Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Schüler erfindet fremden Mann am Schulzaun
Lokales Havelland Schüler erfindet fremden Mann am Schulzaun
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:16 28.02.2017
Das Kind behauptete, der fremde Mann sei am hinteren Tor des Schulhofs gewesen. Quelle: Bernd Geske
Anzeige
Rhinow

Neue Aufregung im Westhavelland. Am Montagabend ist über die sozialen Medien vorrangig im Raum Rhinow verbreitet worden, dass ein fremder Mann Kinder am hinteren Hoftor der Otto-Lilienthal-Grundschule angesprochen und angelockt haben soll. Am Dienstagmorgen stellte sich heraus, dass der Junge sich die Geschichte nur ausgedacht hatte. Die Menschen der Region nehmen Mitteilungen dieser Art derzeit sensibel auf, weil zwei Mädchen der Jahngrundschule Rathenow an einem Tag der vergangenen Woche von einem oder zwei verschiedenen Männern auf verdächtige Weise angesprochen wurden.

Die Mutter eines anderen Schulkindes hatte über das soziale Netzwerk Facebook verbreitet, am Montagvormittag seien Kinder in der Rhinower Grundschule von einem ausländischen Mann angesprochen worden. Dieser habe am hinteren Hoftor der Schule mit seinem Auto geparkt und versucht, die Kinder mit Spielzeug anzulocken. Die Kinder hätten eine Erzieherin alarmiert. Erst nachdem die Erzieherin mit der Polizei drohte, sei der Mann verschwunden.

Aufsichtspersonen hatten keinen fremden Mann bemerkt

Von der Rhinower Schulleiterin Birgit Kracht war am Dienstag zu erfahren, schon am Morgen des Tages habe der Junge gleich zu Beginn zugegeben, sich die ganze Geschichte nur ausgedacht zu haben. Er habe sich dafür vor seiner Klasse entschuldigt. Sie teilte mit, in beiden großen Pausen des Montags seien Aufsichtspersonen auf dem Hof gewesen. Sie hätten nichts von einem fremden Mann bemerkt, der Kinder angesprochen haben sollte. Der Junge habe zudem am Tag des angeblichen Vorfalls nichts darüber zu Lehrkräften oder Horterzieherinnen gesagt.

Am Montagnachmittag und -abend muss sich in etwa folgendes ereignet haben: Der Junge erzählte zu Hause vom fremden Mann. Über soziale Medien informierten sich Eltern zunächst untereinander in interner Form über das mutmaßliche Geschehen. Eine Mutter machte es dann aber über Facebook öffentlich. Noch bis zum Abend bekamen die Eltern des Jungen aber schon heraus, dass er nicht die Wahrheit gesagt hatte.

Bei der Polizei war keine Anzeige erstattet worden

Die Polizei hat naturgemäß den Fall nicht bestätigt. Es war auch keine Anzeige erstattet worden. Umgehend nach der entsprechenden Presseanfrage, teilt Juliane Mutschischk von der Direktion West mit, habe die Polizei Kontakt mit der Schulleiterin und dem Amtsdirektor aufgenommen. Dabei habe sich herausgestellt, dass sich ein solcher Sachverhalt nicht ereignet hatte. „Wir appellieren nochmals, bei derartigen Vorfällen sofort die Polizei zu verständigen“, betont Juliane Mutschischk. Das sei ein besserer und erfolgversprechender Weg, als die sozialen Medien zu wählen.

Bestätigt sind bislang zwei ähnliche Fälle. Am 22. Februar hat ein Mann um 12.20 Uhr von außen am Zaun des Hofs der Jahngrundschule Rathenow ein Mädchen auf dem Hof angesprochen. Gegen 15 Uhr hat am gleichen Tag ein Mann ein Mädchen der Jahngrundschule auf dem Nachhauseweg angesprochen, ob es eine kleine Katze sehen wolle. Beide Male gingen die Kinder nicht auf die Männer ein.

Von Bernd Geske

Der Kreistag Havelland wird am Montag mit der Entscheidung über den Haushalt 2017 auch über die Mittelfreigabe für Verkehrsgutachten in Wernitz, Markee und Etzin befinden. Deren Ergebnisse sollen dazu beitragen, das Land Brandenburg zum Bau einer Umgehungsstraße bei Wernitz zu bewegen. Befürchtet wird ein enormer Anstieg des Fahrzeugverkehrs.

03.03.2017

Im Freigelände an der Grundschule in Ketzin im Havelland beginnen im Frühjahr erste Arbeiten des Gesamtvorhabens „Campus Europaschule“. 2017 entstehen ein Bolzplatz und ein Wendehammer. Ziel ist es nun zunächst, den Verkehr aus dem Areal heraus zu bekommen. Bis das gesamte Projekt fertig ist, wird es aber noch eine Weile dauern.

03.03.2017

Bis aus dem Rathenower Reitplatz am Körgraben der Ride-Platz wird, ist noch viel zu tun. Nun wurde mit einem Arbeitseinsatz begonnen. Rund 40 Helfer errichteten eine Hecke und sammelten Feuerholz. Alle waren eifrig bei der Sache und vereinbarten gleich einen neuen Termin.

28.02.2017
Anzeige