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Schönwalde-Glien Techno-Festival am Kiessee am Scheideweg
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Techno-Festival am Kiessee am Scheideweg
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20:26 29.05.2018
Getanzt wird bei der „Nation“ den ganzen Tag. Quelle: Tanja M. Marotzke
Grünefeld

8000 Technofans aus ganz Deutschland, sogar aus dem Ausland, zieht es einmal im Jahr nach Grünefeld an den Kiessee zur „Nation of Gondwana“. Doch das größte Musikfestival im Havelland steht auf der Kippe. „Zwar nicht in diesem Jahr, da findet es von 20. bis 22. Juli statt, aber was danach wird, ist noch fraglich“, sagt Veranstalter Markus Ossevorth gegenüber der MAZ.

41000 Euro Gebühren für fünf Jahre

Der Grund: Die Gebühren, die die Landesforstbehörde dafür erhebt, dass der Wald rings um den Kiessee in Grünefeld für jeweils 14 Tage im Jahr nicht für jedermann begehbar ist und anders genutzt wird – in der Fachsprache heißt das zeitweilige Waldumwandlung – haben sich ab 2018 drastisch erhöht.

„Haben wir für die letzten fünf Jahre etwa 2000 Euro bezahlen müssen, sind es für die nächsten fünf Jahre rund 41000 Euro“, sagt Ossevorth. Er könne die Summe zwar auf fünf Jahre verteilen, aber unterm Strich muss ich irgendwo die 39 000 Euro Mehrkosten einsparen oder herholen.“ Erste Auswirkungen zeigen sich beim Festival im Juli: der Ticketpreis für die dreitägige Veranstaltung ist auf 113 Euro gestiegen. „Aber damit können wir die Mehrkosten nicht abfangen“, sagt Ossevorth. „Wir haben jetzt existenzielle Sorgen.

Bürgermeister will für das Festival kämpfen

Wie es zu diesen neuen Gebühren gekommen ist, kann sich Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) nicht erklären. „Von diesem Festival profitieren alle: der Ortsteil Grünefeld, die Gemeinde Schönwalde-Glien, sämtliche Zulieferer für Essen und Trinken aus der Region. „Ich kann nicht verstehen, warum man ein solches Event, bei dem es aus der Sicht der Ordnungsbehörden und der Feuerwehren keine großen Probleme gibt, kaputt machen will.“ Er werde in der kommenden Woche im Kulturausschusses des Landtages über dieses Festival reden und die Vorteile für die Region herausstellen, so der Bürgermeister.

Landesforstbehörde erklärt sich

Für die Landesforstbehörde ist der Anstieg der Gebühren nachvollziehbar und erklärbar, wie die Leiterin der Oberförsterei Brieselang Ulrike Repkow gegenüber der MAZ sagte: „Als der erste Vertrag mit Herrn Ossevorth im Jahr 2013 für fünf Jahre geschlossen wurde, waren weit weniger Gäste bei dem Festival, es wurde weniger Waldfläche beansprucht, es galten anderen Bestimmungen, was zum Beispiel die Baugenehmigung für das Festival angeht.“ Der Aufwand der Forstbehörde für diese zeitweilige Waldumwandlung sei viel höher als früher.

Das Festival Nation of Gondwana entstand als Alternative zur Loveparade in Berlin. Der Name geht auf die nach dem Volk (Nation) der Gond benannte Region Gondwana zurück.

Von Jens Wegener

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