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Schönwalde-Glien KfZ-Meister Schmidt: Mit dem Trabbi fing einst alles an
Lokales Havelland Schönwalde-Glien KfZ-Meister Schmidt: Mit dem Trabbi fing einst alles an
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16:10 10.10.2018
KFZ-Meister Uwe Schmidt (l.) übernahm das Schönwalder Familienunternehmen 2013 von seinem Vater. Quelle: Laura Sander
Schönwalde-Glien

Für Uwe Schmidt stand früh fest, dass er sein berufliches Leben Ölwechsel, Karosseriekontrolle und Abgas-Untersuchung widmen möchte. In dritter Generation führt der 57-Jährige den KFZ-Betrieb in Schönwalde-Glien und feiert in diesem Jahr bereits sein 30. Meisterjubiläum.

Großvater feierte 1947 Eröffnung

„Für mich stand immer fest, dass ich in den Betrieb einsteigen werde. Ich habe schon als Kind mitgeschraubt und mich für den Beruf begeistert“, erinnert sich Uwe Schmidt. Sein Großvater hatte 1947 die Schönwalder KFZ-Werkstatt eröffnet, damals noch als Dieselspezialist. „Als in den 1950er-Jahren in Schönwalde der Kanal gebaut wurde, kümmerte sich mein Großvater um die Wartung der Baumaschinen, Bagger und LKWs. Erst in den 1960er Jahren reparierte er erste Autos“, so Schmidt. In den folgenden Jahren brachten immer mehr Privatleute ihre Wartburgs und Trabbis in die Schönwalder Werkstatt.

Trabbi-Vertragswerkstatt

„Ab 1978 waren wir Trabant-Vertragswerkstatt und es gab jede Menge zu tun – wir waren der einzige Betrieb im näheren Umkreis. Der ständige Mangel an Ersatzteilen war jedoch ein großes Problem, was dazu führte, dass wir uns ein großes Lager anlegen mussten“, so der KFZ-Meister, der im gleichen Jahr seine Ausbildung im Familienbetrieb begann. „Ich habe damals für meine Ausbildung eine Sondergenehmigung erhalten. Privatbetriebe gab es zwar, sie wurden zu DDR-Zeiten allerdings lieber als Teil einer Produktionsgenossenschaft (PGH) gesehen.“ Probleme habe es jedoch nie gegeben, dazu seien private Betriebe zu wichtig gewesen.

Meisterprüfung 1988

Nachdem Uwe Schmidt 1980 seine Ausbildung abgeschlossen, im Zuge der Meisterschule ein Praktikum in der PGH Dallgow, dem heutigen Autohaus Dallgow, absolviert und 1988 seine Meisterprüfung erfolgreich bestanden hatte, dauerte es noch 25 Jahre bis er den Familienbetrieb tatsächlich übernahm. „Mein Vater hat erst mit 74 Jahren aufgehört und sitzt heute noch am Telefon, wenn zu viel zu tun ist. Er liebt die Arbeit und ist nicht wegzudenken.“ Dass die Werkstatt auch künftig in Familienhand bleibt, das wünscht sich der 57-Jährige. „Meine Kinder sind allerdings noch etwas zu klein, um sich schon Gedanken über ihre berufliche Zukunft zu machen“, lacht der KFZ-Meister, dessen Kunden unter anderem aus Schönwalde, Falkensee und Spandau kommen.

Schnelllebige Autoindustrie

Neben seinen zwei Angestellten packt auch der Chef so oft es geht mit an. „Ich möchte den Bezug zur Basis nicht verlieren, gerade bei der Schnelllebigkeit in der Autoindustrie. Außerdem wird es selbst mit drei Leuten manchmal knapp, wenn der Reifenwechsel ansteht“, sagt Uwe Schmidt, der jeden Tag um 6.30 Uhr die Werkstatt aufschließt. Einen Auszubildenden hat der KFZ-Meister aktuell nicht. „Die Ausbildung ist sehr umfangreich. Im laufenden Betrieb ist es daher schwer einem Auszubildenden gerecht zu werden.“

Und obwohl er regelmäßig in neue Technik investiert, um auch neusten TÜV-Standards gerecht zu werden, fährt Uwe Schmidt selber am liebsten mit einem senfgelben Trabant vom Hof, den er vor einigen Jahren im Top-Zustand von einem Kunden übernommen hat. Standesgemäß für eine ehemalige Trabbi-Vertragswerkstatt.

Von Laura Sander

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