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Schollschule wird vorerst nicht geschlossen

Rathenow plant mit vier Standorten Schollschule wird vorerst nicht geschlossen

Der Plan, die Zahl der Grundschulen in Rathenow von vier auf drei zu reduzieren, gerät ins Wanken. Im Bildungsausschuss fiel am Montagabend die einstimmige Entscheidung, die Schließung der Schollschule vorerst auszusetzen. Als Grund wurden die Verzögerung beim Umbau der Weinbergschule sowie steigende Schülerzahlen genannt.

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Die Schollschule soll nun doch nicht im Sommer 2017 geschlossen werden.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der Plan, die Zahl der Grundschulen in Rathenow von vier auf drei zu reduzieren, gerät ins Wanken. Im Bildungsausschuss fiel am Montagabend die einstimmige Entscheidung, die Schließung der Schollschule vorerst auszusetzen. Als Grund wurden die Verzögerung beim Umbau der Weinbergschule sowie steigende Schülerzahlen genannt.

Erstmals kann man den Eindruck gewinnen, dass es sich bei der Entscheidung, die Schollschule offen zu halten, nicht um eine zeitlich begrenzte Aktion handelt. „Wir gehen davon aus, dass es mittelfristig in Rathenow mit vier Grundschulen weitergeht“, hatte der 1. Beigeordnete der Stadt Hans-Jürgen Lemle erklärt. In der Schulentwicklungsplanung, die Ende des Jahres fortgeschrieben werden soll, und die dann für die kommenden fünf Jahre maßgeblich ist, werden Lemle zufolge nach aktuellem Stand der Dinge wieder vier Grundschulen stehen – Jahn, Weinberg, Scholl und Otto-Seeger.

Steigende Schülerzahlen erfordern Umdenken

Der Umbau der Weinbergschule zu einem modernen Bildungsstandort bleibe von dieser Entscheidung unberührt, so der Vize-Bürgermeister. Allerdings werde der Umbau wegen der unklaren Haushaltssituation nicht, wie ursprünglich geplant, schon im Sommer 2017 abgeschlossen, sondern ein Jahr später.Das sei allerdings nicht der maßgebliche Grund dafür, die Schollschule am Netz zu lassen. Entscheidend seien die steigenden Schülerzahlen. In den vergangenen Jahren habe die Zahl der schulpflichtigen Flüchtlingskinder in Rathenow merklich erhöht. Und derzeit gebe keine Anzeichen dafür, dass sich dieser Trend wieder umkehre. Zum anderen zeichne sich auch bei den Geburtenraten eine positive Entwicklung ab. „Wir gehen davon aus, dass ab dem Schuljahr 2020/21 dauerhaft acht erste Klassen pro Jahr zusammenkommen“, so Lemle. Und weil man darauf vorbereitet sein müsse, auf Spitzen zu reagieren – also statt acht vielleicht sogar neun 1. Klassen unterbringen zu müssen – sei man mit vier Grundschulen auf der sicheren Seite.

Dass es sich um eine Kehrtwende in der Rathenower Schulpolitik handelt, wird kaum jemand bestreiten. Jahrelang hatten Stadtverordnete und Verwaltung darum gerungen, die Zahl der Grundschulen in der Stadt auf drei zu reduzieren. Als im Dezember 2013 in der Stadtverordnetenversammlung der Beschluss gefasst wurde, die Schollschule vom Netz zu nehmen, schien – auch wenn sie einige Schmerzen bereitet hatte – eine Grundsatzentscheidung gefallen. Die neuerliche Kehrtwende wurde in der AG Schulentwicklungsplanung vorbereitet, in der Vertreter aller Fraktionen mitwirken. Der Beschluss im Bildungsausschuss, die Schollschule am Netz zu halten, fiel einstimmig.

Von Markus Kniebeler

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