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Schönwalde-Glien Neubau am Strandbad soll 2019 fertig werden
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Neubau am Strandbad soll 2019 fertig werden
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00:22 16.06.2018
Vom Seeufer aus ist die idyllische Lage der ehemaligen Gaststätte gut zu erkennen. Quelle: Ralf Stork
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Schönwalde-Siedlung

Der kleine See nahe der Kurmärkischen Straße in Schönwalde liegt fast schon malerisch da: Das Schilf wiegt sich leicht im Wind, dahinter rauschen die Bäume. Unter der Woche sind Liegewiese und Strand so Menschen leer, dass sich die Natur entspannt zurücklehnen kann. Libellen fliegen umher, ein paar Frösche sitzen im flachen Wasser in der Sonne, während eine kleine Ringelnatter versucht, sich unbemerkt an die Frösche heranzuschleichen.

Im Vergleich zu dem idyllischen See wirkt der Verfall der alten Strandbad-Gaststätte besonders erschreckend: Der ehemalige Kiosk, an dem sich früher die Badenden mit Getränken und Süßigkeiten versorgen konnten, ist über und über mit Graffiti beschmiert. Gleiches gilt für die Wand, die die Terrasse der Gaststätte stützt und für die Glaskästen , in denen früher die Speisekarten aushingen.

Der Terrassenboden ist uneben, einige Steine der Brüstung fehlen, die Tür zum Gastraum ist verrammelt ein kaputtes Fenster mit Sperrholzplatte vernagelt. Kaum vorstellbar, dass hier noch vor wenigen Jahren Bier und Schnitzel über den Tresen gegangen sein sollen. Dass die Räume sogar für Familienfeiern guten Gewissen gebucht werden konnten.

Toiletten fehlen am See

Ein bisschen strahlt die vor sich hin bröckelnde Gaststätte dann doch in die schöne Landschaft aus: Bei heißen Temperaturen am Wochenende ist die Liegewiese am See regelmäßig richtig voll. Toiletten gibt es aber nur in der geschlossenen Gaststätte. „Viele nutzen dafür den Wald. Links und rechts der Waldwege liegen jedenfalls viele Papierhaufen herum“, sagt eine Anwohnerin, die gerade ihren Hund am See spazieren führt.

Eine Gaststätte mit 80 Plätzen soll entstehen

2019 könnten solche Probleme der Vergangenheit angehören. Die Gemeinde setzt sich schon länger für den Neubau der Gaststätte ein. Bald könnte es soweit sein. „Geplant ist der Neubau einer Gaststätte mit 80 Plätzen und einer Betriebswohnung im Obergeschoss“, sagt Bürgermeister Bodo Oehme. Der Gaststättenpächter soll also im Objekt selbst wohnen. Angesichts des alltäglichen Vandalismus am Strandbad sicherlich keine schlechte Idee.

300 000 Euro als EU-Förderung

Eine Baugenehmigung liegt seit April 2017 vor. Im September letzten Jahres kam dann der Fördermittelbescheid der LAG-Havelland in Höhe von 300 000 Euro. Als Leader-Projekt soll die neue Gaststätte den ländlichen Raum rund um Schönwalde stärken. Zur Zeit hakt die Umsetzung, weil noch kein Pächter gefunden ist. „Die Ausschreibung läuft bereits im dritten Monat. Mit zwei Interessenten führen wir intensive Gespräche“, sagt Oehme.

Die Gemeinde wünscht sich eine Vollgaststätte mit großer Speisekarte und regelmäßigen Öffnungszeiten auch unter der Woche. Ob sich das realisieren lässt, oder ob es am Ende vielleicht eine kleinere Lösung z.B. mit einem Bistrobetrieb geben wird, muss man sehen. In jedem Fall gilt: Erst muss der Gastronom gefunden werden, dann wird gebaut. „Bei der Ausführung können wir dann auch die Wünsche des künftigen Betreibers berücksichtigen“, so der Bürgermeister.

Auch beim Sportverein sind Veränderungen geplant

Für Mitte Juli ist ein Treffen mit dem ausführenden Architekten geplant, bis dahin soll nach Möglichkeit ein potenzieller Betreiber gefunden sein, der dann noch von den Gemeindevertretern bestätigt werden muss. Im Herbst könnten dann die Bauarbeiten beginnen, die Fertigstellung ist für 2019 geplant. Die Gesamtkosten für den Bau liegen bei rund 1,35 Millionen Euro.

Auch auf dem Gelände des benachbarten Sportvereins wird es in den kommenden Jahren Veränderungen geben. Ein Kunstrasenplatz – ebenfalls mit Leader-Mitteln gefördert – soll entstehen. Und auf dem Rasenplatz müsste ein Zaun um ein paar Meter versetzt werden, damit die angreifenden Stürmer hinter dem Tor genügend Auslauf haben. Wann es dazu kommt, ist allerdings noch unklar. Die Kosten im Bausektor sind in den vergangenen Jahren so stark angezogen, dass das Geld für die Umsetzung noch nicht reicht.

Von Ralf Stork

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