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Havelland Schönwalde und Muggensturm mit Jubiläum
Lokales Havelland Schönwalde und Muggensturm mit Jubiläum
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20:15 12.06.2016
Bodo Oehme (l.) und Dietmar Späth gedachten auch der Maueropfer, die in der Region ihr Leben ließen. Quelle: Markus Kollberg
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Schönwalde-Glien

Den meisten Fußballfans ist die Europameisterschaft 2008 nicht in besonders guter Erinnerung geblieben. Die deutsche Nationalmannschaft verlor das Finale in Wien gegen das spanische Team. Für Bodo Oehme (CDU), Bürgermeister von Schönwalde-Glien, war das Jahr sportlich gesehen ein Höhepunkt.

Gemeinsam mit der Deutschen Fußball Nationalmannschaft der Bürgermeister (DFNB) gewann er den Europameistertitel. Neben Oehme, der im Tor der Mannschaft stand, spielte auch der Bürgermeister des badischen Muggensturm Dietmar Späth mit. Beim gemeinsamen Kicken lernten sich die beiden Männer kennen und schätzen. Nach dem Turnier folgten zahlreiche weitere Spiele, aber auch mehrere gegenseitige Besuche in den jeweiligen Gemeinden. Davon sollten auch die Einwohner Muggensturms und Schönwaldes profitieren, waren sich Späth und Oehme einig. So sollte die inzwischen gewachsene Männerfreundschaft zur formalen Gemeindepartnerschaft ausgebaut werden. „Anfangs waren viele in der Verwaltung und im Gemeinderat skeptisch“, erinnert sich Bodo Oehme heute. Oehme und Späth überzeugten mit ihrer Idee einer gelebten Gemeindepartnerschaft, und so wurde diese im Juni 2011 feierlich verkündet. Der fünfte Jahrestag dieser Unterzeichnung wurde am Sonnabend zelebriert.

Ein gut gefüllter Reisebus war für diesen Anlass aus Muggensturm eingetroffen. Nach einem Besuch in der Zitadelle Spandau begann der Ortstermin in Schönwalde zunächst mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute an der Gedenkstätte für die Toten der ehemaligen innerdeutschen Grenze. „Wenn es die Mauer heute noch gäbe, hätten wir uns nie kennengelernt“, erklärte Muggensturms Bürgermeister Dietmar Späth. Deswegen denke man bei jedem Treffen mit den Schönwalder Freunden auch an die Maueropfer. Nach diesem kurzen Moment des Innehaltens wurde anschließend umso kräftiger gefeiert. Jetzt, fünf Jahre später, könne man sagen, dass Muggensturm doch ganz nah an Schönwalde läge, sind sich Oehme und Späth einig. „Mit der Bahn kann man ab Berlin-Spandau fast ohne umsteigen nach Muggesturm fahren und mit dem Flugzeug ist man sogar in unter zwei Stunden da“, schwärmt Oehme. Von dieser guten Verbindungen wurde in den letzten Jahren auch regelmäßig Gebrauch gemacht.

Jedes Jahr besuchen sich Oehme und Späth zum jeweiligen Neujahrsempfang der Partnergemeinde und auch beim feucht-fröhlichen Muggensturmer Volksfest, das immer im Juli stattfindet, ist meist eine Delegation aus Schönwalde dabei. Neben dem Vergnügen nutzen die beiden Gemeinden die Partnerschaft aber auch zum Erfahrungsaustausch. So besuchen sich oft Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofs, um sich über neue Herausforderungen für die Kommunen auszutauschen. Gute Ideen können so einfach weitergegeben werden. Ein Beispiel dafür lieferte Karla Ehl (CDU). Die Vorsitzende des Schönwalder Kreativvereins begleitet die Partnerschaft mit Muggensturm schon lange und wünscht sich auch für die Zukunft, dass der Austausch so erfolgreich bleibt: „Muggensturm hat beispielsweise einen wunderbaren bebilderten Stadtplan für Kinder. Das könnte ich mir für Schönwalde auch gut vorstellen“, sagt sie. Mit ihrem Wunsch nach einer Fortführung der Partnerschaft sprach Ehl vielen Anwesenden aus dem Herzen. Insbesondere der Schönwalder und der Muggensturmer Chor pflegen intensive Kontakte. Das war auch am Sonnabend zu hören, als der gemischte Chor das Badner Lied und die Märkische Heide anstimmte, um die badisch-brandenburgische Freundschaft zu feiern. Bis spät in den Abend saßen Muggensturmer und Schönwalder anschließend noch zusammen, um in den schönen Erinnerungen der letzten fünf Jahre zu schwelgen, aber auch um den Besuch der Schönwalder beim Muggensturmer-Volksfest im kommenden Monat vorzubereiten.

Gemeindepartnerschaften pflegt Schönwalde-Glien mit Muggensturm in Baden-Württemberg und Wagrowiec in Polen.

Von Markus Kollberg

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