der Parcours am Waldwichtelpfad entstehen, weniger zentral und auf freier Fläche. „Das hat mit unserem Projekt kaum noch etwas zu tun und macht auch den mühevoll ausgearbeiteten Fördermittelantrag hinfällig“, so Christian Kaiser vom EFCS. Grund für die Standortentscheidung: Experten rieten von einer Nutzung des Geländes am Schwanenweiher ab. Die Bäume seien nicht geeignet und könnten langfristig Schaden nehmen, so die Einschätzung.

Warum ist es in Schönwalde nicht möglich?

„Es gibt durchaus Kommunen, in denen ein solcher Kletterparcours mitten im Wald existiert. Da funktioniert es, warum nicht bei uns?“, fragte sich Knut Leitert (Freie Wähler). „Das Projekt würde die Ortsmitte definitiv aufwerten. Wir haben es hier mit einer Gruppe zu tun, die seit 20 Jahren aktiv und für ihr Engagement zum Schutz des Waldes bekannt ist“, sagte Karl-Heinz Kordt (Grüne). Dass der Schwanenweiher jedoch ein ausgewiesenes Biotop sei und man die Aussagen der Fachleute ernst nehmen müsse, betone Bürgermeister Bodo Oehme (CDU).

Den Jugendlichen sei der Standort egal

„Ich habe mal Rücksprache mit den Jugendlichen gehalten. Wo er kommt, ist ihnen völlig egal, Hauptsache er kommt überhaupt. Und wenn unsere Zielgruppe mit dem neuen Standort leben kann, sollten wir das tolle Projekt nicht zerreden“, sagte hingegen Hans-Joachim Mund (CDU). Und auch der Verein stünde weiterhin hinter dem Projekt, trotz dessen veränderten Charakters. „Der Fördermittelantrag muss verändert werden und ich bin gespannt, wie der Parcours letztlich umgesetzt wird“, so Rudolf Kondziella.

Ursprünglich waren 15 Elemente auf einer Gesamtlänge von 80 Metern geplant. Rund 43 000 Euro sollten Erdarbeiten und Montage kosten. Die Gemeinde hat für das Projekt am Waldwichtelpfad 60 000 Euro veranschlagt, bis zu 75 Prozent könnten aus Fördermitteln bestritten werden.

Von Laura Sander

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