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Schönwalde-Glien Pilotprojekt rund ums Reiten gestartet
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Pilotprojekt rund ums Reiten gestartet
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19:16 29.05.2018
In Wansdorf wurde das Poster vorgestellt. Mit dabei Bodo Oehme, Roger Lewandowski (v.l.) und Gestütschef Norbert Westdickenberg (r). Quelle: Wolfgang Balzer
Wansdorf

Ein bundesweites Pilotprojekt, das das Zusammenleben von Reitern und Anwohnern positiv beeinflussen soll, hat Dienstag im Schönwalder Ortsteil Wansdorf begonnen. Der symbolische Startschuss erfolgte während des Besuches von Landrat Roger Lewandowski (CDU) an der Reitanlage des Gestütes Krämerwald.

Wie in der gesamten Bundesrepublik habe es auch in Schönwalde-Glien die wildesten Diskussionen um eine mögliche Pferdesteuer gegeben, blickte Gestütschef Norbert Westdickenberg zurück und ergänzte: „Dabei geht es den Kommunen nicht um große zusätzliche Einnahmen, sondern vielmehr darum, die Rücksichtslosigkeit einiger Reiter gegenüber Fußgängern und Radlern künftig ebenso zu vermeiden, wie das hemmungslose Reiten auf Wiesen und bestellten Feldern.“

Poster wird überall aufgehängt

Besonders problematisch sei es in Schönwalde-Dorf, meinte Bürgermeister Bodo Oehme (CDU). Hier gäbe es etwa 15 Pferdenutzer auf einer Strecke von einem Kilometer. Im Verhältnis zur Fläche seien es zu viele Pferde. Die oft nicht eingesammelten Hinterlassenschaften der Tiere führten zu massiven Beschwerden. Seiner Meinung nach löse aber eine Pferdesteuer nicht das Problem.

Das sieht auch Gestütschef Norbert Westdickenberg in Wansdorf so. „Wir wollen den Rücksichtslosigkeiten der Reiter nicht mit einer Pferdesteuer und Verboten begegnen, sondern einen Dialog mit allen Beteiligten“. Deshalb haben Vertreter der örtlichen Pferdebetriebe und der Kommune Schönwalde-Glien mit Unterstützung der Berliner und Brandenburger Forsten, dem Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung gemeinsam einen Text für ein Poster erarbeitet, das künftig in den Rathäusern und in den Pferdebetrieben hängen soll.

Fairness beim Ausritt

Es macht auf die Rechte aber auch auf die Pflichten der Reiter aufmerksam. Gleich die Überschrift fordert Fairness beim Ausritt und appelliert an die Reiter: „Schaffe dem Pferdesport Sympathien, keine Gegner“. Aufgefordert werden die Pferdesportler, nur auf Wegen und niemals querbeet über Wiesen und bestellte Felder zu reiten. „Du bist Gast in der Natur“ und „beseitige Pferdeäppel auf öffentlichen Straßen“ sind weitere Ermahnungen.

Landrat unterstützt die Aktion

Landrat Roger Lewandowski lobte die Aktion. „Es ist besser, aufeinander zuzugehen“, sagte er. Reine zusätzliche finanzielle Belastungen der Pferdehalter lösen den Konflikt nicht, betonte auch er. Und Schönwaldes Bürgermeister fügte hinzu: Für uns sind die Pferdehalter ein wirtschaftlicher Magnet. Mit ihnen sind viele Arbeitsplätze verbunden. Deshalb möchten wir nicht, dass einzelne Betriebe abwandern, sondern das Thema Pferde im Ort mit einem Dialog und diesem Poster positiv beeinflussen.“

Ihm sei klar, dass mit dieser Aktion seitens der Reiter nicht plötzlich alles gut sein werde, so Norbert Norbert Westdickenberg. „Aber es ist ein Mosaikstein, in diesem beliebten Freizeitsport Beschwerden zu vermeiden und zu so einer Art Leitbildkultur zu kommen.“

Von Wolfgang Balzer

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