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Schönwalde-Glien Kosten für neues Feuerwehr-Haus explodieren
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Kosten für neues Feuerwehr-Haus explodieren
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17:17 11.02.2019
Die Perwenitzer Freiwillige Feuerwehr erhält eine neue Fahrzeughalle und das Dorf einen neuen Gemeinschaftsbau. Quelle: Tanja M. Marotzke
Perwenitz

Richtfest ohne Richtkrone – das wurde am Montag in Perwenitz gefeiert. Der Rohbau des künftigen Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus steht, das ließ sich dann aber auch ohne Richtkrone gebührend feiert.

Kosten steigen schnell

In der künftigen Fahrzeughalle sprach Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) deutliche Worte. Er begrüßte den Neubau, sprach aber auch über die bedenkliche Entwicklung auf dem Bausektor. Gegenüber der ursprünglichen Kostenrechnung von fast 580 000 Euro ist die aktuelle Kostenprognose für den Bau bereits bei 864 000 Euro gelandet.

Richtfest in der künftigen Fahrzeughalle. Quelle: Tanja M. Marotzke

Die Explosion der Baukosten hatte im vergangenen Jahr dazu geführt, dass Ausschreibungen zurückgezogen wurden. Und auch jetzt wäre keiner in der Gemeinde überrascht, wenn der Bau noch teurer werden würde.

Förderung aus Leadertopf

Viel kommunales Geld fließt in das Projekt, das nötig geworden war, weil das alte Depot zu klein und in vielen Belangen nicht mehr zeitgemäß war – bis hin zu den Brandschutzanforderungen. Kostendämpfend für die Gemeinde sind Eigenleistungen der Kameraden, etwa beim Abriss des alten Depots und bei Erdarbeiten. Und natürlich die Fördermittel.

Dabei hatte die Gemeinde Geschick bewiesen, einen passenden Fördertopf zu finden. Aus dem Leaderprogramm sind nun mehr als 91000 Euro gekommen. Michael Mey, Regionalteamleiter vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung, begründete die Förderung durch sein Amt mit der Kombination von Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus.

Für diese Verbindung das Potsdamer Architektenbüro Pha die richtige Form. Eine Fahrzeughalle und ein Beratungsraum sind durch einen Funktionaltakt mit Sanitäranlagen verbunden. Rund 320 Quadratmeter Fläche umfasst das Gebäude.

Schwierige Parkplatzfrage

Schwieriger als der Bau selbst erwiesen sich die Ableitung des Regenwassers und die Lösung der Parkplatzfrage. Hier kam keine einvernehmliche und bezahlbare Lösung mit dem Besitzer der Nachbarflächen zustande.

Aber der Bau steht. Ganz schön groß, hat mancher im Dorf schon gemeint. „Groß, aber auf Zukunft gedacht“, sagt Uwe Nagel, der stellvertretende Ortswehrführer. So sind die Öffnungen für die Hallentore so groß, dass künftig größere Fahrzeuge hineinpassen würden.

Ortswehrführer und sein Stellvertreter: Roberto Zahn und Uwe Nagel. Quelle: Tanja M. Marotzke

Derzeit verfügt die Perwenitzer Wehr über einen TSF-W, einen Tragkraft-Spritzen-Fahrzeug mit Wasser, und ein MTF, ein Mannschafts-Transportfahrzeug. Während der Bauphase ist die Technik in einer Halle an der Schule im Dorf untergebracht.

Bis Jahresende müssen die Feuerwehrleute wohl noch auf ihren Neubau warten. Das neue Gebäude wird hoffentlich auch der Wehr selbst einen Impuls geben. Einschließlich der Jugendfeuerwehr zählt sie 35 Mitglieder, zumindest auf dem Papier.

„Das hört sich angesichts der Einwohnerzahl ganz gut an“, sagt Ortswehrführer Roberto Zahn. Er selbst gehört der Feuerwehr seit 1988 an und wünscht sich für eine schlagkräftige Truppe schon noch die Mitarbeit von einigen Männern – und Frauen.

107-jährige Geschichte

Die Perwenitzer Feuerwehr hat pro Jahr etwa 15 Einsätze. „Aber das wird eher mehr als weniger“, beschreibt Roberto Zahn die Entwicklung. Dabei geht es seltener um Brände, häufiger um Verkehrsunfälle. Zu den größten Einsätzen in der inzwischen 107-jährigen Geschichte der Perwenitzer Feuerwehr zählte 1947 der Brand im Krämerwald und 1994 der Brand im Jugendklub, der im Schloss untergebracht war.

Von Marlies Schnaibel

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