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Schüler gehen auf Tuchfühlung mit der MAZ

Schulreporter 2.0 Schüler gehen auf Tuchfühlung mit der MAZ

In diesem Jahr beteiligen sich mehrere Klassen des Leonardo da Vinci Campus in Nauen sowie die Theodor-Fontane-Oberschule Ketzin und die Regenbogenschule Nauen am Projekt MAZ-Schulreporter. In den vier Wochen erhalten die Schüler jeden Tag eine druckfrische MAZ direkt in die Schule geliefert.

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Vier Wochen lang ist die MAZ fester Bestandteil im Deutschunterricht der achten Klasse der Theodor-Fontane-Oberschule Ketzin.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Ketzin/Havel. Es ist kurz vor 9 Uhr am Mittwoch, der Deutschunterricht der achten Klasse der Theodor-Fontane-Oberschule in Ketzin/Havel hat gerade begonnen. Und wie derzeit jeden Tag schlagen die Schüler routiniert die Märkische Allgemeine auf, lesen Texte, tauschen sich aus und markieren, was ihnen an diesem Morgen am meisten gefallen oder was sie besonders interessiert hat. Das Rascheln des druckfrischen Zeitungspapiers erfüllt den ganzen Klassenraum.

Vier Wochen lesen die Schüler die MAZ

Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Ketziner Theodor-Fontane-Oberschule wieder am Projekt MAZ-Schulreporter. Insgesamt vier Wochen lang werden sich die Jungen und Mädchen der achten Klasse intensiv mit ihrer Lokalzeitung auseinandersetzen und sie für ihren Unterricht nutzen. „Mein Ziel ist, dass sich die Schülern im Erörtern verbessern und in der Lage sind, eigene Fragen zu stellen und dazu Pro- und Contra-Argumente zu finden. Die MAZ ist dafür eine gute Grundlage, da in ihr viele Themen vereint sind“, sagte Lehrerin Winnie-Karen Giera.

Am Mittwoch sollten sie sich zunächst ein Thema aus der aktuellen Ausgabe der MAZ herauspicken und dazu eine Frage entwickeln, zu der sie im Anschluss Argumente dafür und dagegen sammeln sollten. Ein Großteil der Schüler entschied sich für einen Text über Windkraftanlagen in Ketzin/Havel. Auch die 13-jährige Marie Grabandt wählte dieses Thema aus. „Ich komme ja aus der Gegend und bin davon selbst betroffen. Daher wollte ich mehr über dieses Thema erfahren – auch, um die Zusammenhänge besser zu verstehen“, sagte sie. Optische Schandflecke und Eingriffe in die Natur kamen bei ihr auf die Negativseite.

Dem Gegenüber stand jedoch der zu deckende Bedarf an Strom. An diesem Punkt setzte auch Ole Jürgens an. Der 14-Jährige gab zu bedenken, dass Kohlekraftwerke zu Gunsten der Umwelt auf lange Sicht abgeschafft werden sollen, der Energiebedarf aber weiterhin hoch ist. „Wenn wir nicht Strom aus dem Ausland kaufen möchten, müssen wir Alternativen schaffen. Das sind dann Windräder oder Photovoltaik-Anlagen. Häuser stehen ja eh nur rum“, sagte er. Und ohne Strom funktioniere heute fast nichts mehr. Das wurde auch deutlich, als die Frage im Raum stand, wer von den Schülern eine Woche ohne Handy leben könnte, wenn es keinen Strom gäbe. Die Antwort war ein lautes Nein und Lachen.

Ein Leben ohne moderne Technik ist für die Schüler heute nicht mehr denkbar. Dennoch oder gerade aus diesem Grund möchte Lehrerin Winnie-Karen Giera die Schüler mit der Zeitung vertraut machen. Dabei kommen nicht nur die Schüler ihres Deutschkurses in den Genuss der täglichen Lektüre. „Wenn einige Schüler ihre Zeitung nicht mitnehmen wollen, nutzen wir diese Exemplare auch in anderen Fächern wie Politik oder Wirtschaft-Arbeit-Technik“, so Giera.

Drei Schulen aus dem Osthavelland machen mit

In diesem Jahr beteiligen sich mehrere Klassen des Leonardo da Vinci Campus in Nauen sowie die Theodor-Fontane-Oberschule Ketzin und die Regenbogenschule Nauen am Projekt MAZ-Schulreporter. In den vier spannenden Wochen erhalten die Schüler jeden Tag eine druckfrische MAZ direkt in die Schule geliefert. Die Lehrer werden mit umfangreichem Begleitmaterial ausgestattet, um die MAZ optimal in ihren Unterricht zu integrieren. Durch das Projekt sollen die Schüler einen Einblick in die Medienwelt erhalten und lernen eine Nachricht von einer persönlichen Meinung zu unterscheiden.

Wie schon in den vergangenen Jahren ist auch in diesem Jahr die Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH (OWA) wieder Medienpartner für das Osthavelland.

Von Danilo Hafer

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