Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Schönwalde-Glien Die Welt zu Gast in Paaren
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Die Welt zu Gast in Paaren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:29 05.08.2018
Bei der Abendveranstaltung „Camper für Camper“ führten auch die Franzosen ein Programm auf. Insgesamt waren sieben Nationen vertreten.
Paaren im Glien

 Wie eine riesiger Campingplatz sah das Gelände des MAFZ-Erlebnisparks in Paaren in der vergangenen Woche aus. 1800 Camper aus der ganzen Welt mit rund 800 Wohnwagen und Reisemobilen nutzten den gesamten Park, der zu diesem Zweck für Besucher gesperrt war, für die sogenannte F.I.C.C. Rallye, ein internationales Campingtreffen der Fédération Internationale de Camping, Caravanning et Autocaravaning. Dieses wurde bereits zum 87. Mal veranstaltet. In der Vergangenheit fand das Treffen bereits in Kroatien, Finnland, Portugal und der Türkei statt. 2018 zum 70. Geburtstag des Deutschen Camping Clubs (DCCC), der 30 000 Familien als Mitglieder hat, war Deutschland Gastgeber.

800 Wohnwagen und Reisemobile mit 1800 Reisen verwandelten zur 87. F.I.C.C. Rallye, einem internationalen Campertreffen, den MAFZ-Erlebnispark in der vergangenen Woche in einen riesigen Campingplatz.

2,5 Jahre Vorbereitungszeit investierte DCC-Club-Präsident Andreas Jörn in die Planung des Events, das eigentlich auf dem Flughafen Tempelhof (da weigerten sich die Grünen) oder auf dem Festplatz in Berlin Tegel (zu teuer) stattfinden sollte. Es reisten Teilnehmer aus 26 Nationen an, von Irland, Spanien und Österreich bis nach Südkorea, Taiwan, China und Japan. „Das sind in Asien die Campingnationen“, erklärte der Clubpräsident. Die asiatischen Teilnehmer kamen jedoch – anders als die Europäer – meist ohne Reisefahrzeug und wurden während des Treffens in Mietwohnwagen oder Hotels untergebracht.

Man konnte Gebräuche anderer Nationen kennen lernen

Bereits zum fünften Mal nahm Hakan Turkmen aus Ankara (Türkei) mit seiner Familie an solch einer F.I.C.C. Rallye teil. Für die Abendveranstaltung „Camper für Camper“ hatte seine Frau eine türkische Nachspeise vorbereitet. Tulumba, ein Spritzgebäck mit Sirup, das von Frank Nürske aus der Nähe von Aachen gern verkostet wurde. Denn genau das sei der Reiz dieses internationalen Campertreffens, so der 71-Jährige – nämlich die Gebräuche anderer Nationen kennenzulernen und internationale Bekanntschaften zu machen. „Das ist spannend!“

Bei nationalen Abenden präsentieren die Campingclubs auf so genannten Länderstraßen, was für ihre Region typisch ist. „Wir hatten Aachener Printen und selbst gemachten Printenlikör dabei, alles ist weggegangen“, verrät der Campingfreund, für den es ein Graus wäre, in einem Hotel zu übernachten. „Als Camper habe ich mein Haus immer bei mir und bin zeitlich ungebunden. Camping ist Freiheit.“ Bis auf Finnland und Schottland hat er mittlerweile ganz Europa gesehen.

Camping liegt im Trend

Camping liege im Trend, weiß auch der Clubpräsident. So würde sich die Branche über hohe Verkaufszahlen freuen. Besonders Reisemobile seien gefragt, rückgängig hingegen sei die Zahl der Dauercamper, die mit ihrem Wagen an einem Ort bleiben. „Die Fahrzeuge sind so teuer, da wollen die Besitzer sie auch bewegen“, so Andreas Jörn. Damit auch die Teilnehmer der F.I.C.C. Rallye die Umgebung kennenlernen konnten, fanden jeden Tag Bustouren statt. Außerdem gab es einen Shuttleservice vom Erlebnispark zum Bahnhof Nauen, wo mit der Bahn auf eigene Faust die Region erkundet werden konnte.

Erfahrungen werden ausgetauscht

1700 Ausflüge in fünf Tagen buchten die Teilnehmer. Besonders gefragt waren Berlin und der Spreewald. Aber auch die ebenfalls dreisprachigen (Deutsch, Englisch und Französisch) Bustouren nach Potsdam, Leipzig und Dresden stießen auf Interesse. „Das internationale Denken steht bei der Rallye im Vordergrund. Es wird sich viel unterhalten über Reiseziele, Erfahrungen ausgetauscht sowie Freundschaften geschlossen“, weiß der gebürtige Magdeburger Jörn, der selbst schon in jungen Jahren mit dem Zelt, später mit dem Wohnwagen unterwegs war und sich bereits 1983 in der DDR dem damaligen Allgemeinen Deutschen Motorsportverband (ADMV) , der 1992 im DCC aufging, angeschlossen hatte.

Er genieße am Camping die Freiheit und die Ortswechsel. „Ich will viel sehen.“ Sein absoluter Geheimtipp seien derzeit die baltischen Staaten, so der Reisefachmann, der seit vier Jahren Clubpräsident ist. Für ihn und viele andere Teilnehmer war das Treffen das beste seit langer Zeit.

Das Wetter war ideal

„Das Wetter war ideal und der Clubgedanke schlug durch. Die Mitglieder standen dahinter, das machte den Charme der 87. F.I.C.C. Rallye aus“, lautet Jörns Resümee. Sonnabend wurde die Clubfahne eingezogen und an Frankreich übergeben, wo man sich 2019 in der Bretagne trifft.

Von Ulrike Gawande

Die Waldbrandwarnstufe ist gesunken im Havelland. Aber der Regen am Wochenende sorgt nur kurzfristig für Entspannung. Trotz der hohen Brandgefahr gibt es immer noch unvernünftige Autofahrer im Wald.

30.07.2018
Wustermark Schönwalde-Glien - Bilder aus dem Havelland

Gottfried Weider gehört zu den aktiven Mitgliedern der Schönwalde Malgruppe des kreativ-Vereins. Nun zeigt er zum 70. Geburtstag 70 Bilder in der Galerie des Vereins. Viele entstanden im Havelland.

27.07.2018

Wegen des Brückenneubaus an der L 20 nehmen viele Autofahrer die Abkürzung über Wansdorf und Bötzow. Im August ist aber auch diese Straße eine Woche gesperrt.

27.07.2018