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Schollschule: Es gibt noch Handlungsbedarf

Rathenow Schollschule: Es gibt noch Handlungsbedarf

Vor vier Jahren fällten die Rathenower Stadtverordneten den Beschluss, die Schollschule zu schließen. Im vergangenen Jahr hoben sie diesen wieder auf. Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude überzeugten sich die Mitglieder des Bauausschusses davon, dass das die richtige Entscheidung war.

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Versammlung auf dem Schulhof: Der Bauausschuss vor seiner Tour durch die Schollschule.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Dafür, dass die Rathenower Stadtverordneten im Dezember 2013 den Beschluss fällten, die Grundschule Geschwister-Scholl in diesem Sommer zu schließen, macht die Lehranstalt noch einen äußerst lebendigen Eindruck. Davon überzeugten sich die Mitglieder des Rathenower Bauausschusses am Dienstagnachmittag. Vor ihrer Sitzung ließen sie sich von Schulleiterin Cornelia Topp durch das Gebäude führen. Und kamen dabei zu dem Schluss, dass für eine Schließung auch in den kommenden Jahren kein Grund besteht. 298 Schüler, 19 engagierte Lehrkräfte, ein vorbildliches Programm zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund – so eine Schule macht man nicht zu.

Zu dieser Erkenntnis waren die Stadtverordneten bereits Anfang 2016 gelangt. Weil das ursprüngliche Konzept, zwei große Schulen im Zentrum zu etablieren, nicht aufging, und weil die Schülerzahl in Rathenow entgegen aller Prognosen nicht schrumpft, sondern konstant bleibt, wurde der Schließungsbeschluss aus dem Jahr 2013 aufgehoben.

Beim Rundgang präsentierte die Schulleiterin den Abgeordneten die Licht- und Schattenseiten des Gebäudes. Und die lagen bisweilen ganz nah beieinander. Um etwa zum Fachraum Bio-Physik zu gelangen, muss man sich durch ein ziemlich abgewirtschaftetes Treppenhaus bis ins Obergeschoss kämpfen. Auch die Türen, die man bei diesem Aufstieg passiert, haben schon bessere Zeiten gesehen. Die digitale Schultafel, die im Bioraum an der

Schulleiterin Cornelia Topp

Schulleiterin Cornelia Topp.

Quelle: Markus Kniebeler

Wand hängt – im Fachjargon heißt die Whiteboard – ist dagegen vom Allerfeinsten.

Per Digitaltechnik können Filme, Fotos, Zeichnungen auf die Tafel gezaubert und gleich bearbeitet werden. Die Zeit unleserlicher Kreidekritzeleien ist zumindest in diesem Klassenraum Geschichte.

Aber auf diesem Niveau befindet sich eben nicht die gesamte Schulausstattung. Und oft sind es die einfachen Dinge, an denen es hapert. Ein vernünftiger Anstrich, eine Erneuerung der Türen, eine Sanierung der Fußbodenbeläge, die Überarbeitung der Fenster im Hort – das waren die dringlichsten Wünsche, die von der Schulleiterin an die Abgeordneten herangetragen wurden.

Bauamtsleiter Matthias Remus erkannte an, dass in den genannten Bereichen Handlungsbedarf bestehe. Und er stellte Besserung in Aussicht. „Das sind alles Dinge, die mit nicht allzu großem Aufwand bewältigt werden können“, sagte er. Und weil die grundsätzliche Entscheidung, die Schollschule am Netz zu lassen, gefallen sei, könne man sich nun daran machen, die Mängelliste abzuarbeiten.

Doch mit Ausbesserungen und Reparaturen soll es nicht getan sein. Um die Schulgebäude auf lange Sicht am Leben zu erhalten, geht es darum, sie so auszustatten, dass sie auch für außerschulische Aktivitäten genutzt werden können. Im Intergrierten Stadtentwicklungskonzept, das noch in diesem Jahr von den Stadtverordneten verabschiedet werden soll, ist von Schulen als Quartierszentren die Rede, in denen sich nach dem Unterricht die Bürger eines Stadtteils treffen und austauschen sollen.

Wie konkret diese offenen Schulen aussehen könnten, soll ein Wettbewerb zeigen, der im kommenden Jahr gestartet wird. Planungsbüros werden dann aufgerufen, Nutzungs- und Ausbaukonzepte für die Grundschulen „Geschwister Scholl“ und „Otto Seeger“ zu entwerfen. Auf Basis dieser Konzepte soll dann in die Schulen investiert werden.

Von Markus Kniebeler

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