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Schüler bekommen toilettenfrei

Schmutzige Schule in Falkensee Schüler bekommen toilettenfrei

Seit Wochen wird die Reinigung kommunaler Gebäude in Falkensee kritisiert. Die Kantschule greift nun zu ungewöhnlichen Maßnahmen wegen der unzureichenden Gebäudereinigung. Dienstag gab es frei für die Klassen 7 bis 11.

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Quelle: fotobild-radon

Falkensee . Es ist eine Art toilettenfrei, was Rektorin Petra Müller am Dienstag verordnet hat: Sie schickte die Schüler der 7. bis 11. Klassen der Falkenseer Kant-Gesamtschule nach Hause. Grund für die ungewöhnliche Entscheidung war die schmutzige Schule. In einem Brief an die Eltern hatte sie die Maßnahme „im Interesse der Gesundheitsfürsorge“ begründet.

Am Dienstagfrüh waren in der Schule das komplette C-Gebäude und Teile des A/B-Gebäudes nicht gereinigt, die Kritik betraf Flure, Klassenräume, Sanitäranlagen und die Cafeteria. Umgehend wurde der Schulträger informiert, die Rektorin wandte sich auch an das Gesundheitsamt des Landkreises. „Da keine ansteckenden Krankheiten in der Schule grassieren sah das Amt davon ab, aktiv zu werden“, sagte Petra Müller, das Amt wies aber sehr wohl darauf hin, dass gerade in der aktuellen Zeit, das Erkältungen und Magen-Darm-Krankheiten gehäuft auftreten, Hygiene sehr wichtig sei.

Thomas Zylla, 1. Beigeordneter und Baudezernent der Stadt Falkensee, hatte sich nach Auftreten der Beschwerden umgehend über den Sachstand informiert. „Laut Reinigungsplänen und Reinigungsnachweisen ist die Schule vor den Ferien gereinigt worden“, sagte er. Allerdings zeigen die Reinigungsnachweise auch, dass die Reinigungsleistungen durch die beauftragte Reinigungsfirma „optimiert werden müssen“, sagte er. Seit 1. September werden alle städtischen Gebäude wie Schulen, Kitas und Kultureinrichtungen von einer Berliner Firma gereinigt, es kam wiederholt zu Kritiken an deren Arbeit. 3900 Räumen mit rund 92 250 Quadratmetern müssen gereinigt werden.

Am Dienstag begann die Firma um 10.30 Uhr, die kritisierten Bereiche zu bearbeiten. Durch die Stadt wurde eine zusätzliche Grundreinigung aller WC-Bereiche angeordnet. „Auch der für die Einführung des neuen Qualitätsmanagements zuständige unabhängige Gutachter ist vor Ort und überwacht die Nacharbeiten“, sagte Thomas Zylla. Er ist über die Übergangsphase hinaus dafür zuständig, Abläufe zu optimieren und die Qualität zu sichern. „Laut Gutachter ist die Schulreinigung zwar verbesserungswürdig, biete aber keinen Anlass zur Schließung einer Schule“, kommentierte der 1. Beigeordnete die Maßnahme der Schule.

Schulfrei gab es nur für die jüngeren Schüler, die 13. Jahrgangsstufe hatte vollständigen Unterricht, die Zwölftklässler mussten gar Klausuren schreiben.

Von Marlies Schnaibel

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