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Schönwalde-Glien Neues Bier aus Paarener Brauerei
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18:41 23.04.2018
So wird das Etikett des neuen Bieres aus Paaren aussehen. Quelle: Ralf Stork
Paaren im Glien

Bis ein gutes Bier fertig gereift ist, dauert es ein paar Wochen. Auf ein paar Stunden mehr oder weniger kommt es dabei nicht an. Insofern war es nicht weiter schlimm, dass sich die Ankunft von Hopfen und Malz in der Braumanufaktur des Erlebnisparks Paaren ein wenig verzögerte. Sie standen im Stau. Aber das Brauwasser war ja schon da und musste unter Rühren auf Temperatur gebracht und gehalten werden.

Diese Aufgabe übernahm Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter als Schirmherr zusammen mit Braumeister Jörg Kirchhoff. Der ist Vorsitzender des „Vereins zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien“ und wusste genau, für welches Bier da gerührt werden sollte: „Wir brauen hier rund 700 Liter Rotbier, das später unter dem Namen ,Roter Milan’ angeboten werden soll“, so Kirchhoff.

700 Liter Rotbier für einen guten Zweck

Der Reinerlös aus dem Verkauf des Gerstensaftes wird für ein Projekt zum Schutz der Greifvögel gespendet. Anlass für das Brauen des besonderen Bieres war das Deutsche Reinheitsgebot, das am Montag vor genau 502 Jahren erlassen wurde.

Axel Schulz (r.) und Innenminister Karl-Heinz Schröter (l.) rühren die Maische an. Quelle: Ralf Stork

Das „Roter Milan“-Bier wird, wenn es in fünf Wochen fertig ist, tatsächlich eine leicht rötliche Färbung haben. Die besondere Farbe entsteht, weil das verwendete Malz eine rötliche Farbe hat.

Nachdem das Brauwasser auf Temperatur gebracht ist, muss es irgendwie in den Maischbottich kommen, wo dann die weiteren Zutaten dazukommen. Man könnte dafür natürlich eine elektrische Pumpe nehmen. Aber weil die Paarener Manufaktur eine historische Brauerei ist, muss der Minister mit der Handpumpe ran. Immerhin wird er dabei vom ehemaligen Boxer Axel Schulz unterstützt, der seit einem Jahr Brandenburger Bierbotschafter ist.

Das Brauwasser wird mit der Handpumpe gepumpt

Als schließlich auch Hopfen und Malz in Paaren ankommen, helfen Schröter und Schulz noch dabei, die Zutaten mit dem Brauwasser zu verrühren. Das fertige Bier soll später für vier Euro die Flasche verkauft werden. Ein stolzer Preis, aber schließlich soll ja auch was rumkommen für den Schutz der Roten Milane. Steffen Krebs hat auch keine Sorge, dass das Bier seine Abnehmer finden wird. „Die Leute sind durchaus bereit, für Qualität etwas mehr zu bezahlen“, sagt Krebs, der als Geschäftsführer des Erlebnisparks Paaren (MAFZ) Gastgeber der Veranstaltung war – und auch selbst noch einen Geburtstag feiern konnte:

501-Bier als erfolgreiche Marke

Die historische Braumanufaktur war genau vor einem Jahr eröffnet worden. Zur Eröffnung wurde auch ein besonderes Bier angesetzt, das „501“, das Ende Mai erstmals verkostet worden war. „Die Nachfrage nach dem Bier hat all unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Krebs. 4000 Liter wurden zunächst gebraut. Weil die schnell verkauft waren, wurde die Produktion auf 10 000 Liter erhöht.

Im Erlebnispark können sie dabei das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: „An fünf Wochenenden im Jahr feiern wir Brauereifest. An diesen Tagen wird bei uns das ,501’ gebraut“, sagt Krebs. Die Besucher haben also nicht nur Gelegenheit, das lokale Bier zu probieren. Sie können den Braumeistern auch beim Brauen über die Schulter gucken.

Bislang gibt es das „501“ nur im Erlebnispark. Das kann sich aber ändern „Es gibt eine Partnerschaft mit Rewe“, sagt Steffen Krebs. Ab Sommer können Rewe-Märkte in der Region das Bier aus Paaren auch bei sich zum Verkauf anbieten. Mehr Flaschen will Krebs trotzdem nicht produzieren lassen. „Das Bier ist ein schönes Aushängeschild für uns. Das funktioniert mit der bestehenden Menge schon hervorragend. Das reicht.“

Von Ralf Stork

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