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Havelland Schüler durch Falschparker gefährdet
Lokales Havelland Schüler durch Falschparker gefährdet
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16:08 30.03.2016
Quelle: dpa-Zentralbild
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Nauen

Vor der Nauener Grundschule am Lindenplatz wird aus der Sicht vieler Eltern an zwei neuralgischen Stellen der Schulweg für ihre Kinder zum gefährlichen Hindernislauf. Verursacher hierfür sind Falschparker. Die Polizei verweist bei der Problematik gern auf das Ordnungsamt, und die Stadt bekräftigt, ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Übereinstimmend wird festgestellt: Die Parkmoral der Autofahrer lässt zu wünschen übrig.

Einer der Gefahrenpunkte, den die Kritiker ins Visier genommen haben, ist der Schuleingang gegenüber eines Geldinstitutes. Eine Beschilderung weist auf die erlaubten Parkflächen und die Höchstparkdauer hin. Blickt man genau hin, sind auf dem Kopfsteinpflaster sogar Markierungen erkennbar, die eine Parkordnung regeln. Im Alltag sind sie jedoch nur schwer und bei Dunkelheit kaum zu erkennen. So stehen dann die Autos dort, wo sie gar nicht geparkt werden dürfen: Vor dem Schuleingang, an dem sich mehrere Hundert Kinder, teilweise mit ihren Fahrrädern, durch das entstandene Nadelöhr quetschen müssen.

Durch Falschparker vor der Grundschule am Lindenplatz entsteht oft am Eingang ein Nadelöhr Quelle: Norbert Faltin

Poller oder Kontrollen gefordert

Der Nauener Ralph Wöbke, Vater von vier schulpflichtigen Kindern, ärgert sich über die Falschparker. „Es muss doch möglich sein, mit regelmäßigen Kontrollen und dem Aufbringen von deutlichen Markierungen oder dem Setzen von Pollern diesem Wildparken und der Gefährdung der Fußgänger entgegenzuwirken. In anderen Ländern werden solche Flächen farbig markiert. Warum ist das hier nicht möglich“, fragt er. Ihn wundere nicht, dass es an dieser Stelle schon zu Beschädigungen an den Fahrzeugen gekommen sei. „Gefährlich ist hier vor allem, weil den Kindern die Sicht auf die Fahrbahn genommen wird“, kritisiert der Familienvater.

Ähnlich brenzlig sieht die Situation unweit der Schule vor einer Bäckerei aus. Im Kreuzungsbereich an der Ecke Mittelstraße/Berliner Straße kommt es fast täglich zu Verstößen seitens der Autofahrer. Eine Nauener Mutter klagt: „Kinder, Eltern mit Kinderwagen und ältere Menschen müssen sich durch die Autos oder auch gleich auf der Berliner Straße vom Bäcker zur anderen Straßenseite durchkämpfen“. Dabei sind auch hier die Regeln eigentlich klar: Wer beim Parken weniger als fünf Meter Abstand zu Ecken und Fußgängerüberwegen hält, muss 15 Euro zahlen.

Polizei verweist auf das Ordnungsamt

Ein Nauener, der in Oranienburg bei einer Logistikfirma arbeitet, wundert sich und beschreibt die Parksituation in Nauen mit folgenden Worten ironisch: „Wenn ich in Oranienburg mit dem Auto einen Parkplatz suche, brauche ich einen Gehweg nur schief anzuschauen und schon springen die Aufpasser vom dortigen Ordnungsamt aus den Büschen und pappen mir ein Knöllchen an die Scheibe.“ Die Polizei, deren Streifenwagen oft an den Falschparkern in Nauen vorbeifahren, verweist in diesem Zusammenhang auf das städtische Ordnungsamt. Man kenne die Problematik, so Polizeisprecherin Jana Birnbaum. „Man kann nur an die Vernunft der Autofahrer appellieren, sich vor allem gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Kinder und Rollstuhlfahrer rücksichtsvoller zu verhalten“, sagt sie.

Von Norbert Faltin

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