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Havelland Schon 1600 Euro gespendet
Lokales Havelland Schon 1600 Euro gespendet
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07:00 09.12.2015
Rosemarie Orzechowski und Erhard Erdmann aus Friesack beim Einkauf in der Lebensmittelausgabe Nauen. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Nauen


„Ich konnte es kaum glauben, als ich vor einigen Tagen das erste Mal auf das Konto mit Kennwort Tiefkühltruhe’ sah: rund 1600 Euro standen dort zu Buche“, erzählt der Vorsitzende des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland Volker Mueller. Er habe zwar gehofft, aber mit solch einer großen Spendenbereitschaft der Havelländer habe er nicht gerechnet.

Bei der diesjährigen MAZ-Weihnachtsaktion sammeln die Leser seit dem 1. Advent Geld für eine Gefriertruhe, die beim Verein Nauener Tafel, der unter den Dach des Freidenkerbundes agiert, dringend gebraucht wird. Im Moment gibt es in der Zentrale in der Nauener Ritterstraße nur eine Kühlzelle auf dem Hof, die zweite Gefriertruhe war vor Wochen kaputt gegangen. Da dieses Gerät schon älteren Baujahres war, lohnte sich eine Reparatur nicht mehr.

In Nauen werden alle Lebensmittel, die Mitarbeiter und ehrenamtlicher Helfer der Nauener Tafel täglich von Supermärkten, vom Großhandel oder von Gewerbetreibenden abholen, gesammelt und sortiert, bevor sie an die sieben Ausgabestellen im Osthavelland verteilt werden. Da aber niemand im Voraus weiß, wie viele Lebensmittel, die kühl gehalten werden müssen, zur Verfügung stehen, kommt es vor, dass plötzlich die Kühlzelle nicht reicht.

Etwa 1000 Euro kostet ein neues Gerät in entsprechender Größe. Dieses Geld ist nun bereits zusammen gekommen. „Wir haben kleine und große Geldbeträge überwiesen bekommen. Von 5 Euro bis 350 Euro war alles dabei“, so Mueller. Bei allen Spendern handele es sich um Privatpersonen aus Nauen und der umliegenden Region. „Ich freue mich vor allem für die finanziell nicht so gut gestellten Menschen, denen wir frische Lebensmittel in guter Qualität anbieten können“. Er habe in den vergangenen Tagen mit vielen Menschen telefoniert und persönlich gesprochen, die die MAZ-Hilfsaktion noch unterstützen wollen“, so der Freidenker-Chef.

Darüber wären die Tafel-Mitarbeiter und die vielen Kunden sicher nicht böse, denn dann könnten vielleicht auch Gefriertruhen für die Ausgabestellen in Brieselang oder Wustermark angeschafft werden, wo es bisher keine gibt. Ob das gelingt, hängt von den Havelländern oder auch von hier ansässigen Firmen und deren Spendenbereitschaft ab. Der Verein Nauener Tafel stellt auch Spendenquittungen aus. Liebe Leser, es wäre schön, wenn Sie sich an der MAZ-Weihnachtsaktion beteiligen würden. Am 24. Dezember ziehen wir Bilanz und hoffen, dass dann sogar neue zwei Gefriertruhen unterm Baum stehen.

Von Jens Wegener

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