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Schönwalde-Glien Wenn der letzte Herzenswunsch erfüllt wird
Lokales Havelland Schönwalde-Glien Wenn der letzte Herzenswunsch erfüllt wird
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17:17 26.07.2018
Hilfe für den Wünschewagen: Manuel Möller, Jessica Fröhner, Elke Zboralski, Cindy Schönknecht und Kristin Zboralski (v.l.) Quelle: Marlies Schnaibel
Schönwalde-Glien

Hier werden Wünsche erfüllt, es sind besondere Wünsche, nämlich die von sterbenskranken Menschen. Der ASB-Wünschewagen ermöglicht das. Und damit er sie erfüllen kann, braucht er Geld. „Wir sind eine rein spendenfinanzierte Aktion“, sagt Cindy Schönknecht vom ASB-Landesverband. Sie nahm am Donnerstag im Havelland eine besondere Spende entgegen.

Pfandbons für einen guten Zweck

Elke Zboralski hatte in ihrem Edeka-Markt in Schönwalde über Monate eine Spendenbox aufgestellt. Kunden konnten dort ihren Pfandbon einwerfen und somit für den Wünschewagen spenden. Stattliche 1154,52 Euro sind zusammengekommen.

Die Marktleiterin selbst war von Jessica Fröhner zu der Aktion angeregt worden. Die junge Frau selbst stammt aus Ketzin und arbeitet als Krankenschwester in Nauen, ehrenamtlich ist sie schon mehrmals mit dem Wünschewagen unterwegs gewesen.

Schnelle Hilfe für letzte Wünsche

Den Wagen gibt es in Brandenburg seit zwei Jahren, bundesweit rollen solche Busse seit vier Jahren. Die Anfragen kommen von Verwandten, Freunden und von Hospizen, wo viele der Fahrgäste leben. „Aktuell haben wir neun Anfragen, und es muss schnell gehen“, sagt Cindy Schönknecht. Natürlich muss hier auch über den Tod gesprochen werden, wird jede Reise genau vorbereitet. Wo sind Krankenhäuser in der Nähe, liegt eine Patientenverfügung vor. Der Wagen selbst ist medizinisch ausgestattet, dazu gehören Defibrillator und Sauerstoffgerät.

Wünschewagen unterwegs. Quelle: Marlies Schnaibel

Die Ehrenamtler, die hier mit den Fahrgästen auf Reisen gehen, kommen aus medizinischen Berufen. So wie Fahrer Manuel Möller, der als Gesundheits- und Krankenpfleger in der Charité arbeitet. „Aber solche Fahrten sind etwas ganz anderes“, sagt er, „da verbringt man viel Zeit mit den Kranken. Das schafft eine andere Nähe.“ Für die Unterstützung des Projektes hat er sich aber vor allem entschieden, weil hier die Spendengelder auch eins zu eins ankommen, das ist ihm wichtig.

Manuel Möller im Wünschewagen. Quelle: Marlies Schnaibel

Für Sonnabend ist die nächste Fahrt geplant, ein krebskranker Mann möchte noch einmal in seinen Heimatort, nach Brück: noch einmal durch die Straßen fahren, noch einmal das Elternhaus sehen, unter der Platane sitzen und ein Eis essen. Andere wünschen sich den Besuch eines Musicals. Die meisten aber wollen noch einmal die Ostsee sehen. Und auch das: Eine 37-jährige schwer krebskranke Frau wünscht sich den Besuch eines Bayernspiels in München.

Von Marlies Schnaibel

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